Cooles Thema und spannender Plot
Habe lange gebraucht, um in das Buch reinzukommen. Wirklich hinter dem Ofen hervorgelockt, hat es mich erst gegen Mitte der Story. Danach gefiel es mir dann deutlich besser. Vor allem das Ende war gelungen und ließ mich grübeln, wie es wohl hätte weitergehen können. Deswegen 3 wohlmeinende Sterne.
Der Jugendroman „Jackpot wer träumt, verliert“ geschrieben von Stephan Knösel, der den Jugendliteraturpreis 2013 gewann. Das Buch erschien erstmals im Jahr 2012 beim Gulliver von Beltz und Gelberg Verlag und hat 268 Seiten. Im Buch handelt es sich um gestohlene 4 Millionen Euro, hinter denen mehrere Jugendliche, sowie die Polizei her sind. In diesem Buch handelt es von einem Autounfall, der am Anfang des Buches passiert. Chris wurde Augenzeuge und fand Sabrina im Kofferraum. Als er einen Krankenwagen rufen wollte und Sabrina deshalb nach ihrem Handy fragte, lehnte Sabrina dies ab und gab ihm eine schwere Sporttasche. Sie sagte, dass die Polizei bereits auf dem Weg sei und er die Tasche verstecken soll und sie sie dann später abholen würde. Für Chris war dies ein riesiger Jackpot, denn die Tasche war voller Geld. Jedoch war er nicht der Einzige, der das Geld wollte, den es waren mehrere hinter ihm und dem Geld her. Jackpot wer träumt verliert wurde sehr spannend geschrieben, so dass die Spannung bis zum Schluss bleibt. Der Schreibstiel war sehr gut und einfach zu verstehen. Der Perspektivenwechsel gefiel mir ebenfalls gut und machte es noch spannender zu lesen. Dabei war ich mir fast nie sicher, welche Ziele die einzelnen Protagonisten verfolgen. An manchen Stellen verwirrte der Perspektivenwechsel aber auch, weil nicht von Anfang an klar war aus welcher Sicht geschrieben wurde. Leider handelten meiner Meinung nach die einzelnen Protagonisten an manchen Stellen nicht nachvollziehbar oder sehr unwahrscheinlich, was mich vor allem im zweiten Teil des Buches gestört hat. Deshalb kann ich sagen, dass manche Szenen in diesem Buch für mich nicht realitätsgetreu abgebildet wurden, was ich sehr schade finde. Auch das Ende, war für mich nicht ganz zufriedenstellend, weil ich gerne weiss, wie alles ausgeht und bei diesem Buch war es ein eher offenes Ende. Am Schluss muss man selbst entscheiden, wie das Buch zu Ende gehen soll, weil nicht mehr weitererzählt wird. Mein Fazit ist, dass die Geschichte auf jeden Fall sehr spannend geschrieben wurde und dass der Perspektivenwechsel mir sehr gut gefiel. Es aber auch Stellen gab, die für mich nicht realitätsgetreu wirkten.
In “Jackpot – Wer träumt, verliert” findet sich Chris, der mit seinem Bruder Phil allein in einem Münchener Stadtteil lebt, unverhofft an einer Unfallstelle wieder. Der Fahrer ist verletzt und als er auf der Suche nach dem Erste-Hilfe-Kasten in den Kofferraum schaut, entdeckt er dort ein gefesseltes Mädchen. Sabrina wiederum macht sich weniger Gedanken um ihre Situation als um die Tasche voller Geld, die sich mit ihr im Kofferraum befindet. Kurzerhand bittet sie Chris, das Geld für sie zu verstecken. Doch Chris und Sabrina sind nicht die einzigen, die sich für das Geld interessieren. Schon bald beginnt die Jagd, bei der jeder sein eigenes Ziel verfolgt… Das Buch bietet einen schnellen Einstieg in die Geschichte. Bevor man die Personen richtig kennenlernen kann, ist man schon mittendrin. Der rasante Schreibstil mit kurzen, manchmal abgehackten Sätzen treibt den Leser von Seite zu Seite und lässt wenig Zeit zum Nachdenken. Dies passt gut zu den vielen Ereignissen, die sich in sehr kurzem Zeitraum abspielen. Andererseits hatte ich manchmal das Gefühl, etwas verpasst zu haben. Die handelnden Personen zeichnen sich allesamt durch große Schlagfertigkeit aus, was die Dialoge zu einem Lesevergnügen macht, auch wenn sie dabei an Glaubwürdigkeit verlieren. Interessant finde ich, dass die Motive der Protagonisten immer etwas undurchsichtig blieben und man letztendlich keinen Charakter so gut kennenlernt, als das man seiner sicher ist. Die Handlung erfährt dadurch auch immer wieder neue, oft auch unvorhersehbare Wendungen. ©Tintenelfe www.tintenhain.wordpress.com

Geniales Ende!
Wie lange liegt das älteste eurer ungelesenen Bücher schon bei euch im Regal? „Jackpot“ habe ich circa 2015 gekauft, weil meine damalige Kollegin aus dem Jugendbuch so begeistert davon war. Und für einen Jugendthriller ist es auch wirklich nicht schlecht. Trotzdem hätte ich es früher lesen sollen. Chris kommt auf seiner abendlichen Joggingrunde an einem gerade verunglückten Auto vorbei und will helfen. Der Fahrer ist bewusstlos, im Kofferraum ist ein verletztes Mädchen, das Chris befiehlt, eine der Reisetaschen, die mit ihr im Kofferraum waren, an sich zu nehmen und vom Unfallort wegzubringen bevor die Polizei da ist. Völlig perplex und weil er die Sirenen schon näher kommen hört, verschwindet Chris also mit der Tasche. Schnell ist klar, dass dies die Beute von einem Geldtransporterüberfall sein muss. Natürlich suchen nun mehrere Leute nach dem Geld: das Mädchen, die Polizei, … und schließlich auch Chris und sein Bruder. Wer hier realistische Handlung sucht, ist absolut fehl am Platz, aber davon abgesehen ist die Geschichte gut zu lesen. Einige Plottwists frischen die Suche nach dem Geld auf. Die Charaktere, allen vorweg die Kommissarin, sind abwechslungsreich und bilden ein harmonisches Gebilde an Gegenspielern. Dadurch, dass nie so ganz klar ist, wer auf wessen Seite steht, ergeben sich immer neue Gruppierungen. Mir war es stellenweise etwas zu gewalttätig, aber das ist nur abzug in der B-Note. Das Ende hat mir übrigens besonders gut gefallen. Was würdet ihr mit (legalen) 4 Mio. Euro machen?




