
Zur Story:
Hüte dich vor dem, der entkommen ist … "Father Silence" terrorisierte einst die ländliche Kleinstadt Twisted Tree, indem er sich als Priester ausgab, um Jagd auf die verletzlichsten Mitglieder der Gesellschaft zu machen. Als die Polizei schließlich sein „Haus des Schreckens“ entdeckte, fanden sie neunzehn Leichen und einen Überlebenden – einen Jungen, der heute in einer geschlossenen Psychiatrie weggesperrt ist. Fast zwei Jahrzehnte später wird Father Silence endlich hingerichtet. Doch schon am nächsten Morgen wird der Detective, der ihn damals verhaftet hatte, tot aufgefunden. Ein neuer Serienkiller bekennt sich zu dem Mord und nennt sich "Der Außenseiter". Die Tochter des Detectives, Tess Claibourne, ist selbst Ermittlerin. Sie wird von Kindheitstraumata verfolgt und ist erschüttert über den Tod ihres Vaters sowie das Wiederaufleben von Father Silences grausamen Vermächtnis. Als Tess’ Tochter vom Außenseiter entführt wird, ist Tess gezwungen, sich ihren schlimmsten Ängsten und lange verdrängten Erinnerungen zu stellen. Ohne brauchbare Hinweise kehrt sie nach Twisted Tree zurück, um den Jungen zu besuchen, der damals überlebt hat – und herauszufinden, welche Geheimnisse tief im verworrenen Netz seines gebrochenen Geistes verborgen liegen. — Weniger ist manchmal mehr. „Sleep Tight“ von J. H. Markert hatte definitiv Potenzial und begann auch durchaus spannend. Die düstere Atmosphäre und die vielen Geheimnisse konnten anfangs neugierig machen. Leider wollte die Geschichte irgendwann einfach zu viel auf einmal. Es werden ständig neue Handlungselemente, Figuren und Verbindungen eingeführt, sodass der Thriller für mich zunehmend überladen wirkte. Statt Spannung entstand eher Verwirrung, weil man gefühlt ungefähr 543 Charakteren folgen musste und irgendwann kaum noch emotional bei der Sache war. Man merkt, dass hier viele Ideen vorhanden waren – nur wäre weniger vermutlich deutlich effektiver gewesen. Schade eigentlich, denn das Grundkonzept hatte wirklich Potenzial. So blieb am Ende ein solider Thriller, der mich aber eher angestrengt als gefesselt hat.
