Gemütlicher Krimi mit viel Spannung
Als ich „Rendezvous mit Todesfolge“ in der Bücherei entdeckte, nahm ich es ein bisschen skeptisch mit. Eigentlich war ich auf der Suche nach einem Roman ála Hamish Macbeth oder Der achtsame Mr. Caine. Und als ich Julia Chapmans Buch sah, dachte ich mir, das könnte vielleicht was sein. Und ja, das war was! Es hat nur wenige Seiten gebraucht, bis ich komplett in die spannende Geschichte abgetaucht bin. Samson O’Brien kehrt in seinen Heimatort zurück, den er eher ruhmlos verlassen hat und in dem ihm die meisten Gemüter wenig wohl gesonnen sind. Und ausgerechnet Delilah, deren Familie Samson besonders verletzt hat, ist seine neue Vermieterin. Und die muss den neuen Mieter akzeptieren, denn andernfalls steht die frisch geschiedene Frau vor dem finanziellen Ruin. Als sich dann im beschaulichen Bruncliffe ein tragischer Selbstmord ereignet, tritt die Mutter des Toten an Samson, der mittlerweile eine Privatdetektei gegründet hat, heran und bittet den untergetauchten Polizisten, der Sache auf den Grund zu gehen. Während Samson am Anfang ebenfalls von Selbstmord ausgeht, zeichnet sich nach weiteren seltsamen Unfällen ab, dass es da eine Verbindung geben muss. Und diese Verbindung besteht in der Dating Agentur von niemand geringerem als Delilah. Sprachlich raffiniert und mit absolut großartigen Figuren bestückt, ist „Rendezvous mit Todesfolge“ eine absolute klare Leseempfehlung für alle Fans von gemütlichen, aber nicht weniger spannenden Krimis. Hier kommt einfach alles zusammen: ein bis zu den letzten Seiten spannender Fall, eine tolle Dynamik zwischen den sehr interessanten Figuren und eine malerische Kulisse.


