Und auch der dritte und finale Band der ,,Nicolas Calva“ Trilogie hat mir gut gefallen. Es war spannend zu sehen, wie Nicolas Geschichte weiterging und wer in dieser eine besondere Rolle spielte. Denn da gab es nämlich zwei Charaktere, die dies taten. Seine Mutter und sein Großvater Radulf. Für beide Parteien wurde im Laufe des Buches eine Rettungsmission gestartet und damit thematisiert, wie wichtig Nicolas Familie war. Jedoch hätte ich mir bei beiden etwas mehr Tiefe, mehr Raum und gemeinsame Szenen gewünscht. Dafür gab es aber einige schöne Szenen zusammen mit Aurelia und Crispus, bei denen sie zusammen allein waren, voll mit Liebe und Lachen, Freundschaft und Streit, alles was zum erwachsen werden dazugehörte. Die Magie spielte auch hier wieder eine große Rolle, das Medaillon und der Armreif, sein Mal und das Heilen, das an andere Orte reisen und die Projektion. Es ging jedoch auch um den Preis der Magie und die Frage ob es ein Geschenk oder Fluch war. Nicolas selbst hatte darauf eine schöne Antwort: ,,Magie ist weder gut noch schlecht. Es kommt nur darauf an, was wir damit machen.“ Und Nicolas machte auch hier wieder einiges und die Geschichte wurde dadurch wieder spannend, rasant und überraschend. Da waren ein Kampf mit einem Drachen und die Kämpfe mit den Pränatoren sowie ein Wiedersehen mit dem Greif und dem Einhorn. Auch die Vestalin hatte hier erneut einen Auftritt, ein toller Charakter mit weisen Worten für Nicolas. Die Handlung war auch hier wieder ziemlich rasant, manchmal etwas zu sehr. Dafür war das Setting wieder umso schöner und man sah noch einmal neue Seiten von Rom, einer beeindruckenden Stadt. Da waren der Einblick in ein Badehaus, in öffentliche Plätze und das Pantheon. Die Szenen mit dem Kaiser, der Gerichtsverhandlung und in der Arena fand ich klasse. Zudem spannend fand ich, dass Nicolas zu einigen Orten aus den vorherigen Bänden zurückgekehrt ist und dass diese somit am Ende eine größere Bedeutung bekamen. Auch weitere Dinge bekam eine große Bedeutung. Die Liebe und die Familie, die Rettung des Reiches und die Rebellion einer Göttin, ein Krieg im Himmel und einer auf Erden. Und dann waren da der Jupiterstein und ein Blitz. Die Geschehnisse am Ende haben mich wieder ziemlich überrascht, genauso wie das letzte Kapitel. Im allgemeinen war dieser Band ein guter Abschluss der Trilogie, die mir insgesamt auch gut gefallen hat.
13. Mai13. Mai 2024
Der göttliche Steinvon Jennifer A. NielsenBeltz Verlagsgruppe GmbH & Co. KG
