Winters Knochen

Winters Knochen

Hardcover
3.731
SuchePolizeiTeenagerFamilientragödie

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Beschreibung

Jessup Dolly taucht unter, als der Winter kommt. Seiner Familie, die in bitterarmen Verhältnissen im Hinterland von Missouri lebt, fehlt es an allem. Sie haben kaum etwas zu essen und nicht einmal genug Feuerholz, um das Haus warm zu halten. Aufopferungsvoll kümmert sich Jessups sechzehnjährige Tochter Ree um ihre pflegebedürftige Mutter und die beiden jüngeren Brüder. Doch dann passiert das Unvermeidliche. Die Polizei steht vor der Tür und teilt Ree mit, dass ihr Vater, der schon einmal wegen Drogengeschäften im Gefängnis war und nun erneut unter Anklage steht, das Haus für seine Kaution verpfändet hat. Wenn Jessup nicht bei Gericht erscheint, verliert seine Familie alles, was sie hat. Ree bleibt eine Woche Zeit, um ihren Vater zu finden – tot oder lebendig.

Buchinformationen

Haupt-Genre
Romane
Sub-Genre
N/A
Format
Hardcover
Seitenzahl
224
Preis
19.50 €

Beiträge

8
Alle
4.5

Eine Story aus dem Hinterland Missouri. Ree muss sich mit ihren achtzehn Jahren zwischen Kriminalität und Meth kochenden Verwandten um ihre kranke Mutter und ihre beiden kleinen Brüder kümmern. Eine Welt voller Schmerz und Armut. Ein Blick ins ländliche Amerika.

4

Eine kleine, feine Geschichte mit einer starken Hauptfigur. Was mich an diesem Buch aber insbesondere fasziniert hat, ist der wunderbare Schreibstil von Daniel Woodrell.

3

Meine Meinung unter: http://juliasbuecherkiste.blogspot.de/2012/12/rezension-winters-knochen.html

5

Eine Geschichte die einen schnell mitreißt und nicht mehr los lässt. Der Schreibstil gefiel mir sehr!

5

Die sechzehnjährige Ree lebt mit ihrer Mutter und zwei jüngeren Brüdern in bitterster Armut in den Ozarks von Missouri. Der Vater ist seit geraumer Zeit verschwunden. Früh musste Ree Verantwortung übernehmen, sie führt den Haushalt, beschafft Essbares und erzieht die Brüder, denn ihre seelisch kranke Mutter ist dazu nicht mehr in der Lage. Ree erfährt, dass ihr Vater, der Crystal Meth kocht, das Grundstück und das Haus, in dem die Familie seit Generationen lebt, als Sicherheit für einen Gerichtstermin angegeben hat. Erscheint er nicht zu diesem Termin, ist das Anwesen verloren. Verzweifelt macht sich Ree auf die Suche nach dem Vater. Man kann sich kaum vorstellen, in welch erbärmlichen und rauen Zuständen Menschen mitten in den USA leben. In den Ozarks hat sich eine durch Elend, Kriminalität und Brutalität gekennzeichnete White-Trash-Kultur herausgebildet, die Daniel Woodrell uns in seinem wohl bekanntesten Roman schonungslos beschreibt. Gewalt und Waffengebrauch sind an der Tagesordnung, auch begabte Kinder wie Ree haben kaum eine Chance, ihrem Schicksal zu entrinnen. Der Autor, der selbst aus den Ozarks kommt, verließ sein Zuhause mit 17, um zur Marine zu gehen. Auch Ree wünscht sich, zur Army gehen zu können, doch wer versorgt dann die Mutter und die Brüder? Die größte Stärke des Buchs ist seine zentrale Figur: Die äußerst erwachsene, verantwortungsbewusste und taffe Jugendliche Ree ist eine der stärksten Romanfiguren, die ich bisher kenne. Doch nicht nur dieser tolle Charakter macht dieses Buch so einmalig, Woodrells Schilderungen sind von einer rohen Intensität, der man sich nicht entziehen kann. Die Sprache ist in den Dialogen natürlich stark geprägt vom Slang der Hillbillys, einzelne Wörter sind selbst mithilfe von Wikipedia und LEO nicht ganz einfach zu verstehen. Dennoch ist das Buch gut und schnell lesbar. Rees Geschichte hat mich von Anfang bis Ende des relativ kurzen Romans gefesselt. Außerdem trägt dieses Buch dazu bei, uns Europäern Einiges zu erklären, was wir an den USA vielleicht nicht ganz verstehen, etwa, warum die Waffenlobby in den USA so viel Macht hat. Eine unbedingte Leseempfehlung! P.S. Auch die werksgetreue Verfilmung mit Jennifer Lawrence kann ich wärmstens empfehlen.

5

Ein feines Büchlein. Die Atmosphäre ist einfach der Hammer!

5

Fell in love with the grittiness of the movie and i loved the book.

4

Das Buch spielt in der sogenannten White-Trash-Gesellschaft irgendwo im amerikanischen Hinterland und zeigt ein Leben (ich scheue mich hierfür das Wort Kultur zu verwenden) das für uns Europäer nur schwer vorstellbar ist. Es verdeutlicht wohin das vollständig fehlende Sozialsystem in den USA führt und auch warum die Waffenlobby dort so unglaublich viel Einfluss hat. Das Leben unserer Protagonistin ist geprägt von Kriminalität, Selbstjustiz und Sippenhaft. Man wäre lebensmüde, das Haus ohne Waffe zu verlassen, das Schießen wird den Kindern so selbstverständlich und notwendig beigebracht wie Lesen und Schreiben. Woodrell wird wissen wovon er schreibt, ist er doch selbst in den Ozarks in Missouri aufgewachsen. Der Schreibstil Woodrells ist faszinierend gegensätzlich. So sind die Beschreibungen der Gedankengänge der Protagonistin oder der Landschaft poetisch fantastisch, bunt, farbig, trist, trostlos und grau. Im krassen Gegensatz dazu der vulgäre Slang der Menschen in der wörtlichen Rede, der wohl wirklich schwierig ins Deutsche zu übersetzen ist, da manche Ausdrücke doch ziemlich seltsam klingen. Die USA sind in der Tat das Land der unbegrenzten Möglichkeiten und das oft genug eher im negativen als im positiven Sinne.

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