Inhalt (in meinen Worten): „Zurück in die Zukunft“ aus dem Jahr 1985 gemischt mit der Sprache von Shakespeare. Marty McFly und Emmett L. „Doc“ Brown sind ziemlich gute Freunde. Es ist eine eigenartige Kombi: Marty geht zur Highschool, Doc ist ein (alter) Wissenschaftler. Aber ihre Freundschaft funktioniert. Bis zu jenem Zeitpunkt mitten in der Nacht, als Doc Marty zu einem geheimen Treffen bestellt. Plötzlich verschwindet ein Hund mitten im Nirgendwo, um eine Minute später zeitversetzt aufzutauchen und Doc wird erschossen, während Marty um sein Leben rennt und in den DeLorean springt. Ein Auto mit Flügeltüren. Marty beschleunigt, um den Tyrannen zu entkommen und fährt so schnell, dass er eine Art magische Grenze erwischt, die ihn auf mysteriöse Art und Weise durch die Zeit reisen lässt … um in der Vergangenheit seinem Dad und seiner Mum zu begegnen, die so ganz anders sind, als er glaubt und auf einmal läuft einfach alles schief … Haha, okay. Das musste jetzt sein 😉 Erwartungen: Shakespeare meets Back to the Future. WIE COOL IST DAS DENN BITTESCHÖN? So etwas gab es schon mit Star Wars, I know. Aber das hier ist etwas vollkommen anderes. Es ist verdammt noch mal mein Lieblingsautor mit meinem Lieblingsfilm. Genau auf so etwas habe ich schon immer gewartet. Meine Güte, meine Erwartungen waren höher, als der Clock Tower in Hill Valley. Charaktere: Oh, bitte. Es sind Marty McFly und Doc Brown. Die zwei coolsten Bros aller Zeiten. Ihre Bromance war schon in, bevor man das Wort überhaupt erfunden hatte. Dann noch der Hund Einstein, dessen Gedanken man im Buch liest. Ohne Witz, man LIEST Einsteins Gedanken. Stil: George: „Yet, I must write. If I say I shall not, The words are in my heart an ‚twere a fire, A vast inferno shut up in my bones. I weary of the holding it inside; Indeed, I cannot – I am doom’d to write.“ Marty: „If music mark the time of love, play on!“ Genau so! Es ist einfach eines jener Bücher, die so unglaublich sind, dass man kaum glaubt, so etwas erst jetzt zu lesen. Fazit: Ich bin Shakespeare Fan seit 1996. Aber Back to the Future war vorher. Um 1991/92 hab ich es zum ersten Mal gesehen und mich direkt verliebt. Es hat einfach klick gemacht und ich liebe es noch immer. Schaue die Trilogie jedes Jahr (mehrfach) und bin immer wieder verzaubert. Mag sein, dass meine Sammlung eher dürftig ist, aber tief im Herzen sind die Filme eingebrannt und bleiben auch da. Genauso wie Shakespeare. Bisher hab ich diese zwei trennen können. Warum auch nicht? Es gab keinen Grund, die zu verbinden, obgleich irgendwie immer schon eine gewisse Ähnlichkeit zueinander bestand. Shakespeare meets McFly und Doc. Es ist ein Traum, absolut, durch und durch. Doch es liegt nicht nur am Stück selbst. Sondern an den Easter Eggs. Ich bin mir zwar nicht sicher, ob ich wirklich alles entdeckte, aber einige schon. Manche waren offensichtlich, andere versteckt. Vielleicht auch nur für jene, die danach ausschau halten. Es sind Szenen in diesem Buch, welche mich einfach nur total überrascht haben. Eine Unterhaltung, beispielsweise, zwischen zwei Policemen, die die Geschichte irgendwie auf verzwickte Weise Revue passieren lassen. Es sind zudem noch andere Kleinigkeit, ein komischer Crossover, der zeigt, dass auch Teil 2 (und 3) in dieser Art erscheinen werden und ach, was rede ich hier so viel. Lest es selbst. Wirklich. Es ist so cool. „Zurück in die Zukunft“ konnte übrigens tatsächlich die Zukunft voraussehen. Im Jahr 1985 hatte Hill Valley einen schwarzen Bürgermeister. Damals nicht wirklich vorstellbar. Doch hatten „wir“ (okay, die Amis, aber whatever) lange Barack Obama (besonders 2015 😉 ), Biff wurde absolut und offensichtlich Trump nachgeahmt. Ganz genauso und nicht anders. Ich bin Fan von diesem mashup und liebe die Vorstellung, dass Shakespeare für junge Leute oder für „Back to the Future“ Fans ein wenig schmackhafter gemacht wird …
31. Dez.31. Dez. 2024
William Shakespeare's Get Thee Back to the Future! (Pop Shakespeare, Band 2)von Ian DoescherQuirk Books
