
Atmosphärischer Sommerroman
💭 M E I N U N G Die Geschichte von Lou, Raf und Nora, die den Sommer gemeinsam in einem Ferienhaus an der dänischen Küste verbringen, wird aus Lous Sicht in der Ich-Perspektive erzählt. Dass Lou ein Junge ist, ist mir erst gegen Ende des Romans klar geworden, diesen Irrtum hätte man durch eine andere Namensgebung vermeiden können. Lous Charakter ist fein gezeichnet, seine sensible und nachdenkliche Art, wird eindrucksvoll umschrieben. Ebenfalls die zwielichtige Anziehung zu Raf kommt gut hervor, wie auch das manipulative Verhalten, das deren Beziehung prägt. Durch die ganze Geschichte zieht sich eine unterschwellige Spannung, wie auch kleinere Bedrohungsmomente, wodurch eine enorme Sogwirkung entfalten wird. Was mir besonders gut gefallen hat, war die flirrende Atmosphäre des Romans. Einerseits spürt man die Leichtigkeit des Sommers, andererseits liegt eine Schwere über der Geschichte, die sich beim Lesen fast schon beklemmend anfühlt. Auch die toxischen Verhaltensweisen und die Manipulation, die damit einhergeht, wie auch deren Auswirkung auf Lous Gedanken und Gefühle, waren eindrucksvoll hervorgehoben. Mein größter Kritikpunkt liegt in der Offenheit der Erzählung. Das ist natürlich Geschmacksache, aber ich persönlich bin ein Fan davon, wenn ein Roman eindeutig erzählt wird und nicht zu viele offene Fragen hinterlässt. ⭐️ F A Z I T Ein sommerliches Debüt, das trotz ruhiger und atmosphärischer Erzählweise eine flirrende Spannung mitbringt, die mich an das Buch gefesselt hat. 🌊






































