In „Zeiten der Heuchelei“ erzählt Petros Markaris einen spannenden Kriminalfall, der tief in die griechische Wirtschaft, das Bankwesen und staatliche Strukturen hineinführt. Die Mordfälle sind eng verwoben mit Korruption, moralischen Grauzonen und gesellschaftlicher Doppelmoral – Themen, die Markaris gewohnt präzise und nah an der Realität verarbeitet. Wie immer überzeugt der Roman nicht nur durch den Fall selbst, sondern auch durch seinen Ermittler Kostas Charitos. Seine Bodenständigkeit, seine Haltung und vor allem das liebevolle Familienleben bilden einen starken Kontrast zur düsteren Ermittlungsarbeit. Die Szenen mit seiner Frau Adriani und ihren Kochkünsten geben der Geschichte Wärme und Alltagstiefe – und sorgen bei mir regelmäßig dafür, dass ich die erwähnten Rezepte googeln muss. 😅
4. Jan.4. Jan. 2026
Zeiten der Heucheleivon Petros MarkarisDiogenes
