Gelungene Nostalgie mit verschenktem Potenzial
Als langjähriger Fan der Drei ??? war Die Auferstehung für mich eigentlich Pflichtlektüre. Positiv hervorzuheben ist, dass Andreas Eschbach an vielen Stellen die Atmosphäre der Originalgeschichten einfängt. Es gibt zahlreiche Anspielungen, Verweise und kleine Details, die Erinnerungen an frühere Fälle wecken und vor allem Fans der Reihe freuen dürften. Die Grundidee der Geschichte hat mir ebenfalls gefallen. Allerdings hat es für meinen Geschmack sehr lange gedauert, bis Justus, Peter und Bob überhaupt gemeinsam in den Fall einsteigen. Ein großer Teil des Buches beschäftigt sich mit ihrem jeweiligen Leben , was für langjährige Fans interessant sein mag, für die eigentliche Handlung aber nicht immer viel Mehrwert bietet. Leider war die Auflösung des Rätsels für mich zudem recht früh absehbar. Dadurch fehlten mir die überraschenden Wendungen und Aha-Momente, die einen guten Krimi oder Thriller ja ausmachen. Das führte stellenweise zu einigen Längen, da die Spannung nicht durch neue Erkenntnisse oder unerwartete Entwicklungen aufrechterhalten wurde. Insgesamt hat das Buch die nostalgischen Vibes der Originale durchaus wieder aufleben lassen und bietet eine interessante Geschichte. Gleichzeitig hätte ich mir mehr Tiefgang und Komplexität gewünscht. Gerade weil sich das Buch an erwachsene Leser:innen richtet, hätte es die Chance gehabt, sich stärker von den Jugendbüchern abzuheben und die Themen sowie das Rätsel anspruchsvoller auszuarbeiten. Trotz meiner Kritik habe ich das Buch gerne gelesen – vor allem als Fan der Reihe. Wer ein Wiedersehen mit Justus, Peter und Bob sucht, wird hier sicherlich auf seine Kosten kommen. Wer hingegen einen besonders komplexen oder überraschenden Kriminalroman erwartet, könnte etwas enttäuscht werden.

























































