Dieses Buch hat meinen Geschmack leider so gar nicht getroffen. Für mich war die gesamte Story leider ohne Hand und Fuß.
Neben sehr vulgärer Sprache und einigen Ekelmomenten fehlte diesem Buch vor allem eines: Ein klarer roter Faden. Cloey, eine Sweeperin, lernt durch einige Zufälle den starken und zugleich sehr frechen Teppo sowie den naiven Dalik kennen. Beide scheinen sich hervorragend für ihr Sweeper-Team zu eignen, und so kommt es, dass ihnen auf ihrem Weg einige üble Schufte begegnen. Während des Lesens habe ich mich immer wieder gefragt, weshalb bestimmte Szenarien über unfassbar viele Seiten hinweg gestreckt wurden. Zwar sind die einzelnen Szenen durch Absätze voneinander getrennt, was das Lesen erleichtert, insgesamt hätte das Buch jedoch deutlich kürzer ausfallen können. Mehrfach entstand bei mir der Eindruck, als seien bestimmte Passagen lediglich geschrieben worden, um Seiten zu füllen. Bei einigen Szenen erschloss sich mir nicht, warum sie überhaupt ihren Weg ins Buch gefunden haben. Wichtig zu wissen ist außerdem, dass für dieses Buch eine Triggerwarnung angebracht gewesen wäre, was der Autor leider versäumt hat. Innerhalb der Handlung gibt es eine explizite Szene sexualisierter Gewalt, die auf Lesende verstörend wirken kann. Gleichzeitig hat mich die zugrunde liegende Botschaft dieser Szene sehr berührt, da sie eindringlich zeigt, wie wichtig es ist, nicht wegzuschauen, wenn Menschen in Not sind und Hilfe benötigen. Diese Botschaft wurde aus meiner Sicht gelungen transportiert. Die Charaktere könnten unterschiedlicher kaum sein: Von einer toughen Frau über einen naiven Mönch bis hin zu einem gewalttätigen Draufgänger ist alles vertreten. Eine Sache möchte ich dem Buch jedoch zugutehalten: Der Humor ist stellenweise wirklich gelungen. An einigen Passagen musste ich herzhaft lachen, was das Lesen zeitweise auflockerte. Auch das Cover ist witzig gestaltet und sticht durch seine gelbe Farbe deutlich hervor. Für mich blieb bis zum Schluss allerdings unklar, wen das Cover konkret darstellen soll. Positiv hervorzuheben ist zudem die angenehme Haptik. Das Buch ist in einer sehr einfachen und umgangssprachlichen Sprache verfasst, wodurch es sich insgesamt zügig lesen lässt. Inhaltlich verliert es sich jedoch zu oft in Belanglosigkeiten und verpasst es, aus einer grundsätzlich vorhandenen Idee ein stimmiges Gesamtbild zu formen. Von meiner Seite gibt es daher keine Leseempfehlung.



