Kaylee lebt bei ihren Verwandten, da ihre Mutter früh gestorben und ihr Vater daraufhin weggezogen ist. Sie sieht, wenn Menschen in Kürze sterben werden. Zu Beginn der Geschichte weiß sie von ihrer Gabe noch nichts, aber das ändert sich schnell. In ihrer Stadt passieren eine Reihe von merkwürdigen Todesfällen und kerngesunde Teenager fallen einfach tot um. Kaylee ist bei vielen dieser mysteriösen Ereignisse dabei, bekommt jedes Mal Panikattacken und ihr Schwarm Nash begleitet und beruhigt sie dabei sehr oft. Schnell wird klar, dass Nash nicht ganz unbefleckt ist und genau weiß, was mit Kaylee passiert. Den Verdacht hatte ich schon beim Lesen des Klappentextes und auch während der ersten paar Kapitel ist es nicht besonders schwer eins und eins zusammen zu zählen und darauf zu kommen, dass Nash ebenfalls kein gewöhnlicher Mensch ist. Obwohl das jetzt so klingt, als wäre die Geschichte voraussehbar, ist dies nicht der Fall! Außer bei Nash hat es die Autorin wirklich geschafft, mich zu überraschen und wirklich überragende Elemente einzubauen. Das Buch ist ziemlich spannend und das obwohl es sich quasi nur um eine Einleitung handelt. Mir ist nämlich extrem aufgefallen, dass sich das Buch ein wenig zieht. Das soll gar keine Kritik sein, denn spannend ist es ja trotzdem auf jeder Seite, aber es wird eben extrem viel eingeführt. Erst nach ca. 40% des Buches bekommt man eine erste Erklärung durch Nash und wird erst nach gut 85% von Kaylees Dad persönlich in die Materie eingeführt. Die Informationen über die Fantasiewelt, die Rachel Vincent da geschaffen hat, bekommt man in kleinen Happen zugeworfen und kann diese auch entsprechend gut verdauen. Genau das hat mir richtig gut gefallen: In vielen Fantasybüchern gibt es so viele Informationen auf einmal, dass man die ganzen Kreaturen, Länder und ihre Namen gar nicht richtig auseinander halten kann. Im ersten Band der Serie Soul Screamers ist alles überschaubar und trotzdem unfassbar spannend und überzeugend. Natürlich hat auch der erste Band einen Plot bei dem es auf den letzten Seiten zum Showdown kommt. Die Auflösung ist ebenso schlicht wie genial und letzten Endes verbirgt sich hinter den mysteriösen Todesfällen keine übertrieben Organisation, sondern etwas kleineres aber dennoch erschreckendes. Ich will gar nicht zu viel verraten, aber ich persönlich finde diese etwas kleinere Herausforderung als sehr angemessen um in die Geschichte einzuführen. Darüber hinaus hat mir der Schreibstil unfassbar gut gefallen. Das Buch lies sich flüßig und zügig lesen. Die Charakter waren alle in Ordnung. Nicht überragend, aber mir ging dafür auch niemand auf die Nerven. Kaylee als Protagonistin stellt auch genau die richtige Menge an Fragen, ohne dabei zu dumm zu wirken oder den Leser verwirrt zurück zu lassen. Hat mir sehr gut gefallen! Fazit Man hat es bestimmt schon gemerkt: Mir hat das Buch super gefallen! Ich wurde nicht mit Informationen bombardiert, kann mir Kaylees Welt aber trotzdem gut vorstellen. Selbst wenn das erste Buch eher einleitend war, war es spannend und bietet auf jeden Fall viel Stoff für weitere Abenteuer, schließlich hat Kaylees Leben als Banshee (so lautet der Fachausdruck ihrer „Rasse“), als Nashs Freundin und mit ihrem leiblichen Vater, der wohl wieder zurück zu ihr kommt, gerade erst begonnen. Ich freu mich auf den zweiten Part und vergebe mal die volle Anzahl an Sternen! (November 2012)
21. Okt.21. Okt. 2023
My Soul to Takevon Rachel VincentHarlequin

