Zu zweit tut das Herz nur halb so weh

Zu zweit tut das Herz nur halb so weh

Taschenbuch
4.529
Südstaatenromanze1930Er JahreApartheitEbooks

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Beschreibung

Kentucky, Ende der 1930er: Isabelle will dem engen Korsett ihrer Familie entfliehen. Ausgerechnet der farbige Sohn der Hausangestellten eröffnet ihr eine neue Welt. Eine Welt allerdings, die sie nicht betreten darf. Doch Isabelle ist entschlossen, ihre verbotene Liebe zu leben, gegen alle Konventionen – und gegen den erbitterten Widerstand ihrer Familie...

Buchinformationen

Haupt-Genre
Liebesromane
Sub-Genre
Modern
Format
Taschenbuch
Seitenzahl
320
Preis
10.30 €

Autorenbeschreibung

Julie Kibler wurde in Kentucky geboren und lebt heute in Texas, wo sie als freie Autorin arbeitet. »Zu zweit tut das Herz nur halb so weh« ist ihr erster Roman, der international großes Aufsehen erregte und noch vor Erscheinen in zwölf Länder verkauft wurde.

Beiträge

4
Alle
4

Hmm ja also ne Meinung hierzu ohne Spoiler ist schon schwer. Da ich soüberhaupt nichts über die USA in dern 40er Jahren weiß war hier alles neu für mich. Mit jeder Zeile wollte man am liebsten die Protas umarmen und ihnen sagen alles wird gut. Sehr gefühlsvoll geschrieben die Geschichte voller Leid und Verlust.

5

What a wonderful story. I laughed and cried. I love those happy-sad books. Definately one of my highlights this year!

5

Die Geschichte handelt von der inzwischen 90-Jährigen Isabelle, die sich mit ihrer weitaus jüngeren, afroamerikanischen Bekannten Dorrie auf eine Reise nach Cincinnati begibt, wo sie an einer Beerdigung teilnehmen möchte. Auf dem Weg dorthin erzählt Isabelle die Geschichte über ihre erste (und wahrscheinlich einzig wahren) Liebe. Der Leser reist so in die die Jahre 1939/40 zurück, in der die Rassentrennung zwischen Afroamerikanern und Weissen noch deutlich spürbar war. Und wie das Schicksal so will, verliebte sich Isabelle auch tatsächlich in den Afroamerikaner Robert und heiratete ihn - ihrer Familie zum Trotz - kurze Zeit später. Was das Ganze für Konsequenzen hatte, musste sie kurz darauf am eigenen Leib erfahren. Dieser Hauptplot wechselt sich immer jeweils mit einem Kapitel aus der Gegenwart ab, in der man in erster Linie mehr über den Nebencharakter Dorrie erfährt. Obwohl inzwischen fast 70 Jahre vergangen sind, hat diese immer noch mit Vorurteilen gegenüber Afroamerikanern zu kämpfen. Immer wieder wird sie von Passanten argwöhnisch gemustert oder muss sich höhnische Kommentare über ihre Hautfarbe anhören. Und als wäre das noch nicht genug, spielt sich bei Dorrie Zuhause noch ein ganz eigenes Drama ab, das sie telefonisch regeln muss. Obwohl ich anfangs etwas Schwierigkeiten hatte, in die Geschichte reinzufinden, konnte ich das Buch spätestens ab der Mitte nicht mehr aus der Hand legen. Man ist einfach zu neugierig, was aus Isabelle und Robert wird und hofft natürlich bis zum bitteren Ende, dass es zu einem Happy-End kommt. Das Ende hält dann nochmal einige "Überraschungen" bereit - wobei ich das absichtlich in Anführungszeichen setze, da man einige Enthüllungen als aufmerksamer Leser bereits vorhersehen konnte. Das werte ich allerdings als etwas Positives, denn die Geschehnisse wirken dadurch realistisch und runden die Geschichte ab. Die Story um Dorrie war zwar ganz nett zu lesen, sie hat mich aber hin und wieder gestört, weil mich die Vergangenheit von Isabelle viel mehr interessiert hat und ich durch die Gegenwarts-Kapitel immer wieder im Lesefluss unterbrochen wurde. (Ein wenig überrascht war ich aber doch über die Tatsache, wie kleingeistig einige Südamerikaner noch zu sein scheinen, denn einige Situationen die aus Dorries Gegenwart geschildert wurden, haben mich manchmal glauben lassen, dass die Leute im 19. Jahrhundert stecken geblieben sind. Falls diese Vorurteile tatsächlich noch in diesem Ausmass da sind und auch so offensichtlich geäussert werden, dann tun mir die Amis einfach nur leid.) Alles in allem ist "Zu zweit tut das Herz nur halb so weh" (trotz diesem schrecklichen Titel) ein schönes Buch, bei dem man die ein oder andere Träne vergiessen könnte.

4

Das Buch und das Leben von Miss Isabelle haben mich sehr bewegt. Ich kann das Buch wirklich jedem und jeden Alters sehr ans Herz legen. Es ist wundervoll einfühlsam geschrieben und lässt einen auf keinen Fall unberührt. *** Haltet die Taschentücher bereit. Diese Geschichte hat mich bis zum letzten Wort gefesselt. Während der Fahrt von Texas nach Cincinnati liest man sich durch sämtliche emotionalen Stationen. Das Ende steht quasi in Druckbuchstaben auf der ersten Seite, doch wie soll es auch anders sein, bis zum Ende hin erwartet man das es anders ausgeht als erwartet. Doch trotz der vermeintlich nicht vorhandenen Spannung über den Ausgang, schaffte es das Buch mich auf den letzten Seiten nochmal zu überraschen. *** Mir hat es tatsächlich das Herz gebrochen als ich Miss Isabelles Geschichte las. Eine Liebesgeschichte. Als junger Mensch, geboren in einem freien Land, kann man sich die Welt in Zeiten der Apartheid nur vorstellen. Für mich war es nie greifbar warum manche Menschen denken wie sie denken - dass sie aufgrund ihrer Hautfarbe mehr Rechte hätten als andere. In dem Buch lernen wir verschiedene Protagonisten kennen die alle ihre besonderen Beweggründe haben zu tun was sie eben tun oder taten. Besonders Miss Isabelles Eltern haben mich beschäftigt. Ich kann mich auch im Nachhinein nicht entscheiden wie ich zu ihnen stehe, zumindest was ihren Vater angeht. *** Miss Isabelle wächst in einer sogenannten Sundown Town auf. In diesen Städten ist es Farbigen verboten sich nach Sonnenuntergang aufzuhalten. Von diesen Sundown Towns habe ich in dem Buch zum ersten mal etwas gehört. Sicherlich war mir vorher schon bewusst das es eine klare Trennung bei allem gab. Toiletten waren gekennzeichnet mit "white" und "coloured", Trinkbrunnen, Cafés, Eingangstüren, Kinos, Bahnhöfe....

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