„Schwarzrock" hat mich zwiegespalten zurückgelassen. Die erste Hälfte des Buches empfand ich eher als zäh und stellenweise langweilig, da die Handlung nur langsam Fahrt aufgenommen hat. Besonders irritiert hat mich die sehr derbe Sprache der Ureinwohner. Obwohl ihre Handlungen oft klug, strategisch und durchdacht waren, ließ die Ausdrucksweise sie unnötig einfältig wirken. Da habe ich mich mehrfach gefragt, ob das wirklich einen Mehrwert für die Geschichte hatte oder ob man das anders hätte lösen können.
Ab der zweiten Hälfte wurde das Buch für mich allerdings deutlich stärker. Die Handlung gewann spürbar an Spannung und ich wollte unbedingt wissen, wie es weitergeht. Vor allem die Charaktere waren vielschichtig und gut ausgearbeitet, wodurch die Geschichte insgesamt an Tiefe gewonnen hat.
Insgesamt also ein Buch mit einem eher schwierigen Einstieg, das sich aber in der zweiten Hälfte deutlich steigert.
Pere Laforgue kommt als Jesuit in die neue Welt Nordamerikas, umm sein Projekt die Missionierung mit einem jungen Mann namen Daniel auszuführen.
Sie reisen mit den Indigenen und diese haben durchgehend eine derbe Sprache.
Dies hatte für mich einen komischen Beigeschmack, aber im Laufe dieser Geschichte sieht man wie die Missionare Traditionen und Denkweisen kennenlernen werden und ab und zu mit den Meinungen aneinander geraten.
Hier spielt für Daniel die Liebe eine große Rolle, während Pere eher der Glauben eine wichtige Rolle spielt.
Vorallem findet man bei ihm Humanität wieder.
Hier habe ich viel markiert und hat mich bereichert.
Ich denke es ist dennoch wichtig alles nochmal aua der Perspektive der indigenen Bevölkerung zu sehen, aber spannend wie der Protagonist hier das ganze betrachtet.
Im Zentrum der Handlung steht ein Jesuiten-Priester. Deshalb geht es aber nicht unbedingt gesittet zu: die indigenen Stämme Kanadas haben eine andere Vorstellung von Kultur und Zivilisation, die stellenweise öbszön und ungeschönt gezeigt wird. Hinzu kommt der innere Konflikt des Priesters mit seinem Auftrag als Missionar und seinen Gefühlen als Mensch.
Moore beschreibt diese gegensätzlichen Welten sehr packend und nachvollziehbar. Ein spannender Abenteuerroman mit historischer Grundlage.