Hallo ihr Lieben,
das Buch "Wie Ellie Carr zu leben lernt" von Frances Maynard handelt von Ellie Carr, die Autistin ist und nach einem Unfall ihrer Mama zum ersten mal in ihrem Leben auf eigenen Beinen stehen muss und sich um sich selbst kümmern muss.
Eine herzzerreißende Geschichte, die mir gezeigt hat, dass Autistische Menschen so viel bessere Menschen sind als wir. Ellie versucht so "normal" wie möglich zu sein und schreibt 7 Regeln auf an die sie sich hält um möglichst normal auf andere Menschen zu wirken. Sie war so ein toller Memsch zu jedem Moment, hat nie jemandem weh getan oder war gemein und dachte trotzdem sie wäre nicht richtig.
Ich wollte gerne ins Buch, zu Ellie rennen und sie in den Arm nehmen und ihr sagen, dass mit ihr nichts falsch ist. Menschen mit Autismus haben meinen größten Respekt und ich hoffe jeder Mensch weiß, dass er geliebt wird so wie er ist.
Auf der Buchmesse noch bewundert, zog „Wie Ellie Carr zu leben lernt“ von Frances Maynard neulich bei mir ein. Die liebevolle Gestaltung und Liebe zum Detail hebt den Wunderraum Verlag doch schon sehr von so manch anderem Verlag ab. Alle Bücher, die im Wunderraum Verlag erschienen sind, sind kleine Kunstwerke: Bedrucktes Lesebändchen, gemustertes Vorsatzpapier, besonders edle Bindung — all das lässt das Herz eines jeden Lesers höher schlagen. Wenn dann der Inhalt der Bücher auch noch stimmen würde — doch hier hat mich dieses Buch ein wenig enttäuscht. Doch worum geht es eigentlich? Ellie ist 27, Autistin und wohnt bei ihrer Mutter, die sie vollständig unter ihrer Fuchtel hält. Das Set-Up hat mich doch ein wenig an „Eleanor Oliphant“erinnert, die auch nicht gut mit Menschen kann und auch unter ihrer Mutter leidet. Doch was bei Eleanor grandios umgesetzt wird, hat hier seine Höhen und Tiefen: Nachdem Ellies Mutter ins Krankenhaus muss und nicht wiederzukommen scheint, muss sie sich alleine in der Welt zurecht finden. Zum Glück hat sie noch ihre liebe Nachbarin Sylvia, die ihr mit Rat und Tat beiseite steht, aber dennoch kann sie Ellie nicht vor allen Gefahren beschützen, die hinter der Haustür auf die lauern. Und so muss Ellie auf eigene Faust lernen, wer ihr Freund ist und wer nicht, was diese ganzen Redewendungen bedeuten und wieso ihr Vater nicht der gewesen zu sein scheint, der er vorgab zu sein.
Ellie hat es wirklich nicht leicht. Ihre Mutter spukt ihr Tag und Nacht im Kopf herum, während sie versucht, Familiengeheimnisse zu entschlüsseln und mit der Welt klarzukommen. Als Autistin hat sie es schwer, mit Menschen zu sprechen und Dinge zu verstehen, die für den Leser doch allzu offensichtlich ist. Ellie tastet sich jedoch im Laufe des Buches immer weiter voran und gerät in Situationen, die keine Frau jemals erleben sollte und findet sich zudem noch inmitten von den Familienstreitigkeiten ihrer Nachbarin wieder — und sie soll der Verursacher sein. Durch ein Internetforum erfährt sie schließlich, dass sie nicht die Einzige „ihrer Art“ ist und sie beginnt, sieben Regeln aufzuschreiben, die ihr es leichter machen sollen, mit Menschen zu kommunizieren und dem Mythos „Kommunikation“ auf den Grund zu gehen:
[…] Die Website behauptet, Normale wüssten immer instinktiv, wie sie sich verhalten sollen. Menschen mit meinem Leiden jedoch müssten das lernen. Mein Kiefer verkrampfte. […] Warum waren es die Menschen mit meinem Leiden, die sich ändern mussten? Tränen standen mir in den Augen, als ich die Daunendecke wegstieß. Weil Menschen mit meinem Leiden in der Minderheit waren: Normal war nun einmal der Lauf der Welt.
Dieses Buch erzählt glaubwürdig von jemandem, der sein ganzes Leben behütet daheim verbracht hat und den ersten tapsigen Schritten nach draußen. Es ist schön, Ellie zu beobachten und ihr zuzuschauen, wie sie immer besser mit den Schwierigkeiten, die die Welt bereithält, zurecht kommt, und doch fehlt etwas.
Die vollständige Rezension findet ihr auf dem Blog: https://killmonotony.de
Auf der Buchmesse noch bewundert, zog „Wie Ellie Carr zu leben lernt“ von Frances Maynard neulich bei mir ein. Die liebevolle Gestaltung und Liebe zum Detail hebt den Wunderraum Verlag doch schon sehr von so manch anderem Verlag ab. Alle Bücher, die im Wunderraum Verlag erschienen sind, sind kleine Kunstwerke: Bedrucktes Lesebändchen, gemustertes Vorsatzpapier, besonders edle Bindung — all das lässt das Herz eines jeden Lesers höher schlagen. Wenn dann der Inhalt der Bücher auch noch stimmen würde — doch hier hat mich dieses Buch ein wenig enttäuscht. Doch worum geht es eigentlich? Ellie ist 27, Autistin und wohnt bei ihrer Mutter, die sie vollständig unter ihrer Fuchtel hält. Das Set-Up hat mich doch ein wenig an „Eleanor Oliphant“erinnert, die auch nicht gut mit Menschen kann und auch unter ihrer Mutter leidet. Doch was bei Eleanor grandios umgesetzt wird, hat hier seine Höhen und Tiefen: Nachdem Ellies Mutter ins Krankenhaus muss und nicht wiederzukommen scheint, muss sie sich alleine in der Welt zurecht finden. Zum Glück hat sie noch ihre liebe Nachbarin Sylvia, die ihr mit Rat und Tat beiseite steht, aber dennoch kann sie Ellie nicht vor allen Gefahren beschützen, die hinter der Haustür auf die lauern. Und so muss Ellie auf eigene Faust lernen, wer ihr Freund ist und wer nicht, was diese ganzen Redewendungen bedeuten und wieso ihr Vater nicht der gewesen zu sein scheint, der er vorgab zu sein.
Ellie hat es wirklich nicht leicht. Ihre Mutter spukt ihr Tag und Nacht im Kopf herum, während sie versucht, Familiengeheimnisse zu entschlüsseln und mit der Welt klarzukommen. Als Autistin hat sie es schwer, mit Menschen zu sprechen und Dinge zu verstehen, die für den Leser doch allzu offensichtlich ist. Ellie tastet sich jedoch im Laufe des Buches immer weiter voran und gerät in Situationen, die keine Frau jemals erleben sollte und findet sich zudem noch inmitten von den Familienstreitigkeiten ihrer Nachbarin wieder — und sie soll der Verursacher sein. Durch ein Internetforum erfährt sie schließlich, dass sie nicht die Einzige „ihrer Art“ ist und sie beginnt, sieben Regeln aufzuschreiben, die ihr es leichter machen sollen, mit Menschen zu kommunizieren und dem Mythos „Kommunikation“ auf den Grund zu gehen:
[…] Die Website behauptet, Normale wüssten immer instinktiv, wie sie sich verhalten sollen. Menschen mit meinem Leiden jedoch müssten das lernen. Mein Kiefer verkrampfte. […] Warum waren es die Menschen mit meinem Leiden, die sich ändern mussten? Tränen standen mir in den Augen, als ich die Daunendecke wegstieß. Weil Menschen mit meinem Leiden in der Minderheit waren: Normal war nun einmal der Lauf der Welt.
Dieses Buch erzählt glaubwürdig von jemandem, der sein ganzes Leben behütet daheim verbracht hat und den ersten tapsigen Schritten nach draußen. Es ist schön, Ellie zu beobachten und ihr zuzuschauen, wie sie immer besser mit den Schwierigkeiten, die die Welt bereithält, zurecht kommt, und doch fehlt etwas.
Die vollständige Rezension findet ihr auf dem Blog: https://killmonotony.de