
Die Galerie in Valencia von Margot S. Baumann erzählt die Geschichte von Elena und Carlos. Elena hat spanische Wurzeln aber ihr Vater ist damals nach Deutschland ausgewandert und redet nicht mehr über seine Vergangenheit in Spanien. Elena vermutet, dass dahingehend etwas schlimmes vorgefallen ist. Als ihr Boss Per sie aber nach Spanien schickt, um dort den Bau der Galerie zu planen und zu beaufsichtigen, gerät ihr bisheriges Leben ins Wanken. Denn angekommen in Spanien, stellt der Bauunternehmer Carlos fest, dass Elena kein Wort spanisch spricht und sich zudem gegen sein Projekt stellt. Nach einer kurzen Auseinandersetzung kann Carlos Elena von seinem Projekt überzeugen und die beiden kommen sich näher. Doch während sie das neue Projekt vor ihrem Chef verheimlicht, gerät auch ihre eigene Vergangenheit und ihr bisheriges Dasein ins Wanken, denn Elena findet einen alten Sekretär der Familie und damit einen Hinweis zu ihrer Familie, der die tiefsten kommunistischen Hintergründe Spaniens aufdeckt. Nach langer Zeit habe ich mich an ein neues Buch der Autorin gewagt, nachdem ich diese einige Jahre aus den Augen verloren habe. Wie bereits erwartet war auch hier der Schreibstil sehr flüssig und angenehm zu lesen. Durch die kurzen, aber inhaltvollen Sätze kann man im Nu der Geschichte folgen und versteht zu Beginn auch sehr gut in welcher Zwickmühle sich Elena befindet. Und gerade Elena durchlebt eine ganze Menge an Verwandlungen, die allesamt irgendwie authentisch und logisch sind. Mir hat sehr gut gefallen, dass Elena sich trotz der Widrigkeiten mit Per nicht unterkriegen hat lassen und am Ende für ihr Problem ja auch eine Lösung gefunden hat. Aber auch die anderen Charaktere wie Carlos und Pablo haben mir sehr gut gefallen. Man erfährt auch über die beiden einiges sodass der Schwerpunkt nicht nur auf Elena liegt. Zu Beginn war die Handlung ein wenig zäh, da gerade cih mit einer Galerie nicht so viel anfangen konnte aber sobald dann die Liebesgeschichte mit Carlos und die Aufarbeitung der Vergangenheit von Pablo hinzukam, war ich fasziniert von der Geschichte. Ich hatte das Gefühl ein Teil des Gespanns zu sein. Ich weiß gar nicht, weshalb ich die Autorin in den letzten Jahren aus den Augen verloren habe, denn die Galerie von Valencia hat mich wieder einmal sehr überzeugt und ich habe die Lesestunden mit der Geschichte sehr genossen. Ich werde dieses Buch definitiv weiterempfehlen und weitere Bücher lesen.


