8. Jan.
Bewertung:3

Für eine Diskussionsrunde, die im Mai stattfindet, habe ich mir noch einmal John Christopher vorgenommen. In einem Großbritannien der Zukunft sind die Menschen strikt aufgeteilt in zwei Lebensbereiche - das ländliche County und die großstädtischen Ballungsräume namens Conurbs. Jeder glaubt, dass seine Lebensweise die bessere ist. Ein Junge, der nach dem Tod seiner Eltern aus einem Internat der Conurbs flieht und schließlich im County landet, stellt für sich fest, dass es nicht ganz so einfach ist. Bei diesem Buch handelt es sich um eine solide Jugend-Dystopie, die aber auch Erwachsene zum Nachdenken bringen kann. Typisch für John Christopher ist der Blick aus der Perspektive von Jugendlichen auf die Gesellschaft. Ich persönlich finde es schade, aber für seine Zeit nicht unüblich, dass er eigentlich nur männliche Jugendliche als Protagonisten hat, weibliche kommen überhaupt nicht vor (oder wenn, dann nur als kleine Schwester/Love Interest, ohne tatsächlich etwas zur Handlung beizutragen). Alles in Allem aber ein Buch, dass auch 50 Jahre nach seinem ersten Erscheinen nichts von seiner Bedeutung verloren hat.

The Guardians
The Guardiansvon John ChristopherKlett Sprachen GmbH