Der Klappentext klang vielversprechend; die Themen interessant und genau nach meinem Geschmack. Nach dem Lesen bin ich nun unschlüssig, was ich genau von dem Roman halten soll. Einerseits sind die historischen Einblicke interessant. Andererseits ist der Erzählstil äußerst unaufgeregt und unnahbar. Dadurch bleiben die Figuren auf Distanz; denn selbst die dramatischsten Ereignisse werden ohne große Emotionen erzählt. Das macht es für mich als Leserin schwer - zu vieles wird nur angedeutet oder in aller Kürze erzählt. Dies wird zusätzlich durch die Zeitsprünge erschwert. Alles in allem nichts für Leser, die Spannung, tiefgründige Emotionen und eine aktionsreiche Handlung bevorzugen.
Konnte mich nicht ganz überzeugen
Erzählt wird die gemeinsame Geschichte von Bertha und Hanna die ersten Reederinnen Europas. Die Geschichte der beiden Frauen ist wirklich gut recherchiert und auch der Schreibstil gefiel mir gut. Aber leider plätschert die Geschichte ruhig vor sich hin. Teilweise fehlte mir auch ein bisschen die Romantik. Die Liebe der beiden wird sehr sachlich erzählt was ich schade fand, da ich nicht so wirklich den Draht zu den beiden Charakteren fand. Ich hätte mir manchmal auch mehr Bezug auf die jeweiligen Zeitgeschehen, wie die Frauenbewegung , etc. gewünscht. Das hätte thematisch gut gepasst und bestimmt nochmal viel Abwechslung in die doch sehr unaufgeregte Geschichte gebracht. Ein wirklich spannendes Thema, das sehr viel Potential für eine spannende Geschichte hätte. Leider konnte mich dieses Buch nicht ganz überzeugen, auch wenn ich den Schreibstil an vielen Stellen sehr schön fand.
Zu poetisch
LESETIPP FÜR??? Leser, die sich für die Seefahrt und Frauen interessieren, aber keine Probleme mit Längen und einem poetischen Stil haben.


