Das Buch berührt und reißt mit
Ich mag Bücher, in denen Pferde eine Rolle spielen und noch mehr mag ich Bücher, die Pferden eine Stimme geben und aufzeigen, was der Mensch im Umgang mit ihnen besser machen könnte. Im gleichnamigen Buch geht es um die dressurmäßig gerittene Stute Enya. Eine verpatzte Dressurprüfung sorgt für Missmut bei ihrer Besitzerin Sofia und zu allem Übel darf sie sich auch noch unschöne Sprüche ihres Freundes Dirk anhören. Ärger mit Dirk, Stress bei der Arbeit und zu allem übel auch zu wenig Zeit für Enya... Nachdem Sofia dann auch noch mitbekommt, dass die Leute, denen sie ihre Stute guten Gewissen während dieser Zeit anvertraut hat, alles andere als fair mit ihrem Pferd umgehen, erleidet sie einen Zusammenbruch. Veränderung muss her und die findet sie bei ihren Großeltern, die ein ganzes Stück entfernt in ihrer alten Heimat wohnen. Dort trifft sie auf Philipp, in dessen Stall Enya untergebracht wird. Durch ihn sieht sie, was mit einer Partnerschaft zwischen Mensch und Pferd auf Augenhöhe möglich ist und sie schöpft wieder neues Vertrauen - in sich und ihr Pferd. Neue Pläne werden geschmiedet und Sofia und Enya geht es zunehmend besser. Werden die beiden wieder ein Team werden und geht es auch für Sofia beruflich wieder aufwärts? Ich habe das Buch um Enya und Sofia geliebt. Es zeigt zwar anfangs die nicht schönen Seiten des Pferdesports auf, aber auch dass es gar nicht so schwierig ist eine tolle Pferd-Mensch-Beziehung in die Wege zu leiten, wenn man den möchte. Für Sofia und Enya war es das Beste, dass sie Philipp im Stall untergekommen sind, der mit viel Einfühlungsvermögen und Horsemanship kommuniziert und somit ganz feine Bände zu den Tieren aufbaut. Das Buch berührt und reißt mit und man hofft so sehr, dass Sophie und Enya wieder zusammenfinden und Sophie sich psychisch wieder fangen kann. Ein tolles Buch für alle Pferdefans.

