Die Geschichte hat mich leider nicht erreicht
Nachdem ich Book Lovers bereits abgebrochen hatte, wollte ich Emily Henry mit Funny Story noch eine zweite Chance geben. Die Grundidee und der Klappentext haben mich nämlich durchaus angesprochen. Da ich nach meiner Erfahrung mit Book Lovers etwas skeptisch war, habe ich diesmal direkt zum Hörbuch gegriffen. Beendet habe ich es letztlich auch nur, weil es sich um einen Buddy Read gehandelt hat. Leider hat sich für mich bestätigt, was ich bereits bei Book Lovers empfunden habe: Der Funke springt einfach nicht über. Die Geschichte zog sich für mein Empfinden enorm in die Länge, wirkte träge und konnte mich zu keinem Zeitpunkt wirklich fesseln. Hätte ich das Buch gelesen statt gehört, wäre ich vermutlich direkt in eine Leseflaute geraten. 🫠 Bis zum Ende hatte ich das Gefühl, dass kaum etwas passiert. Die Handlung plätschert vor sich hin und entwickelt für mich weder Spannung noch Dynamik. Besonders enttäuschend fand ich, dass die Fake-Dating-Thematik, die eigentlich eines der zentralen Verkaufsargumente des Buches ist, für mich gar nicht wirklich im Mittelpunkt stand. Stattdessen dreht sich ein großer Teil der Geschichte um Daphnes Selbstzweifel und ihr Selbstmitleid. Auch Miles wirkte auf mich oft ähnlich festgefahren. 😅 Zwischen Daphne und Miles konnte ich zudem keinerlei besondere Chemie spüren. 🚫 Die romantischen Gefühle wurden für mich nicht greifbar und die Entwicklung ihrer Beziehung wirkte wenig überzeugend. Miles blieb mir darüber hinaus unsympathisch, weshalb ich mich emotional noch weniger auf die Geschichte einlassen konnte. Generell konnte mich keine einzige Figur wirklich abholen. Besonders Peter hat bei mir für großen Frust gesorgt. Sein Verhalten empfand ich als egoistisch und respektlos, wodurch er für mich zu einer der unangenehmsten Figuren der Geschichte wurde. Auch die Sexszene konnte mich nicht überzeugen und wirkte auf mich eher unangenehm als romantisch. Kritisch sehe ich außerdem die Darstellung von ungeschütztem Oralverkehr. Gerade in modernen Romance-Romanen, die häufig auch von jüngeren Leserinnen und Lesern konsumiert werden, fände ich einen verantwortungsvolleren Umgang mit dem Thema sexuelle Gesundheit wichtig. Verhütung sollte nicht nur im Zusammenhang mit Schwangerschaften thematisiert werden, sondern auch mit Blick auf sexuell übertragbare Krankheiten.❗️ Was mich zusätzlich gestört hat, war die teilweise zusammenhanglose Erzählweise. Immer wieder hatte ich das Gefühl, dass Szenen und Entwicklungen nebeneinanderstehen, ohne wirklich eine überzeugende Gesamtgeschichte zu ergeben. Humor, der bereits im Titel versprochen wird, habe ich ebenfalls kaum gefunden – wirklich lustig fand ich das Buch an keiner Stelle. 🥲🥲


































































