Bewertung:3.5★
Starke Story aber lahm geschrieben
Ich habe nur zwei Werke von Ishiguro gelesen, auch aus interessehalber, da er einen Literaturnobelpreis erhalten hat. Ich muss aber sagen, bei diesen zwei Werken wird es auch bleiben. Er hat eine Art zu schreiben, die mich einfach nicht abholt. Ich erkenne weder Spannung noch Emotionen in seinen Werken, so auch in alles, was wir geben mussten. Die Story selbst ist sehr gut gedacht Dystopisch und wahrscheinlich näher an der Realität dran wie wir sie mal haben werden, als man jetzt vielleicht noch denkt. Das Buch hat mich auch etwas an dem Film „Die Insel“ erinnert bloß dass der Film mir um einiges besser gefallen hat, obwohl ich ein Buch immer ein Film vorziehen würde. Ishiguro schildert die Situationen in diesem Buch und das Leben der Spender mit wenig Biss. Ich habe das Buch unter dem Genre Thriller gefunden, und ich weiß nicht, was es unter dieser Kategorie verloren haben soll. Die Spender selber leben ein resigniertes Leben. Sie geben sich ihrem Schicksal hin. Kein wirklicher Überlebenskampf. Sie schildern zwar in einem Teil des Buches, ihren Unmut, aber mehr als die Zeit hinauszuzögern, was die Spenden angeht, begehren sie nicht. Vielleicht hab ich auch zu viel von dem Buch erwartet oder besser gesagt etwas anderes. Vielleicht war ich durch den Film, der eine andere Geschichte erzählt, aber in etwa im Kern dasselbe hat, dass Menschen nur gezüchtet werden, um Organe für die andern zu spenden mich da soweit geimpft, dass ich auf ein Action geladenen Roman gehofft habe. Wie dem auch sei dies war der erste Roman, den ich gelesen habe von Ishiguro, „was vom Tage übrig blieb“, war der zweite Roman, den ich gelesen habe und ich denke, ich erkenne seine Schreibkultur und muss einfach feststellen, dass diese nichts für mich ist. Von daher gibt es für die Story 3,5 Sterne, aber als Empfehlung würde ich es mir doch vorbehalten.
Alles, was wir geben musstenvon Kazuo IshiguroBlessing