Wir überlebten die Nacht

Wir überlebten die Nacht

Hardcover
4.51

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Beschreibung

Ein leuchtendes Zeugnis indigener Überlebenskraft und Hoffnung

Auf den Spuren seiner Familie taucht Julian Brave NoiseCat tief in die Geschichte der First Nations Kanadas ein und findet heraus, dass sein Vater ein Überlebender der St. Joseph’s Mission ist.

Basierend auf fünf Jahren Recherche und Reisen zeichnet »Wir überlebten die Nacht« ein tiefgründiges, unvergessliches Porträt indigener Wirklichkeit, das sich der Unsichtbarmachung, der systematischen Verdrängung, der Auslöschung und den intergenerationellen Traumata der First Nations widmet. Brillant verwebt NoiseCat persönliche Geschichten mit investigativem Journalismus und traditionellen indigenen Erzählformen. Dabei entsteht eine Rückeroberung – von Geschichte, Identität und familiärer Zugehörigkeit. Eine persönliche Wiederannäherung an einen Vater, der gegangen ist.

Buchinformationen

Haupt-Genre
Fachbücher
Sub-Genre
Geschichte & Archäologie
Format
Hardcover
Seitenzahl
560
Preis
26.80 €

Autorenbeschreibung

Julian Brave NoiseCat ist Schriftsteller und Oscar-nominierter Filmemacher. Seine Texte erschienen in zahlreichen renommierten Publikationen, darunter The New York Times, The Washington Post und The New Yorker. Für seine journalistische Arbeit wurde NoiseCat vielfach ausgezeichnet – unter anderem mit dem American Mosaic Journalism Prize 2022 und zahlreichen National Native Media Awards. Sein erster Dokumentarfilm »Sugarcane« wurde bei den Academy Awards in der Kategorie Bester Dokumentarfilm nominiert. »Wir überlebten die Nacht« ist sein erstes Buch.

Beiträge

1
Alle
4.5

Ein Buch, das nicht leise bleibt

Manche Bücher liest man nicht einfach weg. Die bleiben erstmal neben einem sitzen, schauen einen an und sagen: So, jetzt denk mal bitte nach. Wir überlebten die Nacht ist genau so ein Buch. Julian Brave NoiseCat erzählt von Familie, Herkunft, Schmerz, Verlust und dieser unglaublichen Kraft, trotzdem weiterzugehen. Und ja, das klingt erstmal schwer. Ist es auch. Aber nicht auf eine Art, die einen nur runterzieht, sondern eher so, dass man zwischendurch schluckt und denkt: Verdammt, warum weiß man über vieles davon eigentlich so wenig? Besonders stark fand ich, wie persönlich dieses Buch ist. Es geht nicht nur um Geschichte aus der Ferne, sondern um einen Sohn, der sich seinem Vater, seiner Familie und einer verdrängten Vergangenheit annähert. Das macht das Ganze so nah, dass man manchmal kurz pausieren muss. Nicht, weil es langweilig wäre, sondern weil es trifft. Die Mischung aus Recherche, Erinnerung und indigener Erzähltradition hat für mich richtig gut funktioniert. Es fühlt sich nicht trocken an, sondern lebendig, wütend, traurig und hoffnungsvoll zugleich. Ein Buch, das nicht um Mitleid bittet, sondern um Aufmerksamkeit. Und die hat es sowas von verdient. Für mich ein intensives, wichtiges und sehr menschliches Sachbuch, das lange nachhallt. Kein gemütlicher Nebenbei Snack, eher ein Buch, das man bewusst liest. Aber genau deshalb ist es so stark.

Ein Buch, das nicht leise bleibt
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