Eine Abenteurergruppe, Drachen und ein verwirrter alter Mann. Mehr braucht es manchmal nicht. 😂
Die Chroniken der Drachenlanze sind klassische Fantasy durch und durch – und man merkt der Reihe an, dass sie in den 80er Jahren entstanden ist. Trotzdem oder vielleicht gerade deshalb hat mich die Geschichte schnell in ihren Bann gezogen. Besonders die Charaktere und ihre Dynamik haben für mich die Reihe getragen. Aus einer zunächst bunt zusammengewürfelten Gruppe werden mit jeder Seite mehr alte Freunde, mit denen man mitfiebert, leidet und lacht. Vor allem die Dialoge zwischen Fizban❤️ und Tolpan gehören für mich zu den absoluten Highlights der Reihe und haben mich mehr als einmal zum Lachen gebracht. Die Welt ist groß, voller Legenden, Drachen und Geheimnisse, die sich nach und nach entfalten. Dabei entsteht ein starker Lesesog, der dafür sorgt, dass man immer wissen möchte, wie es weitergeht. Ein kleiner Kritikpunkt bleibt für mich allerdings die Umsetzung einiger Gegenspieler und Konflikte. Mehrfach werden Bedrohungen sehr groß aufgebaut, nur um dann vergleichsweise schnell wieder abgehandelt zu werden. Dadurch fehlte manchen Auseinandersetzungen etwas von dem Gewicht, das ich nach dem langen Aufbau erwartet hatte. Trotzdem habe ich die Reise sehr genossen. Die Figuren, die Abenteuer und die vielen gemeinsamen Momente der Gruppe haben dafür gesorgt, dass ich die über 1.000 Seiten am liebsten in einem Rutsch gelesen hätte.

