ZEIT Geschichte 2/2025 "Thomas Mann"

ZEIT Geschichte 2/2025 "Thomas Mann"

Buch
4.87

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Buchinformationen

Haupt-Genre
N/A
Sub-Genre
N/A
Format
Buch
Seitenzahl
99
Preis
N/A

Beiträge

4
Alle
4.5

Ein Ritt durch sämtliche Themen mit den Augen Kants.

Die Ausgabe greift sämtliche Themengebiete auf. Erst lernt man Kant durch Fakten seines Lebens kennen, dann durch seine Gedanken und wie das Leben zu seiner Zeit aussah. Mit wem er gesellschaftlich zu tun hatte und wie seine Philosophie in die heutige Zeit übertragen werden kann. Es geht natürlich um die ethischen Fragen, den kategorischen Imperativ, was hat Kant mit Kunst zu tun und mit Russland und Putin. Hier wird wirklich sämtliches abgedeckt, was Lust auf mehr macht. Besonders gut hat mir auch das Interview am Ende gefallen, wo auch nicht verpasst wurde, Kant zu kritisieren. Man liest einen großen Querschnitt einzelner Themen, natürlich kann da nicht so sehr ins Detail gegangen werden, wie man es sich während des Lesens wünscht, es bleibt ja schließlich eine Zeitschrift und doch hätte ich gern hier und da ein Kapitel etwas ausführlicher gehabt und ein zwei Themen vielleicht weggelassen. Dennoch es hat großen Spaß gemacht und regt dazu an, sich selbst Gedanken zu machen und das Gelesene selbst zu bewerten. ⭐️⭐️⭐️⭐️💫

5

Beeindruckt, hat mir vieles erzählt was ich nicht genau wusste. Sollte jeder lesen.

5

»Tatsächlich kann die Art und Weise, wie der politische Thomas Mann dachte und handelte, bis heute in hohem Maße inspirieren: sein Mut, öffentlich für seine Ansichten zu streiten, ohne dabei das Risiko der Fehlbarkeit zu scheuen; seine Fähigkeit, sich trotz innerer Distanz kraftvoll für das moralisch Richtige einzusetzen.«

Dieses Zitat von Kai Sina beschließt den ersten Beitrag der ZEIT Geschichte Jubiläumsausgabe und macht deutlich, dass Thomas Mann auch aus politischer Sicht für unsere heutige Zeit noch ein Vorbild sein kann. In vielen weiteren Texten widmen sich namhafte Thomas Mann Forscher*innen und Autor*innen, wie z.B. Kai Sina, Volker Weidermann, Inger-Maria Mahlke, Matthias Lohre oder Heinrich Detering dem Leben, Werk und der Wirkung Thomas Manns. Diese beschäftigen sich teilweise mit seinen Romanen, wie den Buddenbrooks, dem Zauberberg oder der Joseph-Tetralogie. Aber auch die Bruderbeziehung zwischen Heinrich und ihm, seine politischen Ansichten oder sein Aktivismus aus dem amerikanischen Exil finden Erwähnung. Außerdem werden seine Aktualität und bestimmte Ähnlichkeiten der damaligen und der heutigen Zeit in den Fokus gerückt. Darüberhinaus ist die gesamte Ausgabe ansehnlich und durchaus gleichermaßen unterhaltsam wie lehrreich gestaltet. Zwischen den jeweiligen Texten werden tolle Fotoaufnahmen oder Fun Facts, z.B. bezüglich des längsten Satzes Thomas Manns geboten. Diese Ausgabe darf sich einfach kein Thomas Mann Fan entgehen lassen!

»Tatsächlich kann die Art und Weise, wie der politische Thomas Mann dachte und handelte, bis heute in hohem Maße inspirieren: sein Mut, öffentlich für seine Ansichten zu streiten, ohne dabei das Risiko der Fehlbarkeit zu scheuen; seine Fähigkeit, sich trotz innerer Distanz kraftvoll für das moralisch Richtige einzusetzen.«
5

„ … “

Es gibt keine Worte dafür, genauso, wie es auch nie einen Grund für all das gab. Die Ausgabe verschafft einen beklemmend und schmerzlich guten Einblick in dieses vergangene Verbrechen. Wenn man sich damit auseinandersetzt, wird einem klar, dass eben jenes, trotz aller Unglaublichkeit, passieren konnte und auch wieder passieren kann und es in manchen menschlichen Abgründen auch wieder brodelt. Grundlos. Zwei Zitate: „Ähnliches konnte geschehen, wenn die Häftlinge nicht arbeiten mussten. Sie hatten jeden zweiten Sonntag frei und wurden dann häufig von den SS-Männern, die zu ihrer Bewachung eingeteilt waren, auf den Appellplatz befohlen und mussten sich sadistischen Sportübungen unterziehen. Beim »Schwimmer« hatte der Häftling sich auf den Boden zu legen und Schwimmbewegungen zu machen. Währenddessen stand ein SS-Mann so lange auf seinem Kopf und seinem Rücken, bis das Opfer erstickt war. Beim »Fliegertod« musste sich der Häftling an den Rand einer Grube stellen, bekam einen Tritt von hinten und flog in die Grube, wo schon Männer mit Schaufeln warteten, die den Unglücklichen mit Sand zuschütteten, sodass er erstickte. Es kam auch vor, dass SS-Männer einem Häftling einen Schlauch in den Hals steckten, das Wasser aufdrehten und sich amüsierten, wenn dessen Organe platzten und er qualvoll starb. Oft lagen die Grenzen, die der Grausamkeit gesetzt waren, nur in der sadistischen Fantasie der Täter.“ „Hunderttausende Deutsche wurden damals bereitwillig zu Täterinnen und Tätern. Es geschah aus der Mitte der Gesell-schaft. Und es könnte wieder geschehen, wenn wir Demokratie und Menschenrechte nicht achten.“ ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️

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