✨️Sie führten ein gewöhnliches Leben, erfüllt mit gewöhnlichen Dingen - sofern man die Liebe jemals so bezeichnen kann.✨
"Lodernde Schwingen" ist der dritte und abschließende Teil der Grisha-Trilogie von Leigh Bardugo, die ja besonders für all ihre Romane rund um das GrishaVerse bekannt ist.❤️🔥 Ich habe mich lange Zeit nicht an das GrishaVerse herangetraut, weil es ja doch ein ziemlich umfangreiches Leseprojekt ist 📚 und ich ein wenig besorgt war, ob es den Hype wirklich wert ist. Aber schließlich hat die Neugier gesiegt (v.a. die Neugier auf die Krähen-Dilogie). Und was soll ich sagen, ich bin tatsächlich überrascht ... nur leider nicht so positiv ... 😕 Worum geht es? Alina Starkov, eine unscheinbare Kartographin aus der Ersten Armee von Ravka, muss plötzlich feststellen, dass magische Kräfte in ihr erwachen.💫🌞 Sie ist nämlich eine Grisha und hat auch noch eine ganz seltene, nie zuvor dagewesene Gabe, die Ravkas Schicksal für immer verändern könnte. Von da an reißen sich natürlich alle um Alina, sei es der Anführer der Grisha (bekannt als der Dunkle)🖤, ein ehrgeiziger Prinz 👑 oder ein Mann der Kirche, der Alina zu einer Heiligen verklären will 😇. Nur Alinas Jugendfreund Mal guckt ziemlich blöd aus der Wäsche und weiß so gar nicht, wie er mit der neuen Situation umgehen soll.😳🤯 Nachdem ich mich durch alle drei Teile dieser ersten Grisha-Trilogie durchgekämpft habe ... ähm ... ich meine, nachdem ich sie gelesen habe, denke ich, dass die Idee Potential hatte. Es hätte gut sein können. Aber das Potential wurde nicht ausgeschöpft.🪫 ● Die Welt🪆 Als ich die Karte im Buch gesehen habe, war ich begeistert! Eine von Russland inspirierte Fantasywelt hatte ich bis dahin noch nicht kennengelernt und auch die Ödsee und die Nachbarländer wirkten vielversprechend.😏 Aber eigentlich bleibt das Worldbuilding relativ unspektakulär.😒 Armes Dörfchen hier, Zarenpalast da, dort mal ein bisschen Eis und Berge, da drüben ein Höhlensystem. Der Kleine Palast als Hauptquartier der Grisha wird ausführlicher beschrieben, aber sonderlich originell ist er auch nicht.🫤 ● Das Magiesystem💥 Korporalki, die den menschlichen Körper manipulieren können.🫀 Ätheralki, die die Elemente beschwören.🔥 Fabrikatoren, die für ihre magischen Erfindungen bekannt sind.⚗️ Alinas Macht über das Licht.🌞 Die Macht des Dunklen über die Dunkelheit.🌚 Kräftemehrer, also magische Tiere (bzw. deren Knochen), die die jeweilige Macht noch verstärken.🦌🐉 Ich weiß nicht ... das war alles ein bisschen viel des Guten. Im Prinzip sind die Grisha allmächtig. Da ist es kein Wunder, dass die normalen Menschen skeptisch bis feindselig oder sogar gierig reagieren. Kann man ein Magiesystem noch wundersam oder wenigstens spannend finden, wenn die Magie eigentlich in Allmachtsfantasien ausufert?🤔🌟 ● Die Handlung😵💫 Wir reisen hierhin.🏃🏻♂️ Wir fliehen dorthin.🏃♀️ Wir werden wieder zurückgeschleift.🏃 Alles von vorn. Wir schmieden einen Plan. Wir bereiten uns vor. Alles geht schief, noch bevor es überhaupt richtig losgeht.🤦🏻♀️ Spannung? Irgendwann auf dem dritten Luftschiff über Bord gegangen.☁️ Orientierung? In der Höhle einmal falsch abgebogen und seitdem verschollen.🧭 Hauptsache, gegen Anfang und Ende wird mal kurz ein bisschen Blutvergießen à la Quentin Tarantino eingeschoben.🩸☠️ ● Der Schreibstil🥱 Ich-Perspektive kann gut sein, wenn die Erzählstimme individuell und originell ist, wenn ich dadurch die Gefühle der Protagonistin besser nachempfinden kann und wenn sie eine unmittelbare Nähe zur Protagonistin ermöglicht. ABER NICHT wenn die Ich-Perspektive für endlose Monologe missbraucht wird😔🗯, ganz nach dem Motto: "Wir handeln nicht. Wir denken darüber nach, was passiert wäre, wenn wir hätten gehandelt haben würden." Oder so.🙃 Langatmig, ermüdend, anstrengend.😴 Die Dialoge dazwischen waren eine echte Erleichterung! ● Die Figuren🙄 - Alina🌞: Die typische Von-der-Außenseiterin- zur-Auserwählten-Protagonistin. Potential für eine toughe Heldin war vorhanden, ABER (zugunsten von Mal) wollte sie lieber unsicher sein und jede Entscheidung 10 mal pro Seite anzweifeln.💫 Anstatt ihre Macht zu feiern und den Ehrgeiz zu haben, etwas Gutes damit zu bewirken, hinterfragt sich Alina pausenlos und macht sich klein.💭🤏 - Mal😝: Ich habe mir noch nie gewünscht, dass ein Love Interest das Ende des Buches nicht überlebt (und bitte auch tot bleibt). Tja es gibt für alles ein erstes Mal 🤷🏻♀️ ... aber ich habe vergeblich gehofft. Der Typ, der seine Freundin erst übersieht und als selbstverständlich erachtet, sie dann für ihre Macht fürchtet und klein halten will und ihr die ganze Zeit nur Kummer bereit ... dieser Typ bekommt sein Happy End. Toll!🥳🤮 - Der Dunkle🐈⬛: Wenn Leigh Bardugo etwas mehr Mut gehabt hätte, hätte sie den Shadowdaddy praktisch erfinden können. Schade, Potential verschenkt.💔 - Nikolai: Der einzige Lichtblick!😘❤️ - der Rest: 0815🥱 ✨️Fazit✨️ Es hätte gut sein können.🧨🔥 Vielleicht liegt es an mir. Die Grisha-Trilogie hat nun schon über 10 Jahre auf dem Buckel. Hätte ich sie früher gelesen, hätte mich das alles bestimmt mehr beeindrucken können. Inzwischen bin ich vielleicht einfach zu pingelig?🤔🧐 Aus vollem Herzen kann ich die Grisha-Trilogie nicht empfehlen. Aber ich glaube, man braucht das Vorwissen für die Krähen-Dilogie, die ich mir jetzt endlich vornehmen werde. Ich hab ein bisschen Angst.🫣🐦⬛
























































