Es war gar nicht so gut und trotzdem hat es mich gut unterhalten.
Schere,Stein, Papier ist wirklich kein richtig guter Thriller. Vieles wirkt überspitzt und konstruiert. Gerade zum Anfang und zum Ende hin dachte ich oft: "Das passiert jetzt, weil es in jedem Thriller passieren "muss", oder?" Viele Szenen waren thrillerartig und lösten sich aber direkt im nächsten Kapitel als total logisch auf. Auch okay. Die beiden Hauptprotagonisten Adam und Amalia waren sich einfach gegenseitig der Thriller. Die Autorin sorgte durch die innere Interpretation von Alltagssituationen für Spannung! Adam und Amalia machen sich mit Hund Bob auf in die Weiten Schottlands, um in einer zur Ferienunterkunft umgebauten Kapelle ihre Ehe zu retten. Die Bewohnerin des Cottages nebenan, Robin, erschien mir zutiefst seelisch verletzt und machte mir wirklich Angst mit ihrem Verhalten. Grundsätzlich konnte ich mit den Handelnden Figuren allerdings nicht so viel anfangen und sie blieben mir eher fern. Das Setting in der Kirche gefiel mir super gut! Wäre alles andere nicht gewesen, wäre eine zur Wohnung umgebaute Kapelle voller Bücher, mit Kamin und Wein im Keller direkt am Loch in der unberührten Natur die perfekte Ferienunterkunft! Die Kapitelaufteilung war ebenso gelungen: ein Kapitel aus Adams Sicht, eines aus Amalias, manchmal eingestreut eines aus Robins Sicht und dazwischen die sehr ehrlichen Briefe seiner Ehefrau an Adam zum jeweiligen Hochzeitstag. Parallel zur Geschichte die Briefe, die Stück für Stück Licht ins Dunkle der Hintergründe bringen, waren ein tolles Stilmittel. Zusammengefasst war das Buch leidlich spannend, wenn auch an vielen Stellen ziemlich stumpf. Darüber zu schmunzeln hatte dann aber auch seinen Unterhaltungswert.



























































