
Er ist gekommen, aber niemand ist gelaufen
Da haben wir es wieder: Ein Buch mit unpassendem Titel. Ehrlich gesagt hatte mich dieser (der Buchtitel) am meisten an dem Buch angesprochen und nun bin ich enttäuscht. Ja, der verlorene bzw. inhaftierte Sohn kommt zurück zur Familie und ja, da Jeff (der brave jüngere Bruder) Mitglied der Schulfußballmannschaft ist wird auch gelaufen, jedoch nicht aus Angst vor dem zurückgekehrten Mörder. Besser gesagt, sind alle gerade zu hingerissen von dem Heimgekehrten und lassen sich nur allzu leicht um den Finger wickeln. Nicht jedoch Jeff. Er durchschaut seinen Bruder und glaubt keine Sekunde daran, dass er sich geändert hat und seine Tat ernsthaft Bereut. Er ist von Beginn an misstrauisch und versucht vor seinem Bruder zu warnen. Die Sichtweise von Jeff ist es auch, die das Buch etwas rettet. Man kann sich gut in seine Gefühlswelt hineinversetzen und versteht den Struggle, dem er ausgesetzt ist. Was mich an dem Buch stört ist der Schreibstil und wie sich die Personen miteinander unterhalten. Es wirkt wenig natürlich und gerade zu nervig wenn Troy Jeff immer und immer wieder mit „Bruder Jeff“ anspricht. Ich meine, er ist doch kein Mönch, oder? 😅 Und gerade weil es sich um ein Jugendbuch handelt hätte ich mir gewünscht, dass es eben nicht so steif, sondern für eben genau diese Zielgruppe geschrieben wurde. Ich wurde durch das Buch unterhalten, aber eine Empfehlung kann nicht ich leider nicht aussprechen. Auf zum nächsten, hoffentlich wieder besseren, Buch! ✨






