Stein Kalt von Isa Klink
Es hat mich insgesamt gut unterhalten und ist ein guter Thriller, der mit einer spannenden Grundidee punktet. Die Atmosphäre ist dicht und wirklich beklemmend.
Der Schreibstil ist angenehm flüssig, sodass man schnell in die Geschichte rein findet.
Die Kriminalpsychologin Cora Brecht gerät bei ihrem Heimatbesuch selbst unter Verdacht, als ein Serienkiller sein Unwesen treibt. Während ihr Jugendfreund bei der Polizei gegen sie ermittelt, versucht sie, ihre Unschuld zu beweisen – und wird dabei selbst zur Zielscheibe des Täters.
Allerdings hatte die Handlung zwischendurch ein paar Längen, und manche Wendungen waren für mich nicht spannend genug.
Insgesamt hat es mich gut unterhalten so das ich schon gespannt auf den nächsten Teil bin.
Die ersten 130 Seiten ging es nur um einen Hund. Das hat sich elendig gezogen. Im Nachhinein ist mir klar, warum aber es war einfach zu lang und unter einem Krimi stelle ich mir was anderes vor.
Zudem machte Cora auf mich einen sehr naiven Eindruck und das als Kriminalpsychologin.
2 Sterne, weil es dann ab der Hälfte interessanter und etwas spannender wurde, wobei alles vorhersehbar war. Mehr von der zweiten Hälfte hätte ich mir auch für den Anfang gewünscht.
Hm...von einer Kriminalpsychologin des LKA im Sabbatical hätte ich mir mehr erhofft. Hier allerdings ermittelt Cora wie ihre Laien-Kolleg*innen in anderen Krimis eher aus dem Bauch heraus, intuitiv und etwas naiv. Die ersten 150 Seiten bereiten die Lesenden auf die Geschichte vor und beschäftigen sich hauptsächlich mit Waldi, sowie mit Coras Vergangenheit.
Nichtsdestotrotz liest sich der Krimi leicht und flüssig, bis zum Schluss hielt die Autorin dabei mein Interesse an den Entwicklungen und Ermittlungen aufrecht. Auch wenn der Täter für mich etwas plötzlich erscheint, werden die Serienmorde schlüssig geklärt. Ganz zum Schluss wird zart angeteasert worum es im nächsten Band gehen könnte. Als Cliffhanger kann man das zwar noch nicht bezeichnen, neugierig macht mich das Thema allerdings schon. Offen bleibt hingegen das Rätsel um die Vergangenheit der Protagonistin.
Kriminalpsychologin Cora Brecht wird zu einem Fall hinzugezogen bei dem ein Serienmörder im Schwarzwald sein Unwesen treibt. Cora wollte sich aber nur um den Verkauf ihres Elternhauses kümmern. Aber bald schon fällt der Verdacht auf sie und ausgerechnet ihr Jugendfreund Till von der Mordkommission ermittelt gegen Cora. Sie stellt eigene Nachforschungen an und gerät dabei ins Visier des Mörders.
Der Schreibstil ist leicht, bildhaft und zügig zu lesen. Die Protagonisten passen hervorragend in diesen Krimi hinein und die Spannung baut sich während des lesens kontinuierlich auf.
Fazit: Dieser Regionalkrimi beinhaltet 65 relativ kürzere Kapitel. Schon der Prolog hat mich in Atem gehalten und musste tief durchatmen. Ich war deshalb schon gespannt wie die Story weitergeht. Die Handlung spielt sich in der Umgebung von Schömberg im Nordschwarzwald ab und es wird aus den unterschiedlichen Sichtweisen der Protagonisten berichtet. Da ich die Gegend gut kenne habe ich einige Schauplätze wiedererkannt. Ich persönlich hatte die unterschiedlichsten Gefühle beim lesen - sie gingen von traurig bis wütend. Die Autorin hat dies auch sehr gut zur Geltung gebracht. Die Story wurde nach einer gewissen Zeit für mich aufwühlend und aufregend zu lesen. Zwischendurch gibt es Szenen die meiner Ansicht nach nicht's für sensible und schwache Nerven sind weil die Story öfters zum Serienmörder geht und da wusste ich bis zum Schluss nicht wer es sein könnte. Da war ich doch neugierig und rätselte eifrig mit. Ich hatte übrigens fast alle Protagonisten in Verdacht - auch Caro die mir mit der Zeit immer suspekter wurde. Dazu nimmt die Story nach dem ersten Drittel an Fahrt und Spannung auf und fesselte mich an sich. Am liebsten hätte ich das Buch in einem Rutsch durchgelesen. Die Story wird mit der Zeit komplexer und der Regionalkrimi wandelt sich meiner Ansicht nach zu einem Thriller der zwischendurch heftiger ausfällt. Zum Ende hin wird es recht dramatisch und mit diesem Ausgang hätte ich nicht gerechnet. Das Buch ist der erste Band dieser Reihe. Es ist in sich abgeschlossen aber macht schon neugierig auf den zweiten Teil. Dieser Regionalkrimi zählt zu meinen Lesehighlights und vergebe daher sehr gerne fünf Sterne.
Auf "Steinkalt" von Isa Klink, bin ich eher zufällig gestoßen, fand den Klappentext aber so interessant, dass ich total neugierig darauf wurde. Hierbei handelt es sich um einen Regionalkrimi, der im Schwarzwald spielt, was mir total gut gefallen hat.
Zudem ist es der Start der Reihe um Kriminalpsychologin Cora Brecht.
Der Schreibstil der Autorin ist sehr angenehm und sehr fesselnd.
Im Fokus steht hierbei Cora ,deren Perspektive wir auch erfahren. Auf diese Weise lernt man sie unglaublich gut kennen.
Ich mochte Cora,auch wenn sie sich oft selbst klein macht und mehr Selbstbewusstsein und innere Stärke entwickeln muss. Zudem wirkte sie gerade in diesem Band auf mich sehr labil und verletzlich.
Daneben gibt es hin und wieder auch andere Perspektiven, wie z.b. vom Opfer und Täter, was mir sehr gut gefallen hat. Man ist dadurch zwar kein Stück schlauer, dennoch ist es dadurch gleich brisanter und tiefgreifender. Auch die Nebencharaktere sind allesamt gut ausgearbeitet und sehr gut greifbar und authentisch.
Der Einstieg war direkt unfassbar spannend und mir stellten sich direkt die Nackenhaare auf.
Danach wird es erstmal ruhiger und wir tauchen tiefer in Coras Leben ein.
Was definitiv nicht langweilig ist und so manch interessante Wege einschlug.
Dieser Kriminalroman ist sehr ruhig und die Spannung ist eher unterschwellig spürbar.
Es entwickelt sich alles langsam.
Die Autorin nimmt sich dabei viel Zeit für ihre Charaktere, ihre Befindlichkeiten und auch das Setting wird sehr toll dargebracht.
Dabei zeigt sie, wie viel oftmals im Argen liegt und das man nicht jedes Unglück kommen sehen kann.
Dabei erzählt sie eine Geschichte, die mir unglaublich zu Herzen ging und die einfach so viel Hilflosigkeit und Wut heraufkommen lässt.
Man spürt dabei besonders Coras Verzweiflung und den tiefen Schmerz unglaublich tief. Und das war einfach so gut nachvollziehbar und gleichzeitig ist es so ans Herz gegangen.
Im zweiten Teil der Geschichte widmet man sich verstärkt den Morden und es wird auf eine andere Art, vielfältiger, nervenaufreibender und spannender.
Dabei kommt man dem Täter immer näher und trotzdem konnte ich nie seine Identität feststellen.
Auch die Hintergründe haben mich erschüttert, sie gingen so tief. Zeigen eine Tragik und Grausamkeit auf, die mit Worten kaum zu beschreiben ist.
Da ist so viel Einsamkeit, Wut, aber auch so viel Hoffnungslosigkeit und Schmerz, dass einem ganz anders wird.
Es ist nicht das Böse, dass wir hier sehen, es ist so viel verheerender und komplexer, als man sich nur vorstellen könnte.
Insgesamt ein eher unaufgeregter, aber trotzdem unglaublich spannender und vielschichtiger Kriminalroman, der mir richtig gut gefallen hat. Einzig das Ende ging mir etwas zu schnell und zu dramatisch vonstatten.
Fazit:
Mit "Steinkalt" legt Isa Klink die Weichen für die Reihe um Kriminalpsychologin Cora Brecht.
Ein interessanter, vielschichtiger und atmosphärischer Regionalkrimi, der Wendungen zu bieten hat, die man nicht kommen sieht.
Beklemmend, erschütternd und vielschichtig.
Definitiv eine Leseempfehlung.