17. Juni
Bei diesem Buch lohnt sich durchhalten.
Bewertung:4

Bei diesem Buch lohnt sich durchhalten.

In diesem Roman geht es zum einen um Sloane, die wegen ihres Mannes an die Universität kommt und mit diesem zusammen eine kleine Tochter hat. Zum anderen um Nina, die unbedingt in eine Verbindung möchte. Bestenfalls soll diese Verbindung "Das Haus" sein, in dem Sloane durch Zufall Vertrauenslehrerin wird. Ich finde den Schreibstil sehr akademisch. Das bedeutet für mich, ein anspruchsvolles Wordbuilding, aber auch hier und da Begriffe, die mir unbekannt waren. Am Anfang befürchtete ich, dass der Schreibstil unnötig kompliziert ist. Ich habe mich dann aber doch schnell darauf einlassen können und es gar nicht mehr bemerkt. Sloanes Ehemann Max habe ich bereits ab Seite 22 gehasst. Er ist wirklich das perfekte Beispiel für einen total versagenden Vater. Da der Roman sich aber mit den Problemen des (weißen) Feminismus beschäftigt und diese satirisch darstellt, müssen die Lesenden diesen Zustand erstmal aushalten. An diesem Punkt halte ich das auch für gelungen. Beim Lesen war ich dauerhaft auf der Hut, welche Wendung mich erwartet. Es entsteht schnell das Gefühl, dass es ein krasses Geheimnis gibt. Allerdings sind 265 Seiten etwas zu lang um dieses Geheimnis letztendlich zu enthüllen. Die Handlung plätschert in der ersten Hälfte etwas vor sich hin, weshalb ich glaube, dass der Roman viele Lesende verliert und gerne 60 bis 70 Seiten kürzer hätte sein können. Mit der Wendung wird die Erzählung aber super stark. Die Ereignisse sind völlig absurd und stellen für mich eine absolut gelungene Satire des Feminismus dar. Die Geschichte zeigt, was es bedeuten würde, wäre Feminismus tatsächlich mit Männerhass gleich zu setzen. (Hinweis für alle, die das immer noch nicht wissen: Feminismus bedeutet auf keinen Fall Männerhass!) Es wird klar, wie es wäre, würden Feminist*innen nicht dauernd versuchen verbal auf Missstände hinzuweisen, sondern Female Rage in gewaltvoller Rache ausleben würden. Der Roman beleuchtet generell falsch verstandenen Feminismus und auch dessen aktuelle Probleme und Gefahren. Ich kann nur empfehlen, sich durch die Längen der ersten Hälfte durchzubeißen, denn am Ende lohnt sich dieser Roman wirklich!

Girl Dinner
Girl Dinnervon Olivie BlakePan Macmillan
14. Juni
Bewertung:2

85% Aufsatz und 15% Unterhaltung

was soll ich über das Buch sagen außer: endlich ist es vorbei! 85% des Buches waren ein Aufsatz über Feminismus aus einer satirischen Perspektive. Dialoge, innere Monolge - das meiste war eine Erörterung von gesellschaftlichen Fragestellungen geschlechterspezifischer Ungleichheit. 15% war Unterhaltung, die mich nicht catchen konnte, weil sich das meiste außerhalb der Erzählung abspielte und nur angedeutet wurde. Die Idee hinter dem Buch ist interessant und speziell. Bei einigen Aspekten schließt sich der Kreis und ich hatte den Eindruck, die Grundidee verstanden zu haben: dass sich der moderne Feminismus selbst zerstört. Female Rage mal anders. Jedoch habe ich das Ende des Buches nicht verstanden und ich habe - was ich leider gestehen muss - einen Großteil des Buches nur überflogen weil es so unglaublich langweilig und anstrengend war. Als Aufsatz, vielleicht. Als Roman - nein! Das Buch hat unterhaltungstechnisch auf voller Länge versagt. Auch wenn es einige interessante Aspekte gab, die Potenzial hatten. Leider konnte das Buch daher auch kein Interesse für die inhaltliche Thematik wecken. Ein Fall für den Literaturexperten und nichts für jemanden, der einfach eine spannende Geschichte lesen will und sich nebenbei nur mit bestimmten Thematiken beschäftigen möchte.

Girl Dinner
Girl Dinnervon Olivie BlakePan Macmillan
11. Juni
Gedankensalat 🥹
Bewertung:2.5

Gedankensalat 🥹

Bei diesem Buch wusste ich ehrlich gesagt die ganze Zeit nicht so richtig, was es eigentlich sein möchte. 🙈 Dark Academia? Gesellschaftskritik? Satire? Thriller? Irgendwie von allem ein bisschen, ganz nachdem Motto „Zu viele Köche versalzen die Suppe“. 🫠 Wir begleiten die ehrgeizige Studentin Nina, die unbedingt in eine exklusive Frauenverbindung aufgenommen werden möchte. Und lernen parallel Sloane kennen, eine Dozentin und junge Mutter, die versucht, zwischen Karriere, Familie und den Erwartungen anderer nicht komplett unterzugehen. Ihre Wege kreuzen sich an einer Eliteuniversität, an der hinter der perfekten Fassade deutlich mehr brodelt, als es zunächst scheint. 😳 Die Grundidee fand ich super spannend. Themen wie Perfektionismus, weiblicher Ehrgeiz, gesellschaftlicher Druck und die Frage, was Frauen eigentlich alles gleichzeitig sein sollen, bieten unglaublich viel Potenzial. Und genau diese Gedankenanstöße waren für mich auch das Beste am Buch. 💭 Leider hat sich jedoch die Geschichte viel zu oft in langen Gedankengängen und philosophischen Diskussionen verloren, sodass Handlungstechnisch über weite Strecken nicht viel passiert. 🥹 Das erste Mal muss ich auch was zum Schreibstil sagen, denn er ist definitiv sehr speziell. Manche werden genau das feiern, weil das Buch sehr bissig, intelligent und ungewöhnlich geschrieben ist. Für mich war es stellenweise allerdings eher anstrengend als fesselnd. 🫣 Am Ende bleibt es für mich ein Buch mit starken Ideen und wichtigen Themen, das mich in der Umsetzung leider nicht komplett überzeugen konnte.🥹 Aber ich denke das viele das Buch feiern werden. 🫶🏼

Girl Dinner
Girl Dinnervon Olivie BlakePan Macmillan
5. Juni
Post image
Bewertung:2

Ehrlich gesagt habe ich mich durch das Buch gequält. Die Schreibweise und der Satzbau lassen keine Unaufmerksamkeit beim Lesen zu. Verschachtelte Sätze mit philosphischer Ausdrucksweise, dazwischen selbstironische Bemerkungen, die so seltsam geschrieben sind, dass ich sie mehrfach lesen mußte, um den ironischen Ton zu verstehen und dazu deprimierender Feminismus… puh… doch zum Inhalt: Da gibt es die Professorin Sloane Hartley. Sie ist vor einiger Zeit Mutter geworden und möchte/soll nun zurück in ihren Job. Sie hadert mit der Trennung auf Zeit von ihrer Tochter, mit dem Zeitmanagement als Mutter, Ehefrau und Dozentin. Mit ihrem Job auf Probe, da ja ihr geliebter und genialer Gatte den „echten“ Professorenjob hat und sie nur als Anhängsel an der Uni geduldet ist. Sie hat mich extrem genervt. Ihre Selbstzweifel, wie sie ihren Mann im Geiste in Schutz nimmt, weil er nicht im Haushalt und mit dem Kind hilft, denn er ist ja schließlich viel Wichtiger als sie. Ihr fast schon selbstzerstörerisches Verhalten dem störrischen Kind gegenüber, dem sie nicht gewachsen scheint…. Dann wäre da noch Nina, eine extrem ehrgeizige Studentin, die um jeden Preis im Haus der besten aller Studentenverbindugen aufgenommen werden will. Sie gibt alles dafür, achtet auf ihr Äußeres, Frisur, perfektes Makeup, perfekte Garderobe, perfekte Ausdrucksweise. Darüber hinaus nur die besten Noten und immer ein freundliches Wesen. Und dann ist es endlich soweit, sie scheint tatsächlich in DAS Haus zu kommen. Sloane lernt unterdessen eine ehrgeizige Frau und ebenfalls Mutter kennen, die alles im Griff zu haben scheint und Sloane stark beeindruckt. Durch sie erhält Sloane die Gelegenheit, als Verbindungslehrerin in eben jenem Haus angenommen zu werden, in das auch Nina kommt. Die Story plätschert dahin, es passiert nichts wirklich interessantes. Nicht mal der übliche Uni-Girly-Schnulz, keine Dramen, keine lustigen Begebenheiten. Nur Selbstzweifel, bedrückende, depressive Stimmung und das „Elend“ von priviligierten Frauen… seufz.. Als dann bei über 60% des Buches endlich DAS Geheimnis der Schwesternschaft offenbart wird, war es so absurd, dass ich immer wieder überlegen mußte, das Buch nicht doch abzubrechen. Warum ich es nicht getan habe? Eigentlich nur, weil ich momentan genug Zeit für ein sinnloses Buch habe… sorry dafür… die Autorin schreibt im Nachwort, dass es sich um eine Satire über den Feminismus handelt. Leider habe ich den satirischen Teil nicht gespürt. Ausser ständiger lesbisch-überschwänglicher Schwärmereien war da nicht viel… War so gar nicht meins..

Girl Dinner
Girl Dinnervon Olivie BlakePan Macmillan
4. Juni
Interessant, aber konnte mich nicht komplett überzeugen
Bewertung:3

Interessant, aber konnte mich nicht komplett überzeugen

„Girl Dinner“ klang für mich nach einer spannenden Mischung aus Dark Academia, Gesellschaftskritik und Thriller-Elementen und genau das bekommt man auch. Die Idee rund um eine elitäre Studentinnenverbindung, Perfektionismus und die Schattenseiten weiblicher Erwartungen fand ich sehr interessant und ungewöhnlich. Besonders gefallen haben mir die komplexen Themen und die Atmosphäre, die stellenweise beklemmend und nachdenklich wirkt. Olivie Blake schafft es, gesellschaftliche Rollenbilder und den Druck auf Frauen auf eine intelligente Weise zu beleuchten. Allerdings hatte ich zwischendurch Schwierigkeiten, eine wirkliche Verbindung zu den Figuren aufzubauen. Einige Passagen wirkten auf mich etwas langatmig, und das Erzähltempo konnte nicht immer die Spannung halten, die der Klappentext verspricht. Wer einen klassischen Thriller erwartet, könnte daher etwas enttäuscht werden, da der Fokus stärker auf den Charakteren und den gesellschaftlichen Themen liegt. Insgesamt ist „Girl Dinner“ ein interessantes, ungewöhnliches Buch mit starken Ideen und wichtigen Botschaften. Für mich konnte es das hohe Potenzial nicht ganz ausschöpfen, dennoch war es eine lesenswerte Geschichte, die zum Nachdenken anregt.

Girl Dinner
Girl Dinnervon Olivie BlakePan Macmillan
1. Juni
Genau mein vibe!
Bewertung:5

Genau mein vibe!

— Dieses Buch hat kein Genre, es hat ein Geschlecht und es ist weiblich. Ich werd dies nicht weiter erläutern. Ihr werdet es ✨️𝐟ü𝐡𝐥𝐞𝐧✨️ sobald ihr das Buch lest. Es ist halt die Art von Buch, das nur eine Frau hätte schreiben können. ⠀ —Die Story ist eine großartige Analyse darüber was es bedeutet eine junge Frau zu sein, eine Mutter zu sein, und allen Phasen die so dazwischen liegen. Was ist der richtige Weg des Feminismus – gibt es überhaupt einen? #DieLandfrau 🥧 ⠀ — Insgesamt bin ich begeistert vom Schreibstil, der Tiefe der Story, obwohl rein handlungsmäßig nicht viel passiert. Es ist hier der Alltag und die Wandlung der Charaktere, die das Buch zum Highlight machen. 🥛 ⠀ — Das Ende ist wild. Wegen der einen Sache, die schon angekündigt wurde, aber trotzdem nicht weniger verrückt war. Aber vorallem wegen der zweiten Sache, die für mich sehr überraschend kam. ⠀ — 𝐅𝐀𝐙𝐈𝐓: Eine scharfsinnige und stellenweise auch lustige Geschichte über das Frausein, Ehrgeiz, Freundschaft und selbstverständlich gaaaanz viel Hunger. 😇 Vielen lieben Dank an das @team.bloggerportal ! 𝐁𝐄𝐖𝐄𝐑𝐓𝐔𝐍𝐆: 5 / 5 ✨️ ⠀ ➜ Bücher: Rezensionsexemplar. Werbung. ➜ Verlag: Heyne Verlag.

Girl Dinner
Girl Dinnervon Olivie BlakePan Macmillan
27. Mai
Girl Dinner – Zwischen Satire, Horror & absolutem Chaos
Bewertung:2.5

Girl Dinner – Zwischen Satire, Horror & absolutem Chaos

Ich glaube, das Schwierigste an Girl Dinner war für mich erstmal überhaupt zu verstehen, was dieses Buch eigentlich sein möchte. 🙃 Wer hier einen klassischen Thriller erwartet, wird wahrscheinlich ziemlich enttäuscht werden.. denn das hier ist viel mehr eine bissige, teilweise absurde Satire mit Horror- und Dark-Academia-Vibes als ein typischer Spannungsroman. Das Cover hat mich sofort angesprochen und auch die Grundidee fand ich ehrlich gesagt richtig spannend. Dieses unangenehme, unterschwellige Gefühl zwischen feminist rage, Gruppendynamik und gesellschaftlicher Kritik hatte definitiv Potenzial Aber genau da liegt für mich auch das Problem: Das Buch verliert sich extrem in seiner eigenen Art. Vieles war für mich zu langatmig, zu ausschweifend und stellenweise fast anstrengend zu lesen. Der Humor und die Satire funktionieren nur, wenn man wirklich komplett auf dieser speziellen Wellenlänge ist. Ansonsten bleibt man eher verwirrt oder emotional distanziert zurück. Ich kann absolut verstehen, warum manche dieses Buch feiern werden, gerade wenn man ungewöhnliche, provokante und „unhinged“ Geschichten liebt. Für mich persönlich hat es aber leider nicht richtig funktioniert und konnte mich emotional nie wirklich packen. Trotzdem: definitiv ein Buch, über das man reden kann. Und wahrscheinlich genau die Art von Story, die entweder komplett klickt oder eben gar nicht.

Girl Dinner
Girl Dinnervon Olivie BlakePan Macmillan
20. Mai
Bewertung:1

Anders

Wer einen Thriller erwartet, und sei es nur im Ansatz - sollte das Buch nicht kaufen. Das Highlight ist wirklich der Klappentext und das Cover. Der Inhalt ist anstrengend durch einen verschachtelten Stil, nervige und frustrierende Figuren, nachdenkliche feministische Themen, die jedoch durch langatmige Szenen und Satire untergehen.

Girl Dinner
Girl Dinnervon Olivie BlakePan Macmillan
17. Mai
Bewertung:4

»Girl Dinner« ist eine feministische Satire, mit der Frage, wie viel wir von unserer Humanität opfern würden, um ganz oben mitzuspielen. Die Geschichte entfaltet sich aus einer dualen Perspektive rund um eine elitäre, unheimlich erfolgreiche Studentinnenverbindung an einer Universität, die nur »Das Haus« genannt wird. Wir lesen einmal aus der Perspektive von Nina Kaur, eine ehrgeizige Studentin im zweiten Jahr, welche Schutz, soziale Macht und bedingungslose Zugehörigkeit sucht. Sie will unbedingt in Dem Haus aufgenommen werden. Auf der anderen Seite verfolgen wir eine ausgebrannte Soziologie-Professorin - Dr. Sloane Hartley. Sie kehrt nach einer ungeplanten Babypause in ein System zurück, welches sie als Frau und Mutter auslaugt. Beide Frauen rutschen tief in die Geheimbünde von Dem Haus. Sie entdecken, dass der Erfolg der Absolventinnen kein Zufall ist. »Girl Dinner« moralisiert nicht, sondern wir bekommen eine unbequeme Reflexion über weibliche Wut und Solidarität. Auf sehr extreme Weise. Diese wird aber in einem extremen slow-burn verpackt und ist tatsächlich nicht so horrorlastig, wie ich zuerst vermutete. Hier ist es eher ein psychologischer Horror. Es passiert wenig in dem Buch, bis auf den eigentlichen Höhepunkt. Und trotzdem war ich sehr gefesselt und wollte immer und immer wieder von den beiden Protagonistinnen lesen. werbung | rezensionsexemplar

Girl Dinner
Girl Dinnervon Olivie BlakePan Macmillan
15. Mai
Bewertung:5

Girl Dinner von Olivie Blake liest sich schnell, fast leicht und entfaltet dabei eine ziemlich bissige Analyse von Macht, Weiblichkeit und Erfolg. Im Zentrum steht eine elitäre Frauenverbindung, die alles verspricht, was man sich in einer akademischen Welt erhofft: Schutz, Netzwerk, Aufstieg. Und genau daran knüpft der Roman seine spannendste Frage: Welche Version von Weiblichkeit wird eigentlich belohnt? Die Karrierefrau, die sich durchsetzt und Leistung verkörpert? Oder die Frau, die sich in traditionelle Rollen fügt? Was das Buch klug macht ist, dass es diese beiden Modelle nicht gegeneinander stellt. Es zeigt sie als zwei Strategien innerhalb desselben Systems. Anpassung funktioniert, egal in welche Richtung. Besonders stark fand ich die Figuren. Frauen dürfen hier widersprüchlich sein … klug und banal, reflektiert und verstrickt, selbstbestimmt und abhängig zugleich. Intelligenz schützt nicht vor den Strukturen, in denen man sich bewegt. Auch die Repräsentation ist präsent, aber nicht romantisiert. Unterschiedliche Lebensrealitäten werden sichtbar gemacht, ohne sie automatisch als Gegenentwurf zum System zu inszenieren. „Girl Dinner“ ist für mich weniger eine Geschichte als eine Art Gedankenexperiment darüber, was Erfolg kostet und wer am Ende den Preis dafür zahlt.

Girl Dinner
Girl Dinnervon Olivie BlakePan Macmillan
27. Apr.
Bewertung:2.5

Die Bolognese muss mit Liebe gemacht sein …

Man meint die Mädchen im Haus hätten ein wahres Wundermittel gefunden … oder ist es vielleicht doch nur der Hunger von jungen Frauen, die die Steine auf ihren Wegen beiseite räumen und die Welt um ihre Finger wickeln wollen?

Girl Dinner
Girl Dinnervon Olivie BlakePan Macmillan
14. Apr.
Bewertung:3

Interessante Ansätze, aber langatmig und anders als erwartet.

Girl Dinner von Olivie Blake konnte mich leider nicht ganz überzeugen, obwohl die Grundidee eigentlich echt viel Potenzial hatte. Das größte Problem für mich war, dass das Buch überhaupt nicht das ist, was man durch Klappentext und Aufmachung erwartet. Ich bin eher von einer spannenden, vielleicht sogar thrillerartigen Story ausgegangen, aber stattdessen bekommt man eine sehr philosophische und feministisch geprägte Erzählung, die viel mehr zum Nachdenken anregen soll als eine klare Handlung zu liefern. Das ist an sich nicht schlecht – aber eben ganz anders als erwartet. Dadurch hatte ich auch das Gefühl, dass die eigentliche Story, die angedeutet wird, viel zu kurz kommt. Immer wenn man denkt, jetzt geht es richtig los, ist es gefühlt schon wieder vorbei. Für rund 350 Seiten hat sich das Buch gleichzeitig gezogen und trotzdem nicht genug von der eigentlichen Handlung geliefert. Der Schreibstil hat es für mich leider auch nicht einfacher gemacht. Er ist sehr verschachtelt und teilweise ziemlich langatmig, was den Lesefluss etwas erschwert hat. Besonders schade finde ich, dass das Buch eigentlich viel Potenzial gehabt hätte – gerade auch durch die Kombination aus Story und feministischen Themen. Aber meiner Meinung nach wurde dieses Potenzial nicht wirklich ausgeschöpft. Das Cover und der Titel sind dagegen wirklich gelungen und machen neugierig, was die Diskrepanz zwischen Erwartung und Inhalt nur noch verstärkt. Insgesamt kein schlechtes Buch, aber für mich persönlich hat es einfach nicht das erfüllt, was ich mir davon erhofft habe.

Girl Dinner
Girl Dinnervon Olivie BlakePan Macmillan
28. Jan.
Bewertung:4

Good Girls deserve a treat 🌟

Girl Dinner ist so unfassbar vieles. Grauenhaft, Satire, girlhood und unfassbar blutig. Und genau deshalb war es so gut. Wie folgen zwei Protagonistinnen, Sloane und Nina, die langsam aber sicher in die Tiefen der Schwesternschaft "The House" gezogen werden und dabei auf die düsteren Geheimnisse stoßen. Die Charaktere sind gut ausgearbeitet und man kann ihre wilden Taten nachvollziehen, hierbei fand ich Nina tatsächlich etwas angenehmer zu lesen als Sloane. Ihre Kapitel waren mehr wie ein "Stream of Consciousness" geschrieben, womit ich teils gehadert aber. 🌟Spoiler🌟 der Kannibalismus kam erwartet, aber dann doch etwas plötzlich, vielleicht hätte man hier im Laufe der Handlung mehr darauf hindeuten können, damit er nicht wie aus dem nichts kommt. Ansonsten war die Handlung sehr nachvollziehbar und kurzweilig, teils hätte man beim Lesen das Gefühl, sich in einem düsteren Coming of age Film zu befinden, die vibes wurden auf jeden Fall gematcht 🌟🌟 Insgesamt ist Girl Dinner eine satirische Horrorkomödie, die ich jedem ans Herz lege, der Bunny oder Heathers mochte:)

Girl Dinner
Girl Dinnervon Olivie BlakePan Macmillan
5. Nov.
Bewertung:4

Every book I read by Olivie Blake is different than the last. What they all have in common, is a beautifully elevated language, thought-provoking ideas put into very smart words. This one was a little upsetting, even though it did make sense intellectually.

Girl Dinner
Girl Dinnervon Olivie BlakePan Macmillan