
Aufwühlend, erschreckend, bewegend - ein großartiger Roman der lange nachhallt
Gaël Faye erzählt in „Jacaranda“ die Geschichte von Milan, der in Frankreich aufwächst und erst als Teenager das erste Mal das Heimatland seiner Mutter besucht - Ruanda. Milans Mutter hat nie etwas über ihre Vergangenheit erzählt und er kannte Ruanda bis dahin nur aus den verstörenden Nachrichten aus dem Fernsehen. Aber er möchte verstehen und mehr über die Geschichte seiner Familie erfahren. Er schließt Freundschaft mit den unterschiedlichsten Menschen, die ihm begegnen, und kommt nach und nach seiner Familiengeschichte näher - und erfährt, warum Teile seiner Familie so lange geschwiegen haben. Er erlebt ein Land und eine Gesellschaft, die selbst nach vielen Jahren die Schrecken des Völkermords noch nicht verarbeitet hat und es oft nicht schafft, Versöhnung über den Hass zu stellen. Ein enorm wichtiger Roman, bewegend, erschreckend und Augen öffnend - über den Genozid in Ruanda und die Menschen, die mit dieser Geschichte und dem Leid leben müssen. Gleichzeitig enthält der Roman auch so viele liebevolle und schöne Momente, und zeigt, wie zumindest zum Teil Versöhnung möglich ist. Eine absolute Leseempfehlung!









