
Fifty Fifty
Fifty Fifty von Steve Cavanagh bietet eine interessante Ausgangsidee: Zwei Schwestern beschuldigen sich gegenseitig des Mordes, doch nur eine sagt die Wahrheit. Dieser ungewöhnliche Fall sorgt von Beginn an für Spannung und macht neugierig auf die Auflösung. Besonders gelungen sind die kurzen Kapitel und das hohe Erzähltempo. Die Geschichte bleibt über weite Strecken fesselnd, und einige Wendungen überraschen durchaus. Auch die Gerichtsverhandlungen sind spannend dargestellt und verleihen dem Thriller eine besondere Dynamik. Allerdings wirkt die Handlung stellenweise etwas konstruiert, und manche Figuren bleiben eher oberflächlich. Einige Wendungen erscheinen sehr vorhersehbar, während andere etwas überzogen wirken. Dadurch geht ein Teil der Glaubwürdigkeit verloren. Insgesamt ist Fifty Fifty ein unterhaltsamer Pageturner für Fans von Justiz- und Psychothrillern. Wer rasante Spannung sucht und kleinere Logiklücken verzeihen kann, wird gut unterhalten. Für die ganz große Begeisterung fehlt jedoch etwas mehr Tiefgang bei den Charakteren und eine noch überzeugendere Auflösung. Fazit: Ein spannender Thriller mit origineller Prämisse und hohem Lesetempo, der gut unterhält, aber nicht durchgehend überzeugen kann.











