Es gibt Bücher, die einen mit aufs Wasser nehmen und dann nicht mehr von Bord lassen. "Blaues Wunder" ist genau so ein Buch. Die gesamte Handlung spielt sich auf einer Yacht ab, und genau dieses geschlossene Setting macht den Roman zu einem echten Kammerspiel. Es gibt kein Entkommen, keinen Ortswechsel, keine Ablenkung, nur die Enge des Schiffs, das Schaukeln des Meeres und die Menschen, die einander auf engstem Raum aushalten müssen.
Schon nach den ersten Seiten spürt man die Dekadenz förmlich durch die Zeilen tropfen. Champagner, Designerklamotten, eine Crew, die jeden Wunsch erahnt, bevor er ausgesprochen wird, und mittendrin der Yachtbesitzer, um dessen Gunst und Geschäftspartnerschaft sich gleich mehrere Männer auf fast schon unangenehm eifrige Weise bemühen. Freytag zeichnet diesen Wettlauf um Anerkennung und Macht mit feinem Gespür für Status-Spielchen, ohne dabei ins Karikaturhafte abzugleiten.
Besonders gelungen finde ich, dass nicht die Männer die eigentlichen Stars der Geschichte sind, sondern ihre Ehefrauen. Sie sind diejenigen, die im Hintergrund die Fäden ziehen, beobachten, urteilen und am Ende vielleicht mehr über das Spiel wissen als ihre Partner. Diese Verschiebung der Perspektive gibt dem Roman eine angenehme Note und macht die Charaktere insgesamt vielschichtiger, als man es bei diesem Setting zunächst erwarten würde.
Apropos Charaktere: Die meisten von ihnen besitzen tatsächlich eine bemerkenswerte Tiefe. Man lernt sie nicht nur über ihre Masken kennen, sondern auch über die Brüche darunter. Zugegeben, an manchen Stellen wirkt das Ganze ein wenig konstruiert, manche Wendungen fügen sich fast zu glatt ins Gesamtbild, manche Dialoge scheinen eher auf den nächsten Twist hinzuarbeiten als organisch zu entstehen.
Ein Satz aus dem Buch hat sich bei mir besonders festgesetzt:
"Wenn ein Urlaub schön war, will man nie, dass er endet. Weil man denkt, es würde für immer gut bleiben, wenn man nur dortbliebe, als wäre das Glück an den Ort gebunden, den man bald verlässt." (S. 244)
Dieser Gedanke fasst eigentlich den ganzen Roman zusammen, die Illusion, dass Glück an einen Ort, an Reichtum, an Schein gebunden sei, und wie schnell diese Illusion auf einer Yacht mitten im Meer zerbrechen kann.
Trotz kleiner Schwächen in der Figurenkonstruktion bleibt "Blaues Wunder" so ein dichtes, atmosphärisches Kammerspiel voller Dekadenz, Geheimnisse und überraschender Wendungen, für das ich eine klare Leseempfehlung ausspreche. Am besten mit einem Glas Sekt in der Hand und dem Gefühl, selbst kurz an Bord zu sein.
Unterhaltsam, prickelnd, voller Geheimnisse und Wendungen
"BlaueS Wunder" lag bei mir viel zu lange auf dem Stapel ungelesener Bücher und jetzt frage ich mich, warum eigentlich. Anne Freytag serviert hier eine wunderbar unterhaltsame Mischung aus Geheimnissen, zwischenmenschlichem Chaos, Intrigen und überraschend viel Humor.
Besonders gefallen hat mir das Setting mit den drei Paaren, die alle ihre eigenen Macken, Probleme und gut gehüteten Geheimnisse mitbringen. Dadurch wird die Geschichte nie langweilig, weil ständig irgendwo etwas brodelt. Die Figuren sind zwar nicht immer vorbildlich, aber gerade deshalb spannend zu beobachten.
Der Schreibstil liest sich angenehm flüssig. Die Handlung erinnerte mich stellenweise stark an eine bestimmte Streaming-Serie (ich verrate nicht welche) und das meine ich durchaus als Kompliment.
Und: Die erotischen Szenen haben durchaus das Potenzial, die Temperatur subjektiv um ein paar Grad steigen zu lassen (was bei aktuell 34 Grad echt schwierig ist :D) Sie sind geschmackvoll, sinnlich und deutlich besser geschrieben als man es oft in Romanen dieses Genres findet.
Fazit: Ein überraschend fesselnder, humorvoller und stellenweise sehr prickelnder Roman, der mich bestens unterhalten hat. Wer Geschichten über Beziehungen, Geheimnisse und menschliche Abgründe mit einer guten Portion Charme mag, sollte diesem Buch definitiv eine Chance geben.
Dieser Roman ist überraschend spannend gewesen. Ich bin völlig begeistert von dem Schreibstil, dem Spannungsbogen und den kurzen Kapiteln. Es spielt auf einer Yacht irgendwo auf den Philippinen. Ein Millionär und Unternehmer lädt mit seinem Sohn und Frau die beiden wichtigsten Mitarbeiter seiner Bank inklusive ihrer Frauen auf seine Yacht ein. Man startet direkt auf der Yacht, die drei Frauen berichten aus ihrer Perspektive über die Ereignisse auf der Yacht und geben tiefe Einblicke in dramatische Ereignisse, Hintergründe und Beziehungen. Ein Knallerbuch.
Hochspannung bis zum Schluss !
Dabei ist es gar kein Krimi, sondern vielmehr ein Kammerspiel, da wir nur 7 Personen auf einer Luxusyacht begleiten und ich mit großem Spaß ihren Macht- und Psychospielchen folgen durfte. Der Roman wird von den 3 Ehefrauen erzählt und mir ist sehr schnell klar geworden, dass jeder seine Rolle spielt und es viele verborgene Geheimnisse gibt. Nach und nach bröckeln die Fassaden und es ergeben sich spannende Konstellationen zwischen den Protagonisten.
Diese Entwicklung schildert Anne Freytag sehr packend und mit einer großen Sogwirkung, die mich das Buch nicht aus der Hand legen ließ. Ein Schuss Erotik und die tolle Erzählweise haben das Buch zu einem Highlight für mich gemacht und ich bin jetzt sehr auf ihre anderen Bücher gespannt !
Ja, es gab hier und da bissigen Humor und Pageturner-Momente, im großen und ganzen aber konnten mich weder der Schreibstil noch der Plot so richtig überzeugen. Die Figuren waren alle ziemlich stereotyp und die beiden Frauen Nora und Franziska so blass gezeichnet, dass ich sie bis zum Schluss nicht auseinander halten konnte. Immer wieder musste ich überlegen, in welcher Konstellation sie da waren und wie nochmal ihr Background war. Ein stimmiges Gesamtbild hat sich nicht ergeben. Nette Ideen, die offenbar den Zeitgeist bedienen, aber die sehr oberflächlich blieben. Für mich blieb das Buch zäh und klischeebeladen.
Der Schreibstil ist so unglaublich gut und das lesen hat total Spaß gemacht. Sehr faszinierend an den ehrlichen Gedanken der drei Frauen teilzunehmen und ihr teilweise sehr gegensätzliches Verhalten zum wahren des Scheins ⭐️
Eine Yacht, drei Paare und ein Sohn, jede Menge Geheimnisse und Intrigen - klingt doch nach dem perfekten Sommer.
Für mich hatte die Geschichte durchgehend White Lotus-Vibes. So sehr, dass mir der Titelsong seit gestern nicht mehr aus dem Kopf geht. Und ja, ich meine genau DEN Titelsong. Falls ihr jetzt auch einen Ohrwurm habt: bitte, gern geschehen. 🤝🏻
Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen und musste unbedingt wissen, ob jeder am Ende das bekommt, was er verdient!
⭐️
Plot: 5
Lesbarkeit: 5
Länge: 5
Ende: 5
🧭 Die Geschichte spielt auf einer Luxusyacht. Der reiche Geschäftsführer Walter lädt zwei seiner besten Mitarbeiter mit ihren Ehefrauen auf seine Yacht ein. Worum es genau geht bleibt offen. Die Geschichte wird aus der Perspektive der drei Ehefrauen erzählt und was zunächst wie eine gut erzählte Geschichte mit belanglosen Plot beginnt, endet in einem Chaos.
💭 Diese Geschichte hat alles was eine gute Geschichte braucht: schönes Setting, Spannung, interessante Charaktere und einen sehr schönen Schreibstil. Mit Liebe zum Detail beschreibt Freytag die Beziehungen der Charaktere. Innerhalb weniger Seiten lernt man sie alle kennen und hassen. Alle tragen Geheimnisse mit sich und keiner präsentiert seinen wahren Charakter und seine tatsächliche Intention. Das macht das Ganze so fesselnd und spannend bis zur letzten Seite. Als ich umgeblättert habe und es vorbei war, war ich überrascht und wollte am liebsten noch 200 weitere Seiten über das weitere Leben der Charaktere lesen. Genau das ist es, was ich von einem Buch erwarte. Insofern hat es dieses Buch mit Leichtigkeit auf meine Lieblingsbuch-Liste geschafft.
📖 Ganz große Leseempfehlung an alle. Es ist ein ganz wunderbares Urlaubsbuch. Nicht zu langweilig, aber auch nicht blutig oder eklig. Durch die vielen Charaktere sollte man es nicht zu lange pausieren. Ich kann mir vorstellen, dass man sonst mit den Namen durcheinander kommt. Das unterstützt meine These, dass es das perfekte Urlaubsbuch ist.
Es hört sich traumhaft an: Ein Sommer auf einer Yacht vor den Philippinen, Personal, das einem jeden Wunsch von den Lippen abliest und sieben erfolgreiche Menschen, die gemeinsam einfach entspannen. Doch der Schein trügt, denn jede*r der sieben Personen verfolgt seine ganz eigenen Ziele, nicht immer zum Wohl der anderen. Gastgeber*innen sind Walter und seine Frau Rachel, auch ihr Sohn David ist mit auf dem Boot. Walter ist Chef einer großen Bank, eingeladen hat er seine beiden besten Mitarbeiter Ferdinand und Kilian mit deren Frauen Nora und Franziska. Sowohl Ferdinand, als auch Kilian spüren, dass es hier um mehr geht - aber um was? Und zu welchem Preis?
Ab Seite eins baut Anne Freytag in ihrem Roman "Blaues Wunder" eine beinahe unerträgliche Spannung auf, mit jeder Seite wurde ich tiefer in diese Geschichte aus Lügen, Intrigen und Machtspielchen hinein gesogen. Das Lesen hat mir unglaublich Spaß gemacht, ein Plot Twist folgt auf den nächsten, dazu kommen sehr kurze Kapitel aus Sicht der drei Frauen auf dem Boot. "Blaues Wunder" ist sehr gut konstruiert, legt eine tolle Figurenentwicklung hin und wartet mit einem besonderen, beinahe klaustrophobischen Sommer-Setting auf einer Yacht im Pazifik auf - eines der fesselndsten Bücher, das ich seit Langem gelesen habe!
👥️Charaktere: 2,5/5
💕Romance: 3/5
🌶Spice: 4/5
🖋Schreibstil: 3/5
🏁Plot: 2,75/5
✨️Setting/Atmosphäre: 3/5
🎉Spaßfaktor: 3/5
👥️Die Charaktere fand ich irgendwie von Anfang an recht unsympathisch. Bei den Männern kann ich mir vorstellen, dass es Absicht so war, aber auch zu den Frauen konnte ich keine Verbindung aufbauen. Mir kamen die Charaktere leider sehr oberflächlich vor und dass die erst gegen Ende des Buches geschafft haben, für sich einzustehen, fand ich leider etwas spät...
💕Da es um Pärchen auf einer Yacht geht, spielt hier Romance auch eine große Rolle. Allerdings eher, wie es nach Jahren in einer Beziehung aussieht und nicht, wenn man frisch verliebt ist.
🌶Mir war es auch leider viel zu spicy. Ständig ging es nur darum oder wer wen betrogen hat, wer wen heiß findet, etc.
🖋Auch der Schreibstil hat mir leider nicht so gut gefallen wie beim ersten Buch, dass ich von Anne Freytag gelesen habe. Ich bin kaum in die Geschichte reingekommen und habe auch viel mehr Tiefe erwartet.
🏁Der Plot war ganz in Ordnung, konnte mich aber leider auch nicht so ganz überzeugen. Vor allem das Ende... hätte mir da was anderes gewünscht. Auch wenn das Buch vermutlich die Realität von vielen Beziehungen zeigt, war es mir leider zu oberflächlich.
✨️Das Setting mit der Yacht fand ich ganz cool und hat auch gut zur Geschichte gepasst
🎉Insgesamt muss ich leider sagen, dass mich das Buch eher enttäuscht hat, nachdem mir das andere Buch der Autorin so gut gefallen hat.
2.5 - gut geschrieben, aber auf Grund der Vorhersehbarkeit und Stereotype einfach nicht so meins. Liebe aber die Kritik am Patriarchat und die Darstellung der zum Teil sehr realistischen Beziehungen!
Ein kurzweiliger, sommerlicher Roman über das wahre Schicksal reicher Menschen.
Anne Freytag macht mit ihrem Buch einmal mehr deutlich, dass Reichtum immer auch mit vielen Problemen, insbesondere innerhalb familiärer Strukturen einhergehen. Ihr Roman ist ein spannender Einblick, der sich entspannt wegschmökern lässt und der einen häufig auch schmunzelnd und nachdenklich zurücklässt.
Ein süchtigmachender Pageturner mit mutigen Protagonistinnen
Nachdem mir vor ein paar Jahren der Thriller der Autorin nicht so zugesagt hatte, habe ich erstmal zu keinem weiteren Buch der Autorin gegriffen. Doch über dieses Buch habe ich so viel Positives gehört und der Klappentext klang vielversprechend, daher habe ich es nochmal mit einem Buch von Anne Freytag versucht und wurde nicht enttäuscht. Das Buch war so fesselnd, dass ich es kaum aus der Hand legen konnte. Ich mochte es, dass aus der Perspektive der drei Frauen erzählt wurde und somit nach und nach die schöne Fassade der High Society und ihrer Ehen bröckelte. Doch vor allem feiere ich die drei starken und mutigen Protagonistinnen, die über sich hinaus wachsen und zusammenhalten, obwohl man eigentlich von ihnen erwartet, dass sie Konkurentinnen sind. Anne Freytag zeigt anhand einer etwas überspitzten Geschichte, was von Frauen erwartet wird, wie gefangen und unselbständig sie in einer Ehe sein können und dass man dabei nie seine Cleverness und Beobachtungsgabe verlieren darf. Eine großartige Geschichte, die im Kopf bleibt.
Puh, da hatte ich etwas ganz anderes erwartet. Der Plot ist klar, machthungriger perfider Chef lädt zu einem Trip auf seiner Yacht ein. Eingeladen sind zwei seiner engsten Angestellten mit ihren Frauen, die um seine Anerkennung buhlen. Ich hatte gehofft, es kommt zu gewitzten und interessanten Gesprächen und Schlagabtäuschen.
Leider ging es meistens darum, dass die Männer Walter (der Chef) hörig waren und die Frauen auf die Männer angewiesen. Zwar können sich zum Schluss alle drei Frauen auf ihre Weise befreien, aber diese deprimierte Stimmung während des Trips hat mich echt angestrengt.
Diese Männerfiguren, ihr Gebaren, ihr Verhalten und ihre Pläne haben mich total angeekelt. Die scheinbar ausweglose Situation der Frauen, die sich überdeutlich durch den Ort der Handlung, auf einer Luxusjacht mitten im Meer, zeigt, wird aber von Anfang an aufgeweicht durch die Tatsache dass nur aus der Sicht der weiblichen Figuren erzählt wird. Sie brechen das Spiel von Konkurrenz auf und solidarisieren sich im inneren Geschehen. Sehr spannend und wirklich toll erzählt.
Ein tolles, kuezweiliges Buch.
Super Schreibstil, tolle Geschichte, bei der die Autorin uns mit auf eine Yacht nimmt.
Nach außen hin scheint alles perfekt, doch unter den (Ehen-)Oberflächen brodelt es.
Didn’t work for me at all.
I’m starting to realize that books with multiple perspectives told mostly through inner monologues not only bore me to death, but also make me cringe a little 😅 There’s often something so awkward and unnatural about the way characters describe themselves, and instead of pulling me into the story, it just takes me right out of it.
On top of that, neither the content nor the characters’ life choices really did much for me, so I struggled to stay invested the whole time.
Ich werde von Anne Freytag einfach nie enttäuscht. 🩵
Für mich sind das klare 4 von 5 Sterne. ⭐️⭐️⭐️⭐️☆
„Manchmal hilft es, unterschätzt zu werden. Auf Kommando lächeln zu können. Von jedem für freundlich gehalten zu werden. Manchmal ist die kleine Schwester von Scheiße eine Chance. Ein Türöffner.“ ⛵️🌊🌴
Blaues Wunder hat mich vor allem wegen des wie immer starken Schreibstils von Anne Freytag abgeholt.
Die Story braucht zwar ein bisschen, um in Fahrt zu kommen, aber ich wollte trotzdem die ganze Zeit weiterlesen. ✨
Die Charaktere haben sich total echt angefühlt und standen für mich viel mehr im Fokus als die Spannung, was ich richtig mochte. Das Ende war zwar etwas vorhersehbar, hat aber einfach super gut gepasst. 🩵
Für mich ein ruhiges, aber sehr starkes Buch. Ich hatte auf jeden Fall Spaß bei dieser Story. ✨
"Und jetzt stehe ich hier mitten im Ozean, das erste Mal seit so vielen Jahren wieder im Wasser - ich und sechs andere, die sich nichts zu sagen haben, aber andauernd reden."
Ich bin begeistert!!! Der Schreibstil hat mich sofort gepackt! Dann diese kurzen Kapitel, die zum endlosen Weitersuchten, frei nach dem Motto: "Ach, ein Kapitel geht noch.", verleiten. Und dann natürlich die Story!!! 😱 Von toxischer Männlichkeit, über Sehnsüchte, hin zu vermeintlich schwachen Frauen, spannenden Zwischenmenschlichkeiten und Einblicke in das Seelenleben der Protagonisten... Es war alles dabei. Super gut beobachtet und miteinander verknüpft und verwoben.
Es hat so Spaß gemacht, dieses Buch zu lesen, das mit einer leisen Spannung beginnt, die anschwillt und sich durch das ganze Buch zieht.
Dieses Buch wird mir noch lange im Kopf bleiben. Soviel in der Geschichte hab ich nicht kommen sehen.
Wieder klare Leseempfehlung ❤️ von mir!
War eine spannende Geschichte. Der Klappentext hat sich auch spannend angehört. und mich gefragt warum die alle auf einem Schiff Urlaub machen. Was ist der Grund? 🧐🤔
Leicht zulesen und kurze Kapitel das man immer weiter lesen wollte.
Männer, die regieren…Frauen, die gehorchen… oder? 🤷🏻♀️😉
Ein unterhaltsamer Blick in eine Welt voller Geld, Macht und gesellschaftlicher Spielchen. Männer, die regieren, Frauen, die gehorchen – oder vielleicht doch eher umgekehrt? 😉
Ich mochte das Buch. Es ist angenehm und flüssig geschrieben, sodass man schnell in die Geschichte eintaucht. Für mich war es ein perfektes Urlaubsbuch: leicht zu lesen, kurzweilig und genau die Art von Lektüre, bei der man gar nicht merkt, wie schnell die Seiten verfliegen.
Ich werde den Abend hinter mich bringen, weil die Alternative keine ist: zurückziehen und sich leidtun.
Richtig gutes Buch, mit vielen klugen Sätzen…
Drei Frauen von drei erfolgreichen Männern, zusammen auf einer Yacht, Geld spielt keine Rolle, wer macht Kartiere, ist eigentlich irgendjemand glücklich und zufrieden?
Ich werde nichts verraten, aber nur so viel: wer hoch hinaus will, kann auch tief fallen.
Unterschätzte Frauen bestimmen dieses Buch.
Klasse Erzählweise, es liest sich flüssig und zügig.
Sehr zu empfehlen (auch für erfolgreiche Geschäftsmänner 😉)
Es lässt sich leicht lesen. Die kurzen Kapital machen es leicht. Manchmal ist es ein wenig langweilig. Thematisch sicher interessant aber es stellt eine gesellschaftliche Schicht dar, die die wenigsten Menschen erfahren und leben werden
"Zu Beginn war es nur die Ahnung von etwas. Wie Wind, der aufzieht und Gewitterwolken vor sich hertreibt. Ein Gefühl wie Elektrizität in der Luft.
Mit dem, was dann folgte, habe ich nicht gerechnet.“
Es ist ihr riesiges Boot, auf das Walter und Rachel Bronstein zwei Paare einladen: Nora und Ferdinand Mattern. Franziska und Kilian Dannenberg. Auf ihrer Luxusyacht mit dem wenig subtilen Namen Predator, die irgendwo auf dem philippinischen Meer vor Anker liegt, ist alles vom Feinsten. Hier trifft Minimalismus auf Moderne. Krabbencocktail auf Champagner. Anzug auf Abendkleid.
Doch was auf den ersten Blick wie ein Luxusurlaub wirkt, ist alles andere als das. Denn das gemeinsame Dinieren, die Ausflüge und das oberflächliche Geplänkel der drei Paare dient nur einem Zweck: Walters Nachfolger in der Kanzlei zu werden. Sowohl Ferdinand als auch Kilian werden dafür in Betracht gezogen. Beide haben lange darauf hingearbeitet. Beide sind scharf auf den Posten. Und um ihn zu kriegen, gehen sie bis an ihre Grenzen und darüber hinaus.
Doch als die Spiele so langsam an Fahrt aufnehmen, weiß am Ende keiner mehr so recht, ob er dieses Spiel überhaupt mitspielen will und von wem es eigentlich ausgeht …
„Es ist ein perfektes Dinner auf einem perfekten Boot mit perfekten Menschen. Nur dass nichts davon echt ist.“
„Blaues Wunder“ hat mich von den Socken gehauen. Ich bin durchgerauscht durch diese Geschichte, die so laut ist und doch so leise. In der man nur als Leser*in so wirklich Einblick in das Innenleben der Figuren bekommt, während die Figuren sich selbst lediglich von außen betrachten, nur erahnen können, was im Gegenüber so wirklich vorgeht.
Es ist die perfekte Inszenierung, die Anne Freytag in ihrem Roman geschaffen hat. Eine Welt, die mehr Schein ist als Sein. Drei Ehepaare im scheinbaren Einklang miteinander. Es wird gelächelt und geplaudert, fein diniert und im Meer getaucht. Doch dann erscheint der Sohn der Bronsteins auf der Bildfläche: David – jung, attraktiv und rebellisch. Seine Unangepasstheit sticht hervor. Es ist offensichtlich, dass ihn sein Vater nicht dabeihaben wollte. Gleichgültig jagt er seinen Zigarettenrauch über die Yacht und zeigt mehr als deutlich, dass ihm alles scheißegal ist: Sein Vater, die Gespräche, das ganze Tamtam. Nur Nora nicht. Die zieht er mit seinen Blicken förmlich aus. Eine knisternde Spannung liegt in der Luft.
Wir blicken in wechselnden Perspektiven der Frauen auf das Schauspiel, sowohl aus der Sicht der einladenden Rachel Brontstein als auch der eingeladenen Nora Mattern und Franziska Dannenberg und werden Teil dieser Schmierenoper, als die sich das Zusammentreffen der Ehepaare beim genaueren Hinsehen entpuppt. Während die Gespräche, die Vertrautheit, die nach vielen Jahren immer noch anhaltende Verliebtheit der Ehepaare voreinander perfekt abgespult wird, lassen die Figuren in ihren Kabinen die Hüllen fallen und zeigen mehr als deutlich ihre Haltung zueinander.
„Ferdinand will gewinnen, das weiß ich – nur was, weiß ich nicht. Er hat diesen Blick, ein beständiger Hunger, den ich dort lange nicht gesehen habe. Mein Mann verfolgt eine Ziel, etwas, wobei ich von Nutzen sein kann, sonst wäre ich nicht hier, Teil einer Strategie, in die er mich nicht eingeweiht hat. Andererseits hat er das nie getan, mich eingeweiht. Er sagt, ich bin am besten, wenn ich improvisiere. Als wäre unser Leben ein Scheißtheaterstück. Und irgendwie ist es das. Eine Inszenierung, eine Farce, und doch muss ich zugeben, dass ich den Schein mag, ihn und das Licht, in das er mich rückt.“
„Ich unterstreiche Ferdinand., bin sein Accessoire, stets an seiner Seite. So wie jetzt. Ich lache an den richtigen Stellen, höre gebannt zu und nicke interessiert, selbst dann, wenn mich die Themen zu Tode langweilen. Wir sind ein Team, mein Mann und ich. Wir sind es seit Jahren, sind es immer gewesen.“
Schnell wird deutlich, dass die Frauen auf dieser Reise nur Mittel zum Zweck sind. Dass sie die „Asse im Ärmel“ ihrer Männer sind, eine Rolle zu spielen haben, die ihnen auferlegt wurden. Sie sind die perfekten Anhängsel. Und während es anfangs den Anschein macht, dass sie sich damit arrangiert haben, gibt der Blick in ihr Innerstes etwas ganz anderes preis. Dort herrscht ein Kampf mit inneren Dämonen: mit unerfüllten Träumen und Bedürfnissen, mit ungestillter Lust und Begierde und prägenden Erlebnissen. Es sind Päckchen, die sie allesamt zu tragen haben und die schwer auf ihren Schultern wiegen.
Während Rachel anfangs nur die Beobachterin ist und neugierig das Gebaren ihrer Gäste beäugt, diesen amüsanten Wettstreit, zu dem ihr Mann aufgerufen hat und in dem es einzig und allein darum zu gehen scheint, dass sich alle seinem Willen beugen, lässt uns Freytag nach dem ersten Drittel auch ihre Perspektive einnehmen, die so ganz anders ist, als erwartet.
„Ich liege in der Hängematte und schaue über den Rand meines Buchs. Palmwedel, die sich im Wind wiegen, Meeresrauschen, leise Musik, zwei Paare, mein Mann, mein Sohn, der Geruch von Sonnencreme. Schön, was man mit Geld alles kaufen kann. Spaß, Yachten, ganze Inseln. […] Ich habe früh gelernt, Geheimnisse für mich zu behalten. […] Ich habe dieses Wissen nie als Last empfunden, eher als Macht. Als Notgroschen, den man für schlechte Zeiten aufgebt. Wie ein Säckchen Gold, das man im Klavierkasten versteckt, oder das gute Geschirr, das man kurzerhand im Wald vergräbt, bevor der Russe kommt.“
„Ich weiß aus erster Hand, dass Ehe nichts mit Liebe zu tun hat. Sie ist eine Verkleidung für den Vertrag, der sie eigentlich ist. Ein Abkommen, das Abhängigkeiten regelt und jedem seinen Platz zuweist.“
Und plötzlich zeichnen sich langsam aber sicher Risse ab und die makellose Fassade beginnt zu bröckeln. Spätestens, als Walter Brontstein zu einem lächerlichen Spiel aufruft, bei dem es u.a. darum geht, die Hüllen fallen zu lassen (und das nicht nur im symbolischen Sinne), wachen die Figuren so langsam auf und entledigen sich ihrer zugewiesenen Rollen. Es sind Machtspielchen. Es ist Erniedrigung. Erwartet Walter Unterordnung oder doch vielmehr Widerstand?
Während es den eingeladenen Ehepaaren anfangs nur darum geht, zu gefallen und sich gegenseitig auszustechen, zeigt sich mit einem Mal der innere Kern so mancher Figur, entblößt die Schwachstellen und die unausgewogenen Ehekonstrukte, in denen die Paare allesamt feststecken. Die Enge der Yacht wird plötzlich bedrückend. Sie ist einengend. Doch wohin soll man fliehen, wenn man irgendwo im weiten Meer vor sich hintreibt?
„Cut The Crap? […] „Das Spiel besteht aus Fragen und Aufgaben“, erwidert Walter. „Man lernt sich dabei besser kennen. Sich selbst und andere.“ Auch das noch. Ich bin bekifft. Trotzdem weiß ich, dass das keine gute Idee ist. Erst recht nicht, wenn sie von Walter kommt. Der soll mich nicht besser kennenlernen. Und wenn ich ehrlich bin, gilt dasselbe auch für mich. Ich habe vor Jahren eine Postkarte gesehen, auf der stand: Wenn man lange genug in sich geht, kommt man irgendwann auf der anderen Seite wieder raus. Diesen Rundgang habe ich bereits mehrfach hinter mir. Zwei Mal allein, ein Mal mit einer Therapeutin. Ich will nicht auf noch mehr Dämonen stoßen. In meinem Inneren geht es ohnehin zu wie in einem Zoo.„
Und mit einem Mal scheint es gar nicht mehr darum zu gehen, dieses Spiel zu gewinnen, sondern vielmehr die Macht über sich selbst zurückzuerlangen. Das Leben in geordnete Bahnen zu lenken. Dabei bleiben die Frauen über all die Zeit einander distanziert und nähern sich doch auch irgendwie einander an. Ich konnte am Ende eine stillschweigende Übereinkunft zwischen ihnen wahrnehmen.
Es passiert noch so viel mehr auf diesen 256 Seiten, was ich an dieser Stelle erwähnen könnte, es aber nicht tun werde. Denn ich möchte den Überraschungseffekten und unvorhersehbaren Wendungen nicht vorneweggreifen, dem Roman nicht an Kraft und Unterhaltungswert nehmen, den er für mich mitgebracht hat. Ich bin absolut begeistert, was für eine präzise Beobachterin Anne Freytag ist und wie sie nicht davor zurückschreckt, Dinge auszusprechen, die oftmals im Verborgenen bleiben. Während gestern bereits ihr neuer Roman „Laute Nächte“ beim Kampa Verlag erschienen ist, wollte ich es mir nicht nehmen lassen, euch vorher noch dieses grandiose Werk ans Herz zu legen, das genau heute vor einem Jahr erschienen ist und das mich so mordsmäßig unterhalten hat wie schon lange kein anderers mehr.
Ich bin mir sicher, dass auch du dein blaues Wunder erlebst …
Irgendwie weiß ich nicht was ich von dem Buch halten soll.
Drei Paare und ein erwachsener Sohn auf einer Yacht machen Urlaub.
Nora und Ferdinanad, Franziska und Kilian, Rachel und Walter mit ihrem Sohn David.
Walter ist der Chef von Ferdinand und Kilian. Das die Reise irgendeinen Grund wegen der Firma hat wissen alle, nur welchen wissen sie nicht. Alle versuchen vor dem Chef zu glänzen.
Das Buch wird abwechselnd aus der Sicht der drei Frauen erzählt. Man erfährt das die Ehen alle nicht so sind wie nach außen dargestellt wird und die Frauen sehr unglücklich sind.
Man erfährt einiges aus den Vergangenheiten der Protagonisten und wie die Ehen tatsächlich aussehen.
Die Geschichte zeigt gut, das nicht immer alles so toll ist wie es nach außen gezeigt wird, manchmal tun sich richtige Abgründe auf.
Ich habe es als Hörbuch gehört, die Stimme der Sprecherin war angenehm, nur hörte sich alles gleich an. Ich konnte kaum unterscheiden um welche Protagonistin es gerade geht und auch die Stimmungen waren irgendwie immer gleich, egal ob wütend, lustig usw.
Das hat es etwas langatmig und monoton gemacht.
Die Geschichte plätschert bis kurz vor Ende immer gleich dahin, zum Ende kommt etwas mehr Fahrt in die Geschichte.
Dies war mein erster Roman von Anne Freytag und ich wollte mir fast jeden Satz anstreichen.
Die subtile Art, mit der sie die Gedanken und Gefühle der drei Frauen beschreibt, ging mir ins Mark. So viel Abstoßendes, so viel Traurigkeit, so viel Scham und Provokation.
Immer so absolut on point!
Ich war in zwei Tagen durch damit und hatte mir doch solche Mühe gegeben Päuschen einzulegen. Ehrlich!
Auf die Empfehlungen meiner Bibliothek ist verlass.
Freu mich auf alles Weitere der Autorin!
Das Buch ist gut geschrieben und schnell weg gelesen, aber herrje habe ich die Charaktere gehasst. Jeden einzelnen. Ja, die Männer soll man als Leser*in hassen, aber ich habe die Frauen kein bisschen weniger gehasst. Die Charaktere und ihre Beweggründe waren mir einfach komplett fremd, ich habe mich wirklich gegruselt vor diesen Menschen. Und darum kann ich das Buch nicht besser bewerten, obwohl es gut geschrieben ist.
Ach, und ich möchte nach dem Lesen des Buches noch einmal mehr eine Vermögenssteuer. 😂
Dieses Buch war großartig. Es hat mich nicht eine Minute gelangweilt, im Gegenteil. Ich wollte immer weiter lesen. Auch wenn der Titel unspektakulär klingt, umso intensiver ist der Inhalt
Eine spannende Idee, die in meinen Augen noch nicht ganz ausgereift ist
Ein wirklich spannendes Setting und auch der Plot hat mein Interesse geweckt. Allerdings kenne ich die Autorin aus dem Jugendbuch Genre und habe hier viele Merkmale wiedergefunden: meiner Meinung nach zu schnelle und unrealistische Charakterentwicklungen, “zu einfache” Lösungen und auch die Sprache hat mich nicht umgehauen… Trotzdem hatte ich mit “Blaues Wunder” eine gute Zeit und es greift ein Thema auf, das in unserer Gesellschaft leider noch viel zu präsent ist.
Eine Luxusyacht, 3 Ehepaare und so viel Ungesagtes, das auf dieser Reise an die Oberfläche bricht. Ein modernes Kammerspiel vom feinsten.
Fantastischer Schreibstil, der einen so durch das Buch fliegen lässt. Ich habe selten die Sprache in einem Buch so geliebt! Der Stil ist prägnant und pointiert. Kurz gefasst, aber auf den Punkt, humorvoll, aber tiefgründig.
Die Autorin kann schreiben und hat auch etwas zu sagen! Spannende Einblicke in die Leben der drei Frauen. Mir gefällt, dass ausschließlich aus der Perspektive der Frauen erzählt wird, ihre Gedanken und Gefühle so vielschichtig und nachvollziehbar ohne schwarz-weiß Darstellung dargelegt werden. Diese Frauen so zu mehr als einer Randerscheinung ihrer Männer werden und als der Handlungsmittelpunkt porträtiert werden, der sie eigentlich sind.
Kurzweilig und spannend. Kann ich nur jedem empfehlen zu lesen!
Eine Luxusyacht, 3 Ehepaare und so viel Ungesagtes, das auf dieser Reise an die Oberfläche bricht. Ein modernes Kammerspiel vom feinsten.
Fantastischer Schreibstil, der einen so durch das Buch fliegen lässt. Ich habe selten die Sprache in einem Buch so geliebt! Der Stil ist prägnant und pointiert. Kurz gefasst, aber auf den Punkt, humorvoll, aber tiefgründig.
Die Autorin kann schreiben und hat auch etwas zu sagen! Spannende Einblicke in die Leben der drei Frauen. Mir gefällt, dass ausschließlich aus der Perspektive der Frauen erzählt wird, ihre Gedanken und Gefühle so vielschichtig und nachvollziehbar ohne schwarz-weiß Darstellung dargelegt werden. Diese Frauen so zu mehr als einer Randerscheinung ihrer Männer werden und als der Handlungsmittelpunkt porträtiert werden, der sie eigentlich sind.
Kurzweilig und spannend. Kann ich nur jedem empfehlen zu lesen!
Ein perfekter Begleiter für den Strand- oder Kreuzfahrturlaub: Sonne, Palmen, Intrigen, Geheimnisse und Mee(h)r.
Ein Chef lädt seine zwei engsten Mitarbeiter gemeinsam mit ihren Frauen auf eine Urlaubsreise auf seiner Luxusyacht ein. Von erholsamen Tagen kann aber bei Weitem nicht die Rede sein, hat der Chef doch scheinbar ein Hidden Agenda, die alle versuchen zu durchschauen.
Die Geschichte wird aus der Perspektive der beiden eingeladenen Frauen sowie der Ehefrau des Chefs erzählt. Dabei kommen toxische Beziehungsmuster, Enttäuschungen und Täuschungen sowie Trennungssehnsüchte ans Tageslicht. Das gleißende Licht der Sommersonne deckt nach und nach immer mehr dunkle Abgründe auf.
Das Buch war für mich ein echter Page Turner. Es geht tief rein in das Gefühlsleben der Protagonistinnen, die Schwere wird durch eine sanfte Meeresbrise aber auch immer wieder weggeweht.
Ein Buch, das mich ziemlich schnell reingezogen hat. Es hat einfach einen gewissen Sog, sodass man einfach dranbleibt. Die Erzählweise aus drei verschiedenen Perspektiven fand ich besonders gelungen. Dadurch bekommt man mehrere Blickwinkel, teilweise auf dieselbe Situation. Genau das gibt der Geschichte einen zusätzlichen Reiz und macht die einzelnen Dynamiken greifbarer.
Was für mich jedoch nicht ganz aufgegangen ist, ist das Erzähltempo. Es wirkt an manchen Stellen etwas unausgeglichen, vor allem zum Ende hin wird vieles etwas überhastet abgehandelt. Das ist schade, weil das Buch gerade in der ersten Hälfte deutlich stärker ist. Nämlich dort, wo sich die Autorin Zeit nimmt, einzelne Situationen und die sich langsam entwickelnde Anspannung wirklich auszuerzählen.
Trotzdem: ein wirklich gutes Buch, das Spaß macht zu lesen und das ich definitiv weiterempfehlen würde.
Blaues Wunder von Anne Freytag ist ein psychologisch dichtes, spannungsgeladenes Kammerspiel, das hinter der glänzenden Fassade von Reichtum und Erfolg menschliche Abgründe freilegt. Auf einer Superyacht treffen drei Ehepaare in einer von Konkurrenz, Machtspielen und unausgesprochenen Verletzungen geprägten Situation aufeinander. Die Autorin erzählt ruhig, präzise und aus wechselnden Perspektiven, wodurch sich nach und nach zeigt, dass nichts so ist, wie es scheint. Die Spannung entsteht leise, aber konstant, bis sich im letzten Teil vieles überraschend zuspitzt. Besonders die fein gezeichneten Figuren und die atmosphärische Dichte überzeugen. Die Hörbuchfassung gewinnt zusätzlich durch die eindringliche Lesung von Sandra Voss. Kein reißerischer Thriller, sondern ein kluges, intensives Buch mit nachhaltiger Wirkung.
„Blaues Wunder“ ist ein Buch, das unter einer glänzenden Oberfläche etwas ganz anderes verbirgt.
Es spielt im Sommer, auf einer Yacht, eigentlich ein Setting, das nach Leichtigkeit schreit.
Und trotzdem ist die Atmosphäre durchgehend kühl. Distanziert. Fast schon emotionslos.
Genau das hat mich fasziniert.
Im Mittelpunkt stehen Frauen aus einer reichen Gesellschaftsschicht.
Alles wirkt kontrolliert, elegant, perfekt, bis man merkt, wie viel Abhängigkeit und Macht dahinter steckt.
Es geht um Geld.
Um Einfluss.
Und darum, was beides mit Menschen macht.
Besonders spannend fand ich die Dynamiken der Frauen, die Beziehungs-Dynamiken und die Dynamiken aller Personen:
Intrigen, Geheimnisse und dieses ständige Gefühl, dass mehr unausgesprochen bleibt als gesagt wird. Und das zwischen allen.
Und was ich sehr mochte:
Am Ende halten Frauen dann doch zusammen , vor allem, wenn sie ähnliche Erfahrungen machen.
Diese leise Form von Zusammenhalt hat dem Buch nochmal eine ganz andere Tiefe gegeben.
• Der Schreibstil ist ruhig, fast nüchtern, was perfekt zur kalten Atmosphäre passt.
• Die Spannung entsteht eher zwischen den Zeilen als durch große Dramatik.
• Und das Ende? Nicht vorhersehbar, und genau deshalb so stark.
Ein kleiner Kritikpunkt für mich war jedoch ein Nebenstrang rund um den Sohn:
Der wirkte auf mich etwas übertrieben, gleichzeitig aber auch zu oberflächlich, als hätte er viel Raum bekommen, ohne wirklich in die Tiefe zu gehen.
Fazit:
Ein kluger, vielschichtiger Roman über Frauen, Macht und Abhängigkeit, mit einer ungewöhnlich kühlen Sommer-Atmosphäre und einem starken, unerwarteten Ende.
Nicht ganz perfekt, aber definitiv besonders!
Möchte unbedingt mehr von ihr lesen.
Der Schreibstil ist großartig und entwickelt einen Sog, dem ich mich nicht entziehen konnte. Der Wechsel zwischen den Perspektiven. Der Einblick in die Beziehungen. Die Entwicklungen auf dem Boot.
Ja, die Handelnden sind nicht sonderlich divers angelegt. Ja, alles ist aus einer sehr privilegierten Sicht auf die Welt gelesen. Aber für mich ergibt das einen voyeuristischen Zug, der dem Geschehen Dynamik verleiht. Und das habe ich beim Lesen zunehmend genossen.
Einfach nur wow. Binnen 24 Stunden habe ich diesen Roman regelrecht weginhaliert. Es gibt beim eBook ein fehlendes Leerzeichen beim ersten Satz eines jeden Kapitels, so dass zwei Wörter zu einem verschmelzen. Ich war froh über diese Stolperer beim Lesen, sonst hätte ich das Buch noch schneller weggesuchtet :D
Meine Augen flogen nur so über die Zeilen und hungerten danach, wie es weitergeht, was noch passiert. Es lag eine knisternde Spannung in der Luft, zwischen den Zeilen und in den Beschreibungen.
Wir haben drei Perspektiven: Rachel, Franziska und Nora. Die drei Ehefrauen der vermeintlich erfolgreichen Männer an ihrer Seite. Doch was passiert wirklich hinter der Fassade? Genau diese Fassade, das Außen hat Anne Freytag unheimlich gut beobachtet und in diesem Roman verarbeitet. Aber auch das Innen, die Gedanken, Gefühle und daraus resultierende Handlungen hat sie perfekt in Szene gesetzt. Diese Sprachgewalt der Autorin fasziniert und begeistert mich immer wieder aufs Neue. Deshalb stehen alle ihre Bücher, die ich noch nicht gelesen habe, auf meiner Wunschliste.
Von Anfang an war ich mit den Charakteren auf der Yacht, habe jede Perspektive mit eingenommen und hautnah miterlebt. Jeder Blick, jede Geste, alles konnte ich mir bildhaft vorstellen. Das Ende bzw. der Anfang einer jeden Figur war für mich perfekt ausgearbeitet. So eine tolle Idee und so eine grandiose Umsetzung!
Bei guten Büchern ist es immer ein bisschen schade, wenn ich sie zu schnell lese. Aber es ging nicht anders. Ich klebte am Buch, wollte es gar nicht aus der Hand legen. Lesepausen durch den Alltag habe ich bedauert und mich immer aufs Weiterlesen gefreut. Wenn Literatur das schafft, dann ist das große Kunst.
Die gleichen und gleichzeitig jeweils anderen Abhängigkeiten der 3 Frauen von ihren Männern waren interessant und man konnte gut in die Gedankenwelt von Privilierten eintauchen. Ich mochte das Ende, zwischendrin ist mir allerdings teilweise etwas zu wenig passiert. Gut, aber jetzt kein Wow Buch.
Sommer, Sonne, blaues Meer - mit den richtigen Leuten auf einer Luxusyacht kann das ein Traumurlaub sein, aber wenn der Chef dazu einlädt, steckt mehr dahinter.
"Blaues Wunder" ist ein äußerst kurzweiliger und in einem wundervoll pointierten Schreibstil geschriebener Roman. Einige Sätze laden geradezu dazu ein, sie zu markieren, so schön und prägnant sind sie. Ein wenig hat mich das Buch an "Big little lies" erinnert.
Ich bin ohne große Erwartungen an dieses Buch gegangen und war schon nach wenigen Seiten komplett gefangen. Anne Freytag schreibt so klar und einnehmend, dass man sich der Geschichte kaum entziehen kann.
Ich hatte das Gefühl, selbst mit auf dieser Yacht zu sein. Dieses Beklemmende, dieses stille Beobachten, dieses Aushalten. Vor allem das Verhalten der Männer hat mich immer wieder wütend gemacht. Diese Selbstverständlichkeit, mit der sie entscheiden, urteilen und sich über andere stellen.
Anfangs habe ich die Frauen belächelt. Ihre Eitelkeit, ihr Festhalten an Rollenbildern, ihr scheinbar privilegiertes Leben. Dieses schnelle Einordnen in eine Schublade: reiches armes Frauchen, du hast doch keine echten Sorgen. Doch je weiter die Geschichte voranschritt, desto mehr wurde aus Distanz Nähe. Verständnis. Mitgefühl. Für das, was sie tragen, was sie aushalten und was sie lange nicht aussprechen.
Freytag zeichnet ihre Figuren so lebendig, dass man ihre Zerrissenheit und ihre leisen Hoffnungen spürt. Wohlstand schützt nicht vor Einsamkeit. Stärke ist oft leise.
Die Perspektivwechsel der Frauen entwickeln einen starken Sog. Ich wollte wissen, ob sie sich befreien oder weiter in den Rollen bleiben, die andere für sie vorgesehen haben.
Ein intensives, aufwühlendes und sehr klug beobachtetes Buch, das mich emotional stärker getroffen hat, als ich erwartet hätte.
Das Buch hat mich von der ersten Seite an wegen des kurzen, knackigen Erzählstils und des Settings in seinen Bann gezogen. In kurzen Kapiteln aus unterschiedlichen Blickwinkeln schafft es die Autorin den Aufenthalt auf einer Luxusyacht in Kammerspielatmosphäre zu entwickeln. Im Mittelpunkt stehen drei Paare, mit und untereinander in vielschichtige Beziehungsdynamiken verwickelt. Dass etwas nicht stimmt, ist von Anfang an klar. Im Verlauf der Handlung werden die Rollen immer wieder neu zugeteilt. Dekadenz und Macht werden inhaltlich und sprachlich auf herrliche Weise zelebriert und inszeniert.
Eine kurzweilige Lektüre mit etwas Tiefgang, die sich trotz ernster Themen nicht in Schwere verliert.
Ich habe mich bestens unterhalten gefühlt und hätte mir gern ein paar Seiten mehr gewünscht:)
„Dankbarkeit ist etwas zutiefst Weibliches.“ - ein faszinierendes Frauenkollektiv in der Oberschicht 🌟
„Blaues Wunder“ von Anne Freytag ist ein literarischer Sog, der einen nicht einfach nur lesen lässt, sondern regelrecht hineinzieht.
Sprachlich großartig! Facettenreich geschrieben – jede Seite wirkt durchdacht, jede Szene trägt eine feine Spannung in sich, die sich leise aufbaut und dann plötzlich greifbar wird. Freytag versteht es, mit Worten Räume zu öffnen, in denen man sich als Leser sofort wiederfindet, fast so, als würde man durch ein elegant inszeniertes Bühnenstück wandern.
Besonders fesselnd ist der Perspektivwechsel, der die Geschichte in ein vibrierendes Kaleidoskop verwandelt. Unterschiedliche Stimmen, unterschiedliche Wahrheiten – und genau das macht das Buch zu einem absoluten Page Turner. Man möchte immer wissen, wie sich die nächste Sichtweise anfühlt, welche neue Facette sich offenbart.
Im Zentrum steht ein faszinierendes Frauenkollektiv in der Oberschicht – glänzend, komplex, manchmal kühl, dann wieder überraschend verletzlich. Ihre Dynamiken sind fein beobachtet und messerscharf beschrieben. Es ist kein oberflächlicher Blick auf Privilegien, sondern ein tiefes Eintauchen in Macht, Abhängigkeiten und leise Rebellionen.
Gleichzeitig eröffnet die Geschichte einen spannenden Blick auf patriarchale Machtstrukturen während einer Geschäftsreise – ein Setting, das zunächst geschniegelt wirkt, aber schnell Risse bekommt. Hinter Konferenztischen und höflichen Fassaden brodelt ein System, das Frauen fordert, formt und oft begrenzt. Genau hier entfaltet der Roman seine größte Stärke: Er zeigt, ohne zu erklären. Er legt offen, ohne zu urteilen.
Ein Satz hallt besonders nach:
„Dankbarkeit ist etwas zutiefst Weibliches.“
Ein Gedanke, der sich wie ein leiser Stich durch die Handlung zieht und zum Nachdenken zwingt – über Erwartungen, Prägungen und die unsichtbaren Regeln, die viele noch immer begleiten.
„Blaues Wunder“ ist kein lautes Buch, sondern eines, das unter die Haut geht. Elegant, klug und mit einer Intensität, die lange nachwirkt. Ein Roman, der nicht nur gelesen, sondern gespürt wird.
Ich bin immer noch ein wenig sprachlos. Wooow ist das Buch gut. Der Schreibstil ist so einnehmend, die kurzen Kapitel führen zum „Nur noch ein Kapitel“-Lesesog, die Figuren sind so vielschichtig und spannend gestaltet.
Ich hatte eine wirklich gute Zeit!