Fängt vielversprechend an, untertraf aber meine Erwartungen... Ich fand den Band ziemlich langweilig...
Und endlich habe ich den nächsten Band durchgelesen. »Wolfsmond« hat mir schon wieder weniger gefallen, als der Vorgängerband. Dabei fing der Band schon so vielversprechend an. Ich habe gedacht: »So, jetzt geht es endlich mal voran.« Aber ich wurde enttäuscht. Ein Palaver jagte das nächste… Und es war nervig und ermüdend dieses Buch zu lesen. Dabei fand ich es richtig gut, dass das Buch aus einer anderen Sichtweise begann. Bei ganz anderen Menschen. Das war mal was anderes… Aber im Nachhinein frage ich mich, was Mr. King überhaupt damit bezwecken wollte. Er hätte auch von Anfang an aus der Sicht der Protagonisten schreiben können. Denn aus der Sicht von Tian Jaffords wurde danach nicht wieder erzählt. Er tauchte zwar auf, aber aus der Sicht von den Protagonisten… Und deren Meinung über Tian war nicht gerade lobenswert. Man hatte als Leser das Gefühl, dass unsere lieben Revolvermänner auf ihn herab schauen. -.- Wirklich sehr edel… Roland wurde mir zunehmend unsympathischer. Und dass er bei der Ankunft in der Calla plötzlich anfing eine »Commala« zu tanzen, trug auch nicht dazu bei, dass ich ihn sympathischer finden würde. Im Gegenteil… Ich fand das absolut uncool, unpassend und peinlich. Dauernd wird von den schrecklichen Wölfen gefaselt – aber wirklich was dagegen getan wurde erst ziemlich zum Schluss des Buches. So ziemlich jeder Tag vor den Wölfen wurde erwähnt. Der Band wurde so unnötig in die Länge gezogen. Einige Dinge hätte man wirklich auslassen können. Und der Priester… Was spielte der eigentlich für eine Rolle? Er erzählte Stück für Stück seine Lebensgeschichte, in der es natürlich um Vampire ging. (War bei dem Buchtitel nicht anders zu erwarten… Wo Wölfe und Priester sind, sind Vampire nicht weit..) Aber was seine Lebensgeschichte nun mit der Hauptstory zu tun hatte, habe ich nicht kapiert. Das hätte Mr. King auch getrost weglassen können… Dann wäre der Band vermutlich halb so dünn und doppelt so spannend geworden. Und man hätte sich eine nichtssagende Story gespart. Und dann der Mist mit der Abtreibung. Boah, da hab ich mich vielleicht aufgeregt! Callahan will die ganze Zeit nicht als »Father« bezeichnet werden, da er ja von Gott verlassen ist oder irgend so ein Mist. Aber als es dann um Susannahs Abtreibung geht, die ja auch begründet ist, da sie mit einem Dämon schwanger ist, macht er seinem Ruf als Priester echt alle Ehre. Da ist er auf einmal vollkommen auf der Seite der Kirche. Ich hätte kotzen können. Aber war ja klar, dass Susannahs Schwangerschaft in diesem Band noch nicht abgeschlossen wird. Nein, dieses Drama wird vermutlich auch noch die letzten Bände in die Länge gezogen. Uh maaan ey! Das hat mich sowieso genervt.. Wie lange es gedauert hat, dass jemand mal dahinter gekommen ist, dass Susannah schwanger ist… Das hätten die doch von Anfang an wissen müssen! -.-* Und dann wird daraus so ein Drama gemacht. So ein nerviges Theater… Und wie nicht anders zu erwarten war, heißt der nächste Band »Susannah«. •Augen verdreh• Uh, und was mich am allermeisten gestört hat ist die Tatsache, dass Roland anscheinend von Rheuma befallen worden ist. Okay, dagegen allein spricht ja nichts. (Nee, er hat nur einen Grund mehr zu leiden… •Augen verdreh•) Ist ja eine ernste Krankheit und noch dazu nicht mal selten.. Aber es war klar, dass er das selber diagnostiziert und dafür keinen Arzt benötigt, der ihm seinen Verdacht bestätigt. Gegen die Krankheit an sich sag ich ja nix. Ich habe selber diese Krankheit. Aber die Art und Weise, wie darüber geschrieben wird, lässt mich wütend werden. Es erweckt den Anschein, dass der Autor dem Leser sagen will, dass »Arthritis« (korrekt: Chronische Polyarthritis) eine Alte-Leute-Krankheit ist. Und das ist sie verdammt noch mal nicht! Dieses Klischee regt mich auf. Und von einem so hochgelobten Autor hätte ich anderes erwartet. Als Roland feststellt, an was er da erkrankt ist, gibt er sich noch 1 – 2 Jahre. Das klingt so, als würde er denken, er würde an der Krankheit sterben. Hallo? Ich trage seit 7 Jahren diese Krankheit mit mir rum und ich lebe noch! Ehrlich, Mr. King. Sie hätten doch dann bitte schön etwas ausführlicher recherchieren können. Wikipedia hilft Ihnen da sicherlich weiter. -.- Rheuma ist unheilbar, ja. Rheuma ist sehr schmerzhaft. Aber Rheuma ist nicht tödlich. An diesem Punkt, Rolands Krankheit, ist der Autor in meiner Achtung ziemlich gesunken. Er zieht über andere Autoren her, dass sie für ihre Geschichte nicht recherchiert haben… Aber selber? Nee, sowas macht mich wütend. Diese Sache hat bei mir bezweckt, dass ich auf Stephen Kings Meinung keinen Pfifferling mehr lege. Soll er doch Bücher kritisieren – ich lass mich davon vor einem Buchkauf nicht mehr beeinflussen. Wer über andere Autoren herzieht und selber nicht richtig recherchiert, der ist bei mir unten durch. v__v Der Kampf gegen die Wölfe war hingegen ziemlich gut beschrieben. Das widerum hat mir wirklich gefallen. Allerdings fand ich es relativ unlogisch, dass es nur zwei Verluste gab im Kampf gegen die Wölfe… Gut, kann man iwo auch verstehen… Aber bei so einer Horde von Wölfen gegen so wenige Gegner? Nein, das war irgendwie unrealistisch… Dass Jake schließlich doch seine Zigarette bekommen hat, fand ich auch nicht gerade prickelnd… Er ist doch noch nicht einmal ein Teenager. Gut fand ich das nicht… Aber gut, es passt zum Bild der Revolvermänner… Western sind einfach nicht mein Fall. Aber es wurden weniger Wörter benutzt, die nicht erklärt wurden und der Schreibstil des Autors hat sich anscheinend gefestigt. Keine Schachtelsätze mehr – worüber ich wirklich sehr erleichtert bin. Ich hoffe, dass es im nächsten Band endlich mal voran geht. Man hat als Leser immer noch das Gefühl noch am Anfang zu stehen, obwohl man schon beim fünften Band von sieben ist. Ich bleibe gespannt, was der nächste Band für mich zu bieten hat.