21. März
Bewertung:5

1839 veröffentlicht und heute kein bisschen weniger aktuell und bedeutungsvoll! Eine Abrechnung mit den Geschlechterrollen, wie sie viele Zeitgenössische nicht schreiben könnten. Meine tiefste Bewunderung gilt dem Leben dieser Autorin, die viele Parallelen zu ihrer Protagonistin aufweist.

Gabriel
Gabrielvon George SandReclam, Philipp
16. Okt.
Bewertung:5

Dieser Dialogroman hat mir mein Herz erwärmt. George Sand schreibt einen Roman über die (Un)Gleichheit der Geschlechter, der Liebe, Eifersucht, Freundschaft und Selbstfindung. Gabriel(le), als Frau geboren und zum Mann erzogen, lehnt sich gegen die traditionellen Geschlechterrollen des 19. Jahrhunderts auf. Sie entflieht dem Hause ihres Vaters nach Italien zusammen mit ihrem Cousin, in den sie sich verliebte und der ihr Geheimnis um ihr Geschlecht kennt. Als gebildete Frau mit verschiedensten Interessen lässt sie sich nicht von anderen Normen und Regeln einschränken. Bzw. Sie versucht es. Sie gibt alles, um ihre Interessen auszuleben. Sie ist poetisch,fasziniert von der Natur und Gesellschaft, jagt und reitet, geht mit dem Dolch besser um als mancher Mann. Doch Astolphe (ihr Cousin) wird zu seiner Zeit eifersüchtig. Gabriel(le) will sich nicht von ihm einschränken und flieht in die (vermeintliche) Freiheit. Ein Plädoyer an die Gleichstellung der Geschlechter. Warm, tragisch und einfach großartig. Auch das Nachwort von Walburga Hülk hat diesen Roman perfekt abgerundet! Es wird das erste aber garantiert nicht das letzte Buch sein, das ich von George Sand lesen werde!

Gabriel
Gabrielvon George SandReclam, Philipp