Eine echte Dreiecksbeziehung meets verwirrendes Magiesystem
Ich machs kurz: Ash möchte Alchemist werden, doch der Zugang zum College bleibt ihm verwehrt. Also praktiziert er weiterhin heimlich verbotene Alchemie – bis Ramsay Thorne ihn dabei erwischt. Doch statt Ash zu verraten, erpresst Ramsay ihn. Gemeinsam machen sie sich auf die Suche nach dem „Book of Source“. Und irgendwann rutscht auch noch Callum – Ramsays Ex – mit in die Geschichte hinein. Mit Infinity Alchemist bekommen wir eine LGBTQ+-Geschichte in einer magischen Welt. Zum Maincast gehören unter anderem ein Transmann und eine genderfluide Person. Besonders interessant fand ich, dass trans und genderfluide Identitäten sogar im Magiesystem selbst verankert sind. Das war definitiv ein spannender Ansatz. Die Beziehungen zwischen den Charakteren wirkten auf mich allerdings ziemlich husch-husch. Ash und Ramsay kennen sich nur wenige Wochen, bis plötzlich große Gefühle im Raum stehen. Ähnlich läuft es mit Ash und Callum. Auch wenn mir das Zusammenfinden deutlich zu schnell ging, konnte ich zumindest nachvollziehen, warum die Charaktere zueinanderfinden. Und dann… das Magiesystem. Ich habe es ehrlich gesagt nicht komplett verstanden. Es ist irgendwie Glaube, Magie und Energie gleichzeitig? Menschen nutzen Alchemie scheinbar sogar beim bloßen Existieren? Dazu kommen noch höhere Ebenen, alternative Universen und vergangene Leben. Mein Kopf hatte dabei dauerhaft kleine Fragezeichen über sich schweben. Was mir persönlich außerdem fehlte, war eine klarere Grenze im System. Teilweise ist es: „Man stellt sich etwas vor und erschafft es einfach.“ Ich hatte eher mit einer Art Äquivalentem Tausch gerechnet. Ja, Fullmetal Alchemist hat mein Gehirn vermutlich nachhaltig geprägt. Aber fairerweise fühlt sich das für mich eher wie ein Me-Problem an als wie ein objektiver Fehler des Buches. Bock auf: - eine echte Dreiecksbeziehung - LGBTQ+-Fantasy - Fast Burn - ein eher abstraktes Magiesystem Dann könntest du mit Infinity Alchemist Spaß haben. Für mich persönlich war das Magiesystem stellenweise zu wirr und die Beziehungen zu schnell erzählt. Trotzdem hatte das Buch interessante Ideen und ein starkes Finale. Da ich das Ende als zufriedenstellend empfunden habe, bin ich aktuell nicht wirklich verführt, direkt zu Band 2 zu greifen.















































![📓✨ „Ich weiß nicht mal, wie dieses Leben aussehen würde, aber vielleicht liegt genau darin die Freiheit - nicht zu wissen, was passieren wird. Nur dem eigenen Glück zu folgen.“ ✨📓
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