30. Nov.
Bewertung:4

Herzzerreißend, düster und verstörend. Man schwankt emotional zwischen Empathie und Hass für/auf die Protagonistin. Das Buch wird noch etwas länger nachwirken.

Story: Chrissie ist acht und hat ein Geheimnis: Sie hat gerade einen Jungen getötet. Das Gefühl ließ ihren Bauch kribbeln wie Brause. Ihre Spielkameraden sind den Tränen nahe und ihre Mütter verängstigt; sie halten die Kinder im Haus fest verschlossen. Doch Chrissie gibt den Ton an – sie ist die Beste im Mauerlaufen, sie weiß, wie man an kostenlose Süßigkeiten kommt, und nun verspürt sie ein Gefühl der Macht, das sie zu Hause nie erfährt, wo das Essen knapp ist und die Aufmerksamkeit noch knapper. ​Zwanzig Jahre später lebt die erwachsene Chrissie unter falschem Namen im Verborgenen. Als alleinerziehende Mutter wünscht sie sich für ihre Tochter nur die Kindheit, die ihr selbst verwehrt blieb. Deshalb sind die drohenden Telefonanrufe so furchteinflößend. Jemand sucht nach ihnen, die Vergangenheit holt sie ein, und Chrissie fürchtet, das Einzige auf dieser Welt zu verlieren, das ihr etwas bedeutet: ihr Kind.

The First Day of Spring
The First Day of Springvon Nancy TuckerRiverhead Books