Wenn Wahrheit zur Illusion wird
"Natürlich weiß ich, dass die Vergangenheit gefälscht ist, aber das könnte ich nie beweisen, nicht einmal, wenn ich die Fälschung selbst ausgeführt hätte." Handlung: Die Handlung ist in drei Akten aufgeteilt. Im ersten Teil führt uns Orwell in eine dystopische Alternative Realität, die nach dem zweiten Weltkrieg unter dem ständigen wachsamen Auge der Partei beginnt. Winston erzählt uns, wie die Partei nicht nur das öffentliche Leben kontrolliert, sondern bis hin in die Gedanken der Genossen greift. Dabei wird vieles angedeutet und Winston fokussiert sich darauf, was er nicht darf, sodass vieles im Dunklen bleibt. Bis weit über die Hälfte des Romans weiß man z.B. nicht, wie die geographische Ausgestaltung aussieht und auch die Dogmen der Partei werden nur impliziert genannt. Im zweiten Teil wagt er seine eigene Version der Rebellion und im dritten Teil lernen wir als Leser schließen kennen, was passiert, wenn die so genannten Gedankenpolizei einen bei scheinbaren Straftaten erwischt. Charaktere: Winston ist augenscheinlich pragmatisch und versucht sich in die Masse einzufügen. Dabei lernt man als Leser aber schnell, dass er im Gegensatz zu seinen Nachbarn nur so tut. Für mich kam seine unterschwellige Gewalttätigkeit in seiner Ausprägung überraschend, aber er ist nachvollziehbar, wenn man bedenkt, dass die Partei jegliche Triebe und Emotionen zu unterdrücken versucht. Schreibweise: George Orwell schreibt in einer Mischung aus Direktheit und blumigen Umschreibungen, die einen in die düstere, hoffnungslose Welt einsaugt. Tropes: mass surveillance, Historical Revisionism, totalitarian regimes, the loss of truth Fazit: Ein wichtiger Klassiker, der es sich zu lesen lohnt.






















































