Netter Maigret. Er verkuckt sich in ein seltsames Dienstmädchen, das sich wahlweise als Papagei oder übertrieben Trauernde gibt. Ihre Fantasie geht oft mit ihr durch. Spätestens dann, als ihr Chef – ein alter, grummliger Seebär – ermordet wird. Maigret übernimmt dessen Rolle, kreuzt ständig auf, kabbelt sich mit Felicie, dem Mädchen. Lässt sich bekochen, in einer sauberen Vorstadtsiedlung. Die Auflösung ist Simenon-typisch gar nicht so relevant; es kommt auf die Charaktere und ihre Motive darauf an. Nicht der beste, aber ein solider Maigret.
Maigret und das Dienstmädchenvon Georges SimenonKampa Verlag
