In „Das Lied des Geldes“ steht Kostas Charitos erneut vor einem Fall, der tief in die sozialen Verwerfungen der griechischen Gesellschaft führt. Mord als vermeintliches Mittel gegen Armut – diese Logik treibt den Krimi an und wird Schritt für Schritt entlarvt. Gemeinsam mit seinem Team arbeitet Charitos den Fall ruhig, beharrlich und konsequent auf, auch wenn es zwischendurch fast aussichtslos erscheint. Mir hat gefallen, wie Markaris erneut die Ermittlungen eng mit wirtschaftlichen Realitäten verknüpft und dabei zeigt, wie schnell moralische Grenzen unter Druck verschwimmen. Der Krimi bleibt dabei klar erzählt, ohne Effekthascherei – und macht deutlich: Armut durch Mord beheben zu wollen, ist keine Lösung, sondern Teil des Problems.
Die Kundgebung Diesmal ist es nicht Kommissar Charitos der die Hauptrolle spielt, sondern sein Freund Sissis. Er veranstaltet Kundgebungen die nicht alle Bürger erfreuen. Ein weiterer lesenswerter Krimi aus dem Charitos Kosmos. Immer lesenswert.
Die Kluft zwischen Arm und Reich wird in Griechenland immer größer. Während ausländische Investoren ganze Landstriche kaufen, verarmt die athenische Bevölkerung immer mehr und muss um ihre Existenz bangen. In dieser äußerst angespannten Lage wird der saudische Investor Mohammad al Fallah tot aufgefunden. Der Täter hinterlässt eine signifikante Spur - ein Lied, das von Geld und Gier handelt. Das Buch "Das Lied des Geldes" ist der dreizehnte Band einer Reihe, die noch nicht abgeschlossen ist. Ich wollte schon sehr lange ein Buch von Petros Markaris lesen und bei meinen letzten Besuch in der Buchhandlung bin ich auf dieses Exemplar gestoßen. Für mich war es die Gelegenheit die Reihe endlich zu beginnen. Am Anfang habe ich mir schwer getan, da ich mit der griechischen Politik und den wirtschaftlichen Problem nicht vertraut bin. Allerdings habe ich mich gut und schnell in die Geschichte eingefunden und ich konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Dies war mein erste Fall von Kostas Charitos aber bestimmt nicht der letzte! ;-)


