23. Juli
Bewertung:4

Ein unterhaltsamer Kriminalroman, der sich leicht lesen lässt und dennoch klug konstruiert ist. Markaris gelingt es, Spannung mit einem feinen Gespür für Ironie und Alltagskomik zu verbinden – und genau das hat mir besonders gut gefallen. Die Geschichte rund um Kommissar Charitos ist zugleich gesellschaftskritisch und menschlich nahbar, ohne dabei zu schwer zu wirken. Obwohl es sich um einen Krimi handelt, steht das klassische Ermittlungsgenre nicht im Vordergrund. Vielmehr ist es das Lokalkolorit Athens, die familiären Eigenheiten des Kommissars und die subtile Gesellschaftsanalyse, die dem Roman Tiefe und Charme verleihen. Ich musste an einigen Stellen schmunzeln – die Figuren sind so lebendig und die Dialoge oft herrlich trocken. Für mich war „Die Kinderfrau“ ein gelungener Einstieg in die Welt von Petros Markaris, und ich freue mich schon auf weitere Bücher aus der Reihe.

Die Kinderfrau
Die Kinderfrauvon Petros MarkarisDiogenes
13. März
Bewertung:2

Kostas Charitos und seine Frau Adriani verbringen ihren Urlaub in Istanbul, Türkei. Doch an Entspannung ist nicht zu denken. Eine neunzigjährige Griechin soll ihren Bruder ermordet haben und ist nun nach Konstantinopel geflüchtet. Scheinbar hat sie noch alte Rechnungen zu begleichen und weitere Menschen müssen ihr Leben lassen... Das Buch "Die Kinderfrau" ist der fünfte Fall von Kommissar Kostas Charitos. Ich bin ehrlich gesagt, ziemlich enttäuscht von der Geschichte. Die ganze Handlung spielt in Istanbul, Türkei und nicht wie gewohnt in Athen, Griechenland. Außerdem ist der Kriminalfall schlichtweg unglaubwürdig - eine neunzigjährige, gesundheitlich angeschlagene Frau als Mörderin? Dies ist kein Spoiler, da dies bereits am Klappentext erwähnt wurde. Ziemlich unspektakulär – Petros Markaris kann es besser!

Die Kinderfrau
Die Kinderfrauvon Petros MarkarisDiogenes