Genau so fühlt sich dieses Buch an. Wie jemand der einen auffängt, wie eine Umarmung, wie Zuhause... im eigenen Kopf.
Es fühlt sich sehr gemütlich an. Die vielen kleinen eingestreuten Mythen und Gruselgeschichten geben mir irgendwie Märchenvibes und die bedingungslose Liebe die Luise durch Selma und den Optiker erfährt macht mich sehr froh.
Schon auf den ersten beiden Seiten war für mich klar, dass ich ein großartiges Buch lese. Die Beschreibung von Trauer trifft den Nagel auf den Kopf. Erinnerungen überrumpeln einen immer wieder, ob man sie nun erwartet hat oder nicht.
Das Ende des ersten Teils hat mich erwischt. Auch die Darstellung der kindlichen Trauer ist grandios gelungen.
Die Autorin hat ein Talent Bilder im Kopf zu erschaffen, welches seines gleichen sucht. Ich weiß nicht ob ich sowas schon mal gelesen habe und zögere nun wirklich ein weiteres Buch von ihr zu lesen, aus Angst, dass sie selbst nicht mit sich mithalten kann.
Es tut richtig weh, dass dieses Buch zu Ende ist.
Ich bin gespannt ob meine Erwartung sich bestätigt, und dieses Buch mein Liebstes 2026 wird/bleibt.
Zumindest kann ich sagen: dies ist mein Lieblingsrezensionbild des Jahres 😂❤️
Was für ein wundervolles Buch. Allerdings muss ich fairerweise sagen, dass ich das Buch bereits vor ein paar Monaten mal angefangen hatte zu lesen, aber leider gar nichts damit anfangen konnte. Es war wohl nicht der richtige Moment für das Buch. Und jetzt, beim zweiten Versuch, war ich sofort in der Story und hab sofort eine Verbindung gehabt. Die Charaktere, der Witz, die Ernsthaftigkeit...was ein tolles und wirklich grandioses Buch. Ich liebe alles daran und werde es sicher noch öfter re-readen.
❤️
„Man kann sich die Abenteuer, für die man gemacht ist, nicht immer aussuchen“
Super toll geschrieben! Einfach wunderschön!
Ein Buch auf das man sich einlassen muss.
Sehr schwer zu Beschreiben.
Es passiert nicht viel, aber doch mehr als genug. Ich musste lachen, weinen und habe was gelernt <3
Ich hatte aufgrund des Klappentexts etwas ganz anderes erwartet. Der Klappentext beschreibt eigentlich nur den 1.Teil des Buchs (von 3). Also den am besten ignorieren xD
„Und wenn es einen guten Grund gibt erfunden zu werden, dann bist das du“ ♥️
Skurill, manchmal etwas zu gekünstelt, aber zum Nachdenken anregend
Ich habe 200 Seiten gebraucht, um mit dem Schreibstil warm zu werden (dann blieben mir noch 115 Seiten 😅), er ist zwar präzise aber auch ziemlich skurril, absurd, mit Aberglaube geschmückt, aber wirkt für mich immer wieder etwas zu bemüht, wie eingestreute ausgelutschte Poesie-Album-Sprüche. Wenn man sich darauf einlassen kann, bringen einen aber genau diese skurrilen Metaphern fast philosophisch zum Reflektieren, aka „mehr Welt ins eigene Leben reinlassen“ und es lohnt sich manchmal fast einen Notizblock daneben zu legen.
Das Buch erzählt über die Abenteuer, die man sich nicht immer aussuchen kann. Es geht um Dorfbewohner im Westerwald, zeitlich wohl um die Jahrtausendwende. Es geht um die eigene Perspektive und darum den eigenen und gemeinschaftlichen Horizont zu erweitern, über den Tellerrand zu schauen, darum, nicht das Gegebene hinzunehmen und sich mit dem Schicksal abzufinden sondern aktiv selbst Einfluss nehmen zu können, aber auch um die Unruhe, die eine solche Veränderung der Routine und des eingefahrenen Systems für sich und andere mit sich bringt. Es geht darum sich selbst zu finden und sich selbst treu zu sein.
„Mir war schwindlig. Ich hatte selten einer Sache dazwischengefunkt, die sich so ergeben hatte.“ (S.260)
Sehr bezeichnend für die Horizonterweiterung fand ich auch (S.255): „Der Einzelhändler [… hängte das Schild] „Kaffee to go“ […] bald wieder ab, weil niemand einen solchen Kaffee wollte. „Wo soll ich mit dem Kaffee denn hingehen?“ hatte die Frau des verstorbenen Bürgermeisters gefragt.“
Oder: „ „Liebe Luise, ich wüsste gern, was das wirkliche Leben denn ist, deiner Meinung nach“, schrieb Frederik zurück.“
Das am meisten wiederholte Zitat ist wie das Motto des Buchs: „Wenn wir etwas anschauen, kann es aus unserer Sicht verschwinden, aber wenn wir nicht versuchen, es zu sehen, kann dieses Etwas nicht verschwinden.“
Aber es geht auch um Gemeinschaft: „Keiner ist alleine, solange er noch wir sagen kann.“
Es ist eine nette Beschreibung der Dorfbewohner und ihren skurrilen Eigenschaften, wenn mir auch der Umgang mit mentalen Problemen etwas zu plump und zu naiv ist.
Für mich trotzdem eine Empfehlung, wenn man sich auf das Skurille und Absurde einlassen kann, weil es auf unterhaltsame Weise dazu anregt über das eigene Leben nachzudenken.
Das Buch hat sich wie ein Nach-Hause-Kommen angefühlt. Die Geschichte aus einem kleinen Dorf verbindet auf besondere Weise Liebe, Leben und Tod. Der trockene Humor hat mich oft zum Lachen gebracht, während andere Stellen zum Nachdenken angeregt haben. Ein wunderbares Buch, das sich leicht und flott lesen lässt.
Was man von hier aus sehen kann von Mariana Leky hat mich leider nicht wirklich überzeugen können. Den ersten Teil der Geschichte fand ich noch okay, auch wenn mir der Einstieg schon eher schwerfiel. Ab dem zweiten Teil habe ich dann überhaupt nicht mehr richtig hineingefunden.
Ich habe trotzdem weitergelesen, weil ich das Buch unbedingt mögen wollte – schließlich wurde es so gehypt. Aber irgendwann habe ich mich in der Geschichte einfach verloren. Vieles wirkte auf mich wirr und ich musste manche Passagen mehrfach lesen, weil ich ständig das Gefühl hatte, etwas zu übersehen oder zwischen den Zeilen lesen zu müssen.
Ich habe mich wirklich bemüht, einen Zugang zu der Geschichte zu finden, aber am Ende musste ich mir eingestehen: Dieses Buch ist leider einfach nichts für mich.
Ein wirklich außergewöhnliches, ruhiges Buch voller Gefühl und kleiner großer Momente. Die Figuren sind liebevoll geschrieben, gleichzeitig herrlich ulkig, sodass man irgendwann das Gefühl hat, mitten unter ihnen zu leben. Große Action gibt es hier nicht, dafür aber viel Wärme und das Talent, in den kleinen Momenten die Schönheit zu bemerken. Besonders beeindruckt hat mich, wie Mariana Leky Trauer und Schwere mit so viel Witz und Leichtigkeit verbinden kann.
Egal ob als Hörbuch oder als Reales Buch, diese Geschichte von Mariana Leky ist und bleibt eins meiner absoluten Lieblinge.
Eine Geschichte, die scheinbar überall und nirgends hinführt und voller vieler eindrücklicher Sprachbilder ist, dass man gar nicht viel eigene Fantasie einsetzen muss, um absolut einzutauchen.
Jede Figur ist voller Liebe zum Detail mit Worten skizziert und man kann niemanden nicht auf seine Art und Weise gern haben.
Dazu lassen einen Wiederholungen und intensive bildliche Darstellungen ganz leicht durch die Geschichte tanzen und hinterlassen einen eigenen Abdruck auf der Seele.
Lieblingsbuchcharakter, wenn man sich drauf einlassen kann.
Für mich ein absoluter Wohlfühlroman, den man immer dann lesen sollte, wenn man eine literarische Umarmung braucht, die ein bisschen zum Denken anregt.
Was man von hier aus sehen kann - Ein Dorf zwischen Aberglauben und Alltag
In einem kleinen Dorf im Westerwald bestimmt ein ungewöhnlicher Aberglaube das Leben der Bewohner: Immer wenn Selma von einem Okapi träumt, stirbt innerhalb der nächsten 24 Stunden jemand aus dem Ort. Sobald sich ein solcher Traum herumspricht, geraten alle in Aufregung. Menschen sprechen plötzlich Wahrheiten aus, gestehen lange verschwiegene Gefühle oder versuchen, alte Streitigkeiten zu klären. Im Mittelpunkt der Geschichte steht Selmas Enkelin Luise, die über viele Jahre hinweg begleitet wird. Sie erlebt erste Liebe, schmerzliche Verluste, Sehnsucht und die Suche nach einem eigenen Platz im Leben. Besonders wichtig ist ihre Beziehung zu Frederik, die immer wieder von Distanz und Warten geprägt ist. Ebenso berührend ist die stille Liebe des Optikers zu Selma, die über Jahrzehnte unausgesprochen bestehen bleibt.
Der Roman lebt vor allem von seiner besonderen Atmosphäre. Statt auf große Wendungen setzt die Geschichte auf leise Momente, menschliche Beobachtungen und emotionale Zwischentöne. Die Figuren wirken eigenwillig, warmherzig und bleiben lange im Gedächtnis. Gerade die Dorfgemeinschaft mit ihren kleinen Eigenheiten verleiht dem Buch viel Charme. Auch der Schreibstil wirkt sehr poetisch, ruhig und bildhaft. Viele Szenen wirken beinahe märchenhaft, ohne den Bezug zum echten Leben zu verlieren. Dazu kommt eine gelungene Mischung aus Traurigkeit, Hoffnung und trockenem Humor.
Weniger überzeugend ist das langsame Tempo. Die Handlung entwickelt sich eher ruhig und nimmt sich viel Zeit für Nebenfiguren und Episoden. Dadurch fehlt stellenweise ein klarer Spannungsbogen. Wer einen ereignisreichen Roman mit viel Dynamik erwartet, könnte das Buch zwischendurch als zäh empfinden. Auch der besondere Stil mit seinen skurrilen und verspielten Elementen gefällt nicht jedem.
Insgesamt ist es jedoch ein warmherziger, kluger und ungewöhnlicher Roman über Liebe, Verlust und die Frage, was im Leben Bestand hat. Das Buch überzeugt stärker durch Stimmung, Figuren und Sprache als durch Spannung. Wer ruhige, tiefgründige Geschichten mit viel Gefühl schätzt, wird hier viel entdecken. Von mir 7 von 10 P.
(abgeschlossen 08.05.2026)
Ein Dorf, viele Charaktere und 1 Okapi = Lebenskrisen
Inhaltlich befinden wir uns in einem kleinen Dorf, in denen viele Charaktere wohnen, deren Entwicklung wir über 3 Zeitebenen begleiten. Die Besonderheit Selma, die Großmutter der Protagonistin, erscheint im Traum ein Okapi – ein Vorbote des Todes.
Innerhalb von 24 Stunden wird jemand sterben.
In dieser Zeit erfahren verschiedene Charaktere einige Krisen und versuchen Fehler zu beheben, Entscheidungen zu treffen und sich zu entsinnen das Beste aus dem eigenen Leben zu machen.
Jeder Charakter hat dabei markante Eigenschaften, die die Story voran bringen (sollen).
Thematisch befasst sich das Buch viel mit Liebe, Verlust. Leben im Hier und Jetzt und dem Ausbruch der eigenen Komfortzone.
PRO:
- Meine Favoriten sind der Optiker, Palm und Alaska
- einige Highlights wie die Zugscene, der Besuch aus Japan und der Rückblick im Abschluss fesseln.
- all in all eine Buch zum "Entschleunigen"
CON:
- sprachlich eher anspruchsvoll, da Sätze arg verschachtelt sind und den "schnelleren" Lesefluss stören.
- Viele Passagen wirken sehr zäh und bringen die Handlung nicht wirklich voran.
- Das “Übernatürliche” (Teil 3) wirkte wie ein deplatziertes Wunder.
- Der Klappentext mit dem Okapi ist nur ein geringer Teil der Story und bildet eher den Start der Handlung als viel mehr die Handlung selbst, schade. Hatte auf mehr Druck erhofft, um die Charaktere in den Zustand der Befreiung zu "zwingen".
Fazit:
Ideal zum Nebenher-Lesen bei kaffee und Kuchen.
Ich sehe hier definitiv eine feste Zielgruppe, für die das Buch perfekt ist, um zum Nachdenken anzuregen.
Für mich war es nett in der Sonne zu lesen, aber das war es dann auch.
Was man von hier aus sehen kann ist ein leises, nachdenkliches und gleichzeitig sehr berührendes Buch, in dem zwar nicht sehr viel passiert, in dem aber die Personen so gekonnt mit wenigen Worten skizziert werden, dass man sie und ihre Schrulligkeit einfach mögen muss. Zwischendurch hat mir manchmal ein bisschen der rote Faden und der Spannungsbogen gefehlt, aber aufgrund des tollen Schreibstils und der besonderen Charaktere habe ich trotzdem immer gerne weitergelesen.
Besonders toll fand ich, wie Motive und Formulierungen immer wieder aufgegriffen werden und einen so durchs Buch führen, dass der Kreis sich dann am Ende gewissermaßen wieder schließt, war der krönende Abschluss dieses Stilmittels.
Insgesamt ein berührendes Buch über echte Menschen, die ihren Platz im Leben suchen und vielleicht auch finden, auch wenn er manchmal anders aussieht als man früher dachte.
Welch lebendige und ausführliche Sprache. Ich konnte es nicht aus der Hand legen, habe etwas ganz anderes erwartet und wurde mehr als belohnt durch so ein Gefühl beim Lesen.
Dieses Buch ist durch ein Zufall in meine Hände geraten. Eine Verwandte gab mir das Buch und sagte „Hier lies mal das. Es wird dir gefallen.“
Es war schön, herzerwärmend und hat zum nachdenken angeregt.
Ich finde den Schreibstil auch sehr schön. Es ist so schön leicht zu lesen. Sehr angenehm.
Ich liebe die Vergleiche und Metaphern vom Tod und vom Leben. Es ist so schön umschrieben. Ich hatte an mehreren Stellen Tränen gelassen und an der ein oder anderen Stelle das Buch zur Seite legen müssen, um nachzudenken.
Nachzudenken was ich da gerade gelesen habe und zu verstehen.
Eine große Empfehlung von mir. Man muss es mal gelesen haben. ☝🏼✨
3 Sterne ist zu wenig und 4 aber irgendwie zu viel. Trotzdem wirklich schönes Buch
Ich würde eine 3,5 geben. Ich finde am Anfang zieht sich das Buch etwas und ich kam.schwer rein. Dann geht es fast etwas zu schnell. Trotzdem ein wirklich schönes Buch über Verlust und Kummer des Lebens. Ich hab sogar geweint.
⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️
Schon jetzt ist dieses Buch für mich ein absolutes Jahreshighlight – vielleicht sogar ein Lebenshighlight.
Die Geschichte spielt in einem kleinen Dorf und folgt Luise, die dort aufwächst und von den Menschen um sie herum geprägt wird. Immer wenn ihre Großmutter Selma von einem Okapi träumt, stirbt jemand im Ort – und dieses wiederkehrende Ereignis bringt die Dorfgemeinschaft dazu, über ihr Leben, ihre Beziehungen und unausgesprochenen Gefühle nachzudenken.
Dieses Buch hat mich mit all seinen Facetten berührt und gefesselt. Alles daran ist gelungen: die Story, die Charaktere, die tiefe Message und auch das Tempo. Vor allem aber hat mich der Schreibstil beeindruckt. Ich habe wahrscheinlich noch nie ein Buch gelesen, das das Leben so wunderschön beschreibt, so fein beobachtet und gleichzeitig so unglaublich lustig ist. Es ist kein lauter Humor, der einen zum Lachen bringt, sondern ein leiser, der einen über die kleinen, komischen Momente im Leben , die uns alle verbinden, schmunzeln lässt.
Auch das Tempo, in dem die Geschichte erzählt wird, war ein Erlebnis. Mal geht alles schnell, dann wieder verlaufen Szenen ganz ruhig und langsam – genau wie das Leben selbst: unbeständig, wechselhaft, manchmal hektisch, manchmal still, aber immer besonders.
Für mich ist dieses Buch eine echte Liebeserklärung ans Leben. Mit seinen wiederkehrenden Motiven und den liebenswerten Charakteren zeigt es, wie wichtig es ist, Gefühle auszusprechen, Chancen zu nutzen und das Leben hereinzulassen 😉
Grandioses Buch!
Eine ruhige, unaufdringliche und herzliche Geschichte.
Wir begleiten Selma, Luise, den Optiker und noch einige andere liebenswerte Dorfbewohner über mehrere Jahre hinweg. Den Schreibstil fand ich richtig gut. Er hat mich an das Buch "Mittagsstunde" von Dörte Hansen erinnert. Die Geschichte ist eher zum langsamen lesen und auf sich wirken lassen. Es geht um Trauer, Liebe, Freundschaft und Familie und um Zusammenhalt auch in schwierigen Zeiten. Auch wenn jeder hier irgendwie eine besondere Art an sich hat, halten sie zusammen und unterstützen sich gegenseitig. Die Geschichte hat mir wieder einmal gezeigt, dass es egal ist, wie wer wo oder wann ist. Man sollte jede Person so annehmen wie sie ist und jeden Tag im Leben genießen.
⭐️⭐️⭐️⭐️
Mein letztes Hörspiel seit Bibi Blocksberg als Kind, aber ich bin zu 100 % überzeugt und geflasht von diesem Hörspiel! Das Hörbuch zu diesem Buch ha mich wenig abgeholt, ich fand nicht in das Buch rein und fand es langweilig. Das Hörspiel hingegen hat mich richtig abgeholt und die relevanten Szenen aus diesem Buch rausgepickt! Gerne mehr davon 🤩
Okapi im Kopf, Champignons im Geschenkpapier – ein Dorf zwischen Tod, Eisbechern und kleinen Wundern
„Was man von hier aus sehen kann“ von Mariana Leky ist ein Roman, der sich leise entfaltet und gerade darin seine besondere Kraft entwickelt. Erzählt wird die Geschichte aus der Perspektive von Luise, die auf ihre Kindheit in einem Dorf im Westerwald zurückblickt – ein Ort voller eigensinniger, aber zutiefst herzlicher Menschen.
Im Zentrum der Handlung steht Luises Großmutter Selma, die immer dann von einem Okapi träumt, wenn im Dorf jemand sterben wird. Nach diesen Träumen geraten die Dorfbewohner in eine besondere Stimmung: Geheimnisse werden ausgesprochen, Entscheidungen überdacht, und das Leben wird für einen Moment intensiver wahrgenommen. Über die Jahre begleitet man Luise beim Erwachsenwerden und erlebt, wie sich Beziehungen verändern, Verluste verarbeitet werden und die Dorfgemeinschaft immer wieder neu zusammenfindet.
Mariana Lekys Erzählstil ist dabei selbst schon eine kleine Kunstform: skurril, kurios und oft wunderbar witzig, ohne dabei an Tiefe zu verlieren. Die Dorfgemeinschaft wirkt warm und lebendig, und Figuren wie der Optiker, der Einzelhändler, Palm, Elsbeth oder Marlies sind so liebevoll gezeichnet, dass man sie schnell ins Herz schließt.
Besonders im Gedächtnis bleiben die vielen kleinen Kuriositäten, die das Buch so einzigartig machen: Szenen wie „Sex mit Renate“ oder Selmas eigenwillige Geburtstagsgeschenke – etwa eine Dose Champignons dritter Wahl oder ein Pfund Kaffee – sind so eigenartig wie charmant und tragen zum unverwechselbaren Ton des Romans bei.
Der Roman ist in drei Teile gegliedert, wobei besonders der erste Teil heraussticht. Die kindliche Perspektive von Luise verleiht der Geschichte eine besondere Leichtigkeit und einen feinen Blick für die kleinen, bedeutenden Dinge des Lebens.
Als Leser*in wartet man jedoch immer wieder auf das „ganz große“ Ereignis – auch, weil der Satz „Man kann sich die Abenteuer, für die man gemacht ist, nicht immer aussuchen“ eine gewisse Erwartungshaltung aufbaut. Dieses große, dramatische Abenteuer bleibt allerdings aus. Oder vielleicht liegt gerade darin die Botschaft des Buches: Dass die wirklichen Abenteuer im Stillen stattfinden, in Begegnungen, Erinnerungen und Veränderungen, die zunächst unscheinbar wirken.
Für mich persönlich hatte das Buch dadurch etwas leicht Märchenhaftes – ruhig, sanft und beinahe schwebend. Gleichzeitig hatte ich mir im Vorfeld etwas mehr Spannung und Handlung gewünscht. Wer also eine ereignisreiche Geschichte erwartet, könnte hier überrascht werden.
Besonders schön war für mich die Nähe zur eigenen Lebenswelt: Als jemand, der aus einem Dorf nahe dem Westerwald stammt (Jahrgang 1986), fiel es mir leicht, mich zeitlich und atmosphärisch in die Geschichte hineinzuversetzen. Viele Details fühlten sich vertraut und authentisch an.
Insgesamt ist „Was man von hier aus sehen kann“ ein liebevoll erzählter Roman mit eigenwilligem Charme, starken Figuren und einer warmen, fast märchenhaften Stimmung. Auch wenn er nicht ganz meine Erwartungen an Spannung erfüllt hat, bleibt er als besonderes Leseerlebnis in Erinnerung.
»Ihr müsst dringend mal ein bisschen mehr Welt hereinlassen« 🌎
Zutiefst berührend aber auch amüsant erzählt Mariana Leky in diesem Roman von Luise, ihrer Oma Selma und den weiteren Bewohnern ihres Dorfes. Allem voran geht es darum, wie die Bewohner:innen mit dem Leben und dem Tod umgehen. Die Geschichte wird von den einzigartigen Figuren getrieben, die die Erzählung so nahbar machen – dabei traurig und lustig zugleich. Menschliche Eigenarten und Beziehungen werden so wunderbar dargestellt. Mariana Leky hat einen ganz besonderen Schreibstil, der mich total abgeholt hat und mich sehr nachdenklich stimmt. Die zweite Hälfte des Buches ist meiner Meinung nach etwas schwächer, aber mich hat das Ganze so aufgewühlt und so berührt zurückgelassen, dass es auf jeden Fall zu einem meiner Lieblingsbücher geworden ist♥️
Ich habe alles an diesem Buch geliebt: die Sprache, die Authentizität und jede Träne, die ich vergossen habe. Ich kann es kaum erwarten, noch mehr von Mariana Leky zu lesen.
Ein unscheinbares Buch, das so viel bereithält. In wunderbarer Sprache erzählt Mariana Leky eine Geschichte über das Leben, das Alltägliche und das Zwischenmenschliche. Sie fasst Gefühle in Worte, kleine Dinge, die jedem schonmal aufgefallen sind und keiner wirklich greifen kann. Die Charaktere könnten unterschiedlicher nicht sein und gerade deshalb sind sie alle so liebenswert - trotz oder gerade wegen ihrer Macken und Fehler. Die Leute erwecken das Dorf zum Leben und schaffen zusammen ein warmes Gefühl des Nachhausekommens, das einen von der ersten bis zur letzten Seite begleitet.
Manche Bücher fühlen sich wie ein langer Spaziergang durch einen vertrauten Ort an, den man eigentlich gar nicht kennt. Genau so ging es mir mit 𝗪𝗮𝘀 𝗺𝗮𝗻 𝘃𝗼𝗻 𝗵𝗶𝗲𝗿 𝗮𝘂𝘀 𝘀𝗲𝗵𝗲𝗻 𝗸𝗮𝗻𝗻 🥰
Das Buch erzählt die Geschichte von Luise, die in einem kleinen Dorf aufwächst, in dem alles ein bisschen eigen ist. Wenn Selma, Luises Großmutter, von einem Okapi träumt, ist es ein Zeichen dafür, dass bald jemand im Dorf sterben wird. Während alle versuchen, mit dieser Gewissheit umzugehen, geht es um Freundschaft, Liebe, Verlust und die Frage, wie man lebt, wenn man weiß, dass nichts sicher ist.
Mariana Leky erzählt eine leise, warme Geschichte über ein Dorf, seine schrulligen Bewohner:innen und das Leben – mit all seinen Verlusten, Zufällen und kleinen Wundern. Es geht auch viel um das Thema Tod. Klingt düster, ist es aber überraschend gar nicht. Im Gegenteil: Dieses Buch ist voller Humor, Zärtlichkeit und ganz viel Herz.
Ich habe gelacht, ich habe geschluckt, ich habe Stellen mehrfach gelesen, weil sie so schön formuliert waren. Alles ist irgendwie unspektakulär – und genau darin liegt die Magie. Kein großes Drama, kein Lärm – eher ein sanftes Erzählen, das einen langsam packt und lange nachwirkt. Genau diese Unaufgeregtheit macht den Schreibstil von Mariana Leky so besonders 🥰
Perfekt für alle, die Bücher zum Innehalten, Wohlfühlen und Nachdenken mögen. Für Fans von Ewald Arenz oder Benedict Wells 🥰
Aaaaaaaaah, es gestaltet sich schwierig.
Leider habe ich sehr lange gebraucht, mich mit dem Buch anzufreunden. Ja, ein absoluter Pluspunkt: Eine solche Geschichte habe ich noch nicht gelesen. Aber: Trotz einfacher Sprache musste ich Sätze teilweise dreimal lesen, weil ich sie einfach nicht aufnehmen konnte.
Lest das Buch bitte und bildet Euch eine Meinung. Ich bin gespannt 😉
„Nein“ sagte sie. „ Es sind nicht mehr alle da. Aber die Welt gibt es noch. Die ganze Welt minus eins.“
Dieses Buch hat mich auf eine Weise berührt, die ich nur schwer in Worte fassen kann. Ich fand es so so schön. Die Art, wie es geschrieben ist, fühlt sich sehr besonders an. Ruhig, tief, leicht und gleichzeitig unglaublich nah.
Irgendwie hat sich das Lesen selbst sehr heilend angefühlt.
Ich glaube, das ist eines dieser Bücher, bei denen ich mir wünsche, ich könnte meine Erinnerungen löschen, nur um es noch mal komplett neu lesen zu können.
"Es sind nicht mehr alle da. Aber die ganze Welt gibt es noch. Die ganze Welt minus eins."
Kennt ihr diese Bücher, die womöglich ausschließlich für euch ganz alleine geschrieben worden zu sein scheinen?
Die euch irgendwie vollständiger machen und die ihr mit euch tragt? Die ihr mit einer gewissen Zärtlichkeit betrachtet, weil sie ein Teil von euch geworden sind?
So geht es mir mit -Was man von hier aus sehen kann-.
Dieser Gedanke fühlt sich bei diesem Buch natürlich beinahe absurd an, schließlich avancierte es binnen kürzester Zeit zum absoluten Lese-Liebling vieler und war plötzlich in aller Munde.
Aber genau die oben beschriebenen Gefühle hat mir dieses Buchstabenwunder beschert. Als wäre ich tatsächlich gemeint. Ich möchte etwas sehr persönliches formulieren. Sollte man mich wirklich kennen wollen, so wäre dieses Buch eine Pflichtlektüre im Studium meiner Person.
Ich las es bereits vor einigen Jahren und seit dem immer wieder. Ich wusste nicht recht, was ich darüber schreiben soll, weil es für mich eben so viel mehr ist, als ein weiteres Buch, eine weitere Lesereise.
Die gesamte Handlung ist voller Zuneigung, Wärme, Vergebung, Zusammenhalt, beinahe unaushaltbaren Schicksalsschlägen, Aberglaube, gelebter und ungelebter Liebe und Freundschaft. Für mich schlicht ein Meisterwerk.
Jede der Figuren, im Zusammenspiel, eine Hauptrolle. Auch wenn sicherlich nicht jede so gedacht ist. Alle zusammen aber ergeben ein großes Ganzes. Jede rückt wie selbstverständlich, an den ihr angedachten Platz, ist rund und absolut notwendig.
Luise und Selma sind aufgenommen in den Kreis meiner Romanheldinnen. Sie befinden sich zwischen Pippi & Ronja (die Beiden benötigen keinen weiteren Hinweis), Renée & Paloma (Die Eleganz des Igels), Rosa & Liesel (Die Bücherdiebin), Oma & Elsa (Oma lässt grüßen und sagt, es tut ihr Leid), Paulina (Die geheime Sehnsucht der Bücher) und Mary Rose (Lichter über dem Meer) in wirklich allerbester Gesellschaft.
Ich bewundere den Schreibstil von Mariana Leky. Er ist pur und ehrlich, an manchen Stellen so wundervoll detailreich, wohlig warm und überaus intelligent. Teils zunächst belanglos erwähntes, tarnt sich als nichtig, nur um an anderer Stelle mit aller Wucht und klarer Präsenz wieder aufzutauchen.
Dieser Roman, samt seiner vielfältigen Dorfbewohner ist ein klares Lese-Lebenshighlight.
Auch das, von Sandra Hüller eingelesene, Hörbuch ist definitiv zu empfehlen.
Die zärtlich beschriebenen Lebensmomente trage ich tatsächlich bei mir... Bauer Häubel, der den Tod so gerne willkommen heißen möchte, die Jahrzehnte währende Liebe des Optikers zu Selma und unzählige mehr.
Luise, Selma, Fredrik, Marlies, Elsbeth, Optiker, Martin, Heinrich, Werner, Astrid, Alaska... ihr werdet mich alle ewiglich begleiten.
♡♡♡
"Wenn das, was man lange angeschaut hat, etwas Bedeutsames war, etwas, sagte Selma, das das ganze großflächige Leben in einer einzigen Bewegung umdreht, dann taucht dieses Nachbild immer wieder auf. Auch Jahrzehnte später ist es plötzlich wieder da, ganz egal, was man eigentlich gerade angesehen hat, bevor man die Augen schloss."
"Selma war noch größer als die meisten anderen Erwachsenen, und sie war damals um die sechzig, aus meiner Perspektive also turmhoch und steinalt. Sie schien mir so hoch, dass ich glaubte, man könne von ihrem Kopf aus bis weit über das nächste Dorf hinaussehen, und so steinalt, dass ich glaubte, sie habe die Welt mit erfunden."
"Die Leute im Dorf beargwöhnten ihr Herz, das so viel Aufmerksamkeit nicht gewohnt war, und deshalb verstörend schnell klopfte. Sie erinnerten sich, dass es bei einem aufziehenden Herzinfarkt in einem Arm kribbelt, sie erinnerten sich aber nicht, in welchem, deshalb kribbelte es den Leuten im Dorf in beiden Armen."
"Einige Leute im Dorf fanden, dass es jetzt unbedingt an der Zeit sei, mit einer verschwiegenen Wahrheit herauszurücken. Sie schrieben Briefe, ungewohnt wortreiche, in denen von >>immer<< und >>niemals<< die Rede war."
♡♡♡
JAHRESHIGHLIGHT !!!
Selten hat mir ein Buch auf eine so leichte Art so tief berührt.
Einfach wunderschön zu lesen. Das stärkste am Buch sind definitiv die Charaktere. Obwohl das Buch ja relativ kurz ist, baut man sofort eine Bindung zu ihnen auf.
Ich finde, dieses Buch sollte jeder gelesen haben 🥹
„Keiner ist alleine,
solange er noch wir sagen kann«
Ein besonderes Buch, erfrischend anders. wer auf viel Action hofft, ist hier falsch, denn die Geschichte wird nüchtern und unaufgeregt erzählt. Trotzdem hat mich die Lebenswelt der Protagonistin und all die anderen Menschen um sie herum gepackt, was auch vor allem an dem wunderbaren Schreibstil lag.
Das Buch hat mich von der ersten bis zur letzten Seite berührt. Ich mochte die Erzählgeschwindigkeit und den Schreibstil sehr. Ich habe sehr lange nicht mehr so viel geweint beim lesen 🥹
Puh das war schleppend… ein laaaaaangweiliges Buch und noch viel laaaaaangweiligere Leben. Eine echte Herausforderung für mich 😅🤣
Also ok… es war halt anders… aber nicht meins
Ich muss zugeben: Der Einstieg in diesen Roman war für mich ein echter Geduldstest. Es hat sehr lange gedauert, bis ich mit der Geschichte und dem Schreibstil warm geworden bin.
Gerade in der ersten Hälfte wusste ich oft nicht, wohin die Reise eigentlich gehen soll, und die Erzählung hat sich für meinen Geschmack ziemlich in die Länge gezogen.
Doch das Durchhalten hat sich gelohnt. Erst ab der Mitte des Buches wurde mir klar, worauf die Autorin eigentlich hinauswill. Im Kern ist es eine leise, unaufgeregte Geschichte über die zwischenmenschlichen Beziehungen in einem kleinen Dorf. Besonders hervorzuheben ist dabei die wunderschön gezeichnete Beziehung zwischen der Enkeltochter und ihrer Großmutter – das ist definitiv das Herzstück des Romans.
Wenn man erst einmal "drin" ist, entfaltet das Buch eine ganz eigene Magie. Es ist ein Buch für das Herz: sanft, melancholiert und mit einigen Stellen, die mir echte Gänsehaut beschert haben.
Fazit: Wer einen rasanten Plot sucht, wird hier enttäuscht. Wer aber Lust auf eine feinfühlige Milieustudie hat und über einen zähen Anfang hinwegsehen kann, findet hier eine sehr berührende Geschichte.
Becoming of Age im Dorfsetting und als Enkelin- Großmutter Beziehung aufgebaut 👧 👵🏻
Aus meiner Sicht eine ganz nette, sehr „wohlig- gemütliche “ Dorfgeschichte. Alle (Rand-) Charaktere sind abgebildet, es passieren verdaubare doch zum Nachdenken anregende Dramen und es gibt ganz viel Liebe zwischen Großmutter und Enkelin.
Nett ja! Mehr als das? Aus meiner Sicht nicht!
Ich mag den Schreibstil, das Dorf, die einzelnen Charaktere, es hat ne ganz wunderbare Atmosphäre und eine etwas schräge Eigenart, die ich aber sofort ins Herz geschlossen habe.
Es war ganz wunderbar.
Der Schreibstil sowie die Erzählart ist gewöhnungsbedürftig. Auch die Handlung kommt nicht so richtig in Rollen, sondern plätschert so vor sich hin.
Den Hype um das Buch kann ich nicht bestätigen.
Mir ist es bis zur letzten Seite nicht gelungen mit der Geschichte warm zu werden und die Charaktere lieb zu gewinnen.
Der Erzähl- sowie Schreibstil war für mich anstrengend zu lesen und der WOW-Effekt, wie ich ihn bei anderen Büchern hatte, ist ausgeblieben.
Schade aber da sieht man mal wieder wie unterschiedlich Geschmäcker sind und dass das auch gut so ist :)