Emotion 🫠💜
Dieses Buch hat mich wirklich sehr heftig mitgenommen. Vor allem die düsteren Szenen hatten es in sich: Es gibt ein Kapitel mit Folter, in dem einige Dinge sehr explizit beschrieben werden. Das war teilweise schon schwer zu lesen. Was ich der Autorin aber sehr positiv anrechne, ist, dass sie vor solchen Kapiteln immer eine Triggerwarnung platziert hat. Das habe ich bisher in noch keinem Buch so erlebt und finde es sehr respektvoll gegenüber den Leserinnen und Lesern. Grundsätzlich hat mir die Geschichte wirklich gut gefallen. Die Handlung ist spannend, die Grundidee funktioniert und insgesamt ist es eine solide Fortsetzung. Allerdings hatte ich gerade im Vergleich zum ersten Band einige Probleme mit dem Mittelteil. Das Buch hat rund 340 Seiten, und bis etwa Seite 209 hatte ich oft das Gefühl, dass die Handlung unnötig in die Länge gezogen wurde. Viele Szenen hätten deutlich kompakter erzählt werden können. Für mich wirkten die ersten gut 200 Seiten teilweise so, als hätte man sie auch in 80 bis 100 Seiten unterbringen können. Auch mit der Sprache bin ich nicht ganz warm geworden. Dass die Figuren eine lockere, junge und teilweise vulgäre Ausdrucksweise haben, stört mich grundsätzlich überhaupt nicht. Das passt zu den Charakteren. Allerdings war es mir hier oft zu viel des Guten. Bestimmte Begriffe, wie zum Beispiel ständig „Bro“, wurden so häufig verwendet, dass es irgendwann eher anstrengend als authentisch wirkte. Dazu kamen immer wieder dieselben Aussagen und Vorwürfe zwischen den Figuren, wodurch sich manche Dialoge unnötig wiederholt haben. Deshalb war ich zwischenzeitlich tatsächlich an dem Punkt, an dem ich dachte, dass das Buch keine vier Sterne mehr von mir bekommen würde. Wenn sich ein so großer Teil der Geschichte gezogen anfühlt, fällt das einfach ins Gewicht. Die letzten rund 140 Seiten haben aber noch einmal einiges herausgerissen. Ab diesem Punkt wurde die Geschichte deutlich spannender, es gab tolle Wendungen, überraschende Entwicklungen und ein sehr gelungenes Finale mit einem schönen Happy End. Genau dieser starke Schluss hat dafür gesorgt, dass ich das Buch am Ende doch mit einem positiven Gefühl beendet habe. Trotz meiner Kritik kann ich die Geschichte empfehlen. Sie liest sich schnell weg, hat eine interessante Handlung, ein schönes Cover, einen gelungenen Farbschnitt und eine angenehm große Schrift. Mit ihren rund 300 bis 340 Seiten eignet sie sich perfekt als Buch für zwischendurch. Fazit: Eine gute und solide Geschichte mit starken letzten Kapiteln, einigen Längen im Mittelteil und einer Sprache, die mir stellenweise etwas zu übertrieben war. Aktuell schwanke ich noch zwischen 3,5 und 4 Sternen, tendiere aber aufgrund des starken Endes eher zu 4 Sternen. ⭐⭐⭐⭐☆ bzw. ⭐⭐⭐✨.






























































