
Godfather trifft Fantasy
Den Vorgängerband hab ich vor 3 Jahren gelesen und hatte Angst, nur schwer wieder in die komplexe Welt eintauchen zu können. Es gibt viele verschiedene Personen - alleine schon im No Peak Clean - und das Buch wird viel internationaler mit NOCH mehr Charakteren als schon in Band 1. Aber das hat wirklich gut funktioniert. Lee hat durch ihre Schreibweise alle wichtigen Informationen über den Kontext herleiten lassen. Dazu gab es ein kleines Glossar am Anfang des Buches. Die Welt selbst hat ein World Building, was seinesgleichen sucht. Es gibt eindeutige Anleihen an reale Staaten: Kekon ist sehr japanisch angehaucht, Espenia eher Britisch, usw.. Das hilft aber sehr sich in die Welten einzudenken. Sie beschreibt unterschiedliche Sprachen, Kulturen, Mischkulturen. Das alles in verschiedenen Generationen. Und dieses Gemisch interagiert und konkurriert miteinander um die seltene Ressource Jade. Der Fokus liegt dabei auf den Familien Kaul und Maik, die den No Peak Clean dominieren. Die Autorin schafft es dabei eine im Prinzip kriminelle, archaische Familienstruktur sympathisch und vor allem menschlich wirken zu lassen. Man hat "Der Pate"-Vibes, wenn der Pfeiler des Clans in einem Moment grausam mordet und sich dann liebevoll um seine Kinder kümmert. Speaking about Grausamkeit: Die Protagonisten sind keine Engel und nicht selten hatte ich sogar Angst zugucken zu müssen, wie sie zu Antagonisten werden könnten. Wie sie gezeichnet durch die Umstände der sie umgebenden und sich modernisierenden Welt zerbrechen und alles mit in den Abgrund reißen. Dabei ist keiner sicher. Es gibt nicht DEN Helden und jede Handlung kann die letzte sein. Ich bin auf jeden Fall sehr gespannt auf den dritten Band, der von vielen ja als der stärkste angesehen wird. Aber ein bisschen Angst, dass das filigrane Machtgefüge jetzt komplett eskalieren könnte, schwingt auch mit...























































