Unfassbar traurige Geschichte einer oft übersehenen Opfergruppe. Wir lernen hier einiges über Franz Doms, einem jungen Mann aus Wien, der im Nationalsozialismus wegen Homosexualität verfolgt und 1944 hingerichtet wurde. Niemals vergessen!
Ehrlicherweise hat es mir nicht besonders gut gefallen. Das liegt vor allem an der Art der Herangehensweise. Bei mir hat es den Eindruck hinterlassen, als ob der Autor sich nicht entscheiden konnte, ob er nun ein Sachbuch oder einen Roman schreiben möchte. Denn dem Vorwort kann man zwar entnehmen, das Pettinger eigentlich nur wenig Quellen zu Franz vorlagen und er andere Schicksale mit einbezogen hat um eine Geschichte überhaupt erzählen zu können... Gleichzeitig wird aber dann der Roman so sachlich erzählt, teilweise mit Fußnoten für Quellenbelege und Zitate aus den Verhörprotokollen, das es für mich einfach weder als Roman, noch als Sachbuch funktioniert hat. Ich finde wichtig, das auch die Verfolgung derer die unter dem Regime als Homosexuell zugeordnet und deshalb verfolgt wurden (bei Franz ist tatsächlich gar nicht sicher, ob er sich auch selbst als homosexuell gesehen hat) , aufgearbeitet wird. Mir persönlich hat hier eben einfach nicht gefallen, wie der Autor das dann umgesetzt hat.

