Hölzerne Dialoge, altertümliche Sprache, ein offenes Ende - man bleibt mit vielen Fragen zurück. Dennoch berührt Kawabata mit seinem Roman, weckt die Sehnsucht nach Kyoto, nach Gion mit seinen Tempeln, Schreinen und Gärten. Naeko und Chieko sind trotz ihrer knöchernen Ausdrucksweise (vielleicht eine allzu wörtliche Übersetzung aus dem Japanischen?) lebendig und zugänglich portraitiert. Doch all das ist nebensächlich, denn die eigentliche Hauptrolle spielen nicht die Zwillingsmädchen, nicht deren Verehrer Shinichi, Hideo und Ryusuke sondern das wunderschöne, alte Kyoto.
Kyoto oder Die jungen Liebenden in der alten Kaiserstadtvon Yasunari Kawabatadtv Verlagsgesellschaft
