Schwer zu lesen, noch schwerer zu vergessen
Eines vorweg: Da es sich um eine Biografie handelt, tue ich mich schwer damit, das Ganze einfach in eine Sternebewertung zu pressen. Das hier ist keine erfundene Geschichte – es ist das echte Leben einer wirklichen Person, die schreckliches durchgemacht hat und noch heute mit Folgen davon kämpft. Als Kind bzw. Teenager habe ich die Serie iCarly sehr gern gesehen und auch die Rolle der Sam Puckett mochte ich damals wirklich sehr. Als ich auf Instagram immer wieder Ausschnitte aus Jennette McCurdys Buch und Interviews dazu gesehen habe, wollte ich die Biografie schließlich unbedingt lesen – obwohl ich Biografien eher selten zur Hand nehme. Ich tue mich generell schwer damit, beim Lesen einer Biografie immer im Hinterkopf zu haben, dass all die Dinge in diesem Buch wirklich geschehen sind. Und genau das hat mein Lesen hier sehr intensiv bzw. schwer gemacht. Jetzt bin ich aber froh“I’m Glad My Mom Died” gelesen zu haben – auch wenn das bei so einem ernsten und schlimmen Thema irgendwie komisch klingt. Es hat mich sehr zum Nachdenken gebracht, teilweise richtig festgehalten. Vielleicht sogar mehr als viele andere Bücher, gerade seit ich selbst seit letztem Jahr Mama bin. Was mich beim Lesen immer wieder getroffen hat: diese Mischung aus Schock und Unglauben. Ich habe mich so oft gefragt, wie man seinem eigenen Kind so etwas antun kann. Und gleichzeitig war da dieser zweite Gedanke: wie lange sowas eigentlich nachwirkt. Wie normal es für das Kind irgendwann wird, weil es nichts anderes kennt. Und genau das zeigt das Buch auf. Wie tief Manipulation sitzen kann und wie sehr sie einen Menschen bis ins Erwachsenenalter begleitet. Es gibt da eine Szene bei der Therapie die beschrieben wird und die war für mich wirklich am eindringlichsten bei dieser ganzen Thematik. Am Ende bleibt bei mir vor allem ein großes Gefühl von Respekt. Jennette McCurdy erzählt das alles so offen und ehrlich, dass es weh tut beim Lesen und man immer wieder innehalten muss. Und vielleicht hilft genau das jemand anderem irgendwann, sich selbst besser zu verstehen oder überhaupt erstmal zu erkennen, was da eigentlich passiert wenn man von einem Elternteil, das einen lieben soll, so manipuliert wird.




















































