Gute Prämisse, Umsetzung eher nicht so gut. 2,5/5⭐
Ich habe mir wirklich schwer getan. Es war meine erste Leseerfahrung mit den Adepta Sororitas und die vielen Begriffe und Orden, die in diesem Buch zusammengeworfen wurden, haben es mir schwer gemacht. Wir begleiten mit Morvenn Vahl eine Hohe Senatorin zu Terra, die gleichzeitig die Oberste des Militärordens der Adepta Sororitas ist. Und auch wenn sie diese Ämter wohl noch nicht lange inne hat, fand ich ihren Charakter dafür nicht geeignet, was sie unglaubwürdig gemacht hat. Ständig wird erwähnt, dass die unsicher ist, anstatt sich selbst zu entscheiden auf den Rat ihrer Untergeben hören würde oder dass sie ihrer Rolle ja nie gerecht werden würde. Der weinerliche Ton, der sie dabei begleitet hat sie für mich unsympathisch gemacht. Sie hätte im Laufe dieses Krieges sterben können, aber die Bedeutung für das Imperium wurde an keiner Stelle behandelt - ich meine, immerhin war sie das Oberhaupt der Sororitas UND Hohe Senatorin? Der Tod der Heiligen als Antagonisten fand ich sehr spannend, auch wenn der Grund, der angekündigt wurde, wie er besiegt werden könne, aus meiner Sicht am Ende gar keine Rolle gespielt hat. Lethes Perspektive hat mir am besten gefallen, sie war immer spannend und hat die Geschichte voran gebracht. Sie und Kol Rakhul waren zwei sehr gute Gegengewichte zu den gläubigen Perspektiven der Sororitas. Als ein Buch aus dem 40k-Universum würde ich es als okay bewerten - die Lore war gut, das Setting gut gemacht und es war brutal (und stellenweise eklig), aber nichts was man gelesen haben muss. Es scheint keinen Einfluss auf das Universum oder das Machtverhältnis zu haben und verpufft in Betrachtung des Großen und Ganzen. Insgesamt mochte ich Morvenn nicht, hätte mir so sehr eine Karte gewünscht, aber fand die beiden Antagonisten gut. Würde ich es empfehlen zu lesen? Nur wenn du wirklich Bock auf Adepta Sororitas, Night Lords und den Konflikt des Glaubens und die Heiligen hast.


