Einige raffinierte Zutaten: der zum Tode Verurteilte, der Maigret kurz vor Schluss einen Tipp auf einen unaufgeklärten Mordfall gibt, die einfache Landkneipe an der Seine ausserhalb Paris' mit seinen exaltierten Gästen und der gespielten Hochzeit, die Eifersüchteleien und Liebesdramen (die mich weniger interessiert haben). Vermengt zu einem noch ziemlich klassisch erzählten Kriminalfall, Doppelmord auf verschiedenen Zeitebenen, am Ende die grosse Auflösung. Negativ aufgefallen sind die antisemitischen Untertöne bei der Beschreibung des getöteten jüdischen Händlers, geschrieben 1931.
Maigret und die kleine Landkneipevon Georges SimenonKampa Verlag
