
Mit Spannung, aber auch Verwirrung, hat es diesen Thriller in sich. Für mich zu viel Verwirrung😅
Esther von Dasser ist seit über fünf Jahren verschwunden. Sie kann sich an nichts erinnern, ihre gesamte Vergangenheit scheint tief in ihren Gedanken verborgen zu sein. Als sie plötzlich wieder auftaucht, sind sich nicht alle sicher, ob sie tatsächlich Esther ist. Sie wirkt verwirrt, abgemagert und kaum wiederzuerkennen. Als sie wieder zu sich kommt, wird ihr bewusst, dass das Spiel, in das sie verwickelt war, und die damit verbundene Gefahr noch lange nicht vorbei sind. Dann kommt auch noch Marie, Journalistin und Freundin von Esther, ins Spiel. Gemeinsam beginnen die beiden, verschiedene Rätsel zu lösen, um herauszufinden, wer hinter diesem kranken Spiel steckt und eine solche Freude am Morden hat. Im Allgemeinen fand ich die Geschichte sehr spannend. Sie beginnt bereits mit voller Wucht und zeigt Esthers Leben, bevor sie spurlos verschwand, denn sie ist keineswegs unschuldig. Der Schreibstil ist flüssig, und auch die Ereignisse rund um Esther sowie die Rätsel, die sich scheinbar lösen und dann doch wieder neue Fragen aufwerfen, haben mir grundsätzlich gut gefallen. Leider war ich stellenweise aber auch etwas verwirrt und kam nicht immer richtig mit. Man wird häufig auf die falsche Spur geführt und erhält oft ein falsches Bild davon, was tatsächlich vor sich geht. Für meinen Geschmack war das teilweise etwas zu viel. Die Protagonisten fand ich dennoch interessant, und man erfährt immer wieder kleine Bruchstücke aus ihrer Vergangenheit, die letztlich mit der Handlung zusammenhängen, vor allem im Zusammenhang mit der Familie Von Dasser. Einige Szenen sind sehr brutal und detailliert beschrieben, weshalb dieser Thriller definitiv nichts für zarte Leserinnen und Leser ist. Trotz unerwarteter Wendungen und der Perspektivwechsel konnte mich die Geschichte insgesamt jedoch nicht vollständig mitreissen. Immer wieder geriet mein Lesefluss ins Stocken, und ich hatte Mühe, weiterzulesen. Wer jedoch Thriller mit einem hohen Rätselanteil und vielen falschen Fährten liebt, ist hier definitiv richtig.












