Wie kommt das Salz ins Meer

Wie kommt das Salz ins Meer

Hardcover
3.710
DepressionEmanzipationKlassikerScheidung

Durch das Verwenden dieser Links unterstützt du READO. Wir erhalten eine Vermittlungsprovision, ohne dass dir zusätzliche Kosten entstehen.

Beschreibung

Die provinzielle Bürgerlichkeit ihres Elternhauses prägt das Leben der Ich-Erzählerin. Die frühe Heirat mit Rolf bringt keinen Ausweg sondern führt zu einer weiteren Einengung ihrer persönlichen Freiheit. Es folgen eine Affäre, Abtreibung, Depression und Scheidung. Die scheinbare Banalität der Themen bekommt durch den Scharfblick der Autorin etwas Exemplarisches. Es entwickelt sich eine Sozialkritik ohne erhobenen Zeigefinger, ein literarisches Meisterstück ohne prätentiöse Verbrämungen. Ein Buch zum Entdecken österreichischer Literatur und zum Wiederentdecken einer großen Autorin.

Buchinformationen

Haupt-Genre
Romane
Sub-Genre
Zeitgenössische Romane
Format
Hardcover
Seitenzahl
96
Preis
18.40 €

Beiträge

2
Alle
2.5

Kurzweiliges Buch über eine junge Frau und den Lauf einer unglücklichen Ehe

Das Buch beginnt damit, dass die Protagonistin Rolf heiratet, obwohl sie sich vorher Doch nicht mehr ganz sicher ist, ob die das möchte. Sie wird überredet und wehrt sich nicht. Alle haben eine Meinung zu dem was sie tun sollte - nur die selbst ganz oft nicht. Im Anschluss verfolgen wir als Lesende viele kleine Etappen dieser Ehe, die immer unglücklicher wird. Da keine wörtliche Rede gesetzt wird und so die Grenzen zwischen Gedanken und Gesprächen unsichtbar sind, entsteht zwischendurch eine eigenartige Stimmung. Die Protagonistin bleibt sehr blass und fast eine Art „Blaupause“ für eine unglückliche Ehefrau. Da die Erzählung sehr springt wird das ganze etwas grotesk. Da hier ein konservatives Frauenbild vertreten wird - Frau macht Haushalt, sollte Kinder kriegen damit sie was zu tun hat, darf kaum etwas alleine entscheiden und die Meinung ds Mannes steht über ihrer- ist das Buch insgesamt schlecht gealtert. (Die Ausgabe die ich gelesen habe war aus 1977. )

5

Schnörkellos und scharfsinnig.

Die Geschichte wird in einem Stück durcherzählt, ohne Unterteilung durch Kapitel oder Ähnliches, auf nur 93 Seiten. Die Erzähllautstärke ist relativ leise, die Leben der Figuren sind ungefähr so, wie man sich das Aufwachsen im tiefsten Oberösterreich in den 1970ern vorstellt. Brigitte Schwaiger aber nimmt so treffende und scharfsinnige Einordnungen der Geschehnisse vor, die den Gedanken „so war das damals halt am Land“ augenblicklich verdrängen. Die Protagonistin ist namenlos, aber ich habe sie innerlich ganz klar vor mir gesehen und tief mitgefühlt.

Beitrag erstellen
Wie kommt das Salz ins Meer