Absolut mitreißende Fortsetzung
Auch der zweite Band der Gael-Song-Reihe konnte mich wieder total begeistern! Die Geschichte nimmt einen total ein, sodass es schwer fällt, sich davon zu lösen und man auf der grünen Insel verweilen will zwischen den Machtkämpfen der Descendants und Formorier. Dieses Buch ist wieder von sehr starken Emotionen geprägt, die für mich persönlich im Prolog und Epilog am stärksten waren. Bei den Szenen musste ich ganz schön schlucken. Fódla und Gormflaith bleiben auf ihre eigene Weise weiterhin super spannend. Fódla lebt in ständiger Angst vor ihrem eigenen Volk, da sie aufgrund ihres Wesens nicht alle Regeln befolgen kann und mit schweren Konsequenzen rechnen muss. Ihre Aufopferungsbereitschaft ist dabei ihr stärkster Zug. Gormflaith wiederum ist unfassbar berechnend und man möchte meinen, sie sei kaltherzig. Tatsächlich empfinde ich ihre Handlungen fast nachvollziehbar. Sie wurde immer unterdrückt als Frau und geht nun über Leichen, um ihr Ziel zu erreichen. Dabei geschehen viele spannende und unvorhersehbare Dinge. Die Beziehung zwischen Murchard und Fódla finde ich einfach nur zauberhaft, da beide einfach toll sind. Ich bin gespannt, wohin das noch führt. Generell ist das ganze Familienkonstrukt um King Brian sehr schön, da man diese Zuneigung unter Eltern und Kindern in dem Maß im historischen Kontext selten liest. Zu Tomas kann man nur sagen: Er führt nichts Gutes im Schilde! Mehr und mehr kristallisieren sich seine wahren Absichten heraus. Diese will er um jeden Preis durchsetzen. Vor dem Hintergrund der irischen Geschichte um den Kampf eines neuen Hochkönigtums, entwickelt sich auch der Kampf zwischen Descendants und Formoriern weiter, der ungeahnte Auswüchse annimmt.

